27 February 2018 to 2 March 2018
Karlsruher Institut für Technologie
Europe/Berlin timezone

Internationale Summer School “Soil & Water” in Ulm

1 Mar 2018, 13:00
45m
Karlsruher Institut für Technologie

Karlsruher Institut für Technologie

Poster Postersession

Speakers

Dr. Cornelia Estner (Universität Ulm, Abt. Hochschuldidaktik)Ms. Eva Keppner (Universität Ulm, Biologie)

Description

Die internationale Summer School “Soil and Water” ist Teil einer Erasmus+ Strategischen Partnerschaft zwischen vier europäischen Universitäten aus Estland, Frankreich, Deutschland und Tschechien. In einem gemeinsam gestalteten Curriculum werden verschiedene Inhalte im Bereich der Bodenökologie gelehrt. Die Summer School findet jährlich wechselnd in einem der Partnerländer statt. Besonderer Fokus wird hierbei darauf gelegt, die ökologischen und kulturellen Besonderheiten des Gastlandes mit einzubeziehen und diese durch Exkursionen auch vor Ort erlebbar zu machen. Ein essentieller Bestandteil sind auch kleine Forschungsthemen, die in Kleingruppen durch die Teilnehmenden bearbeitet werden. Besonders ist hierbei, dass der gesamte Prozess einer “echten” Forschungsarbeit durchzogen wird, d.h. anfangs das Studieren der Begleitliteratur, über das Ausarbeiten einer Fragestellung über Datenerhebung und Analyse sowie zum Abschluss das Präsentieren der Ergebnisse in englischer Sprache vor Publikum. Diese Kombination aus Vorlesungen, Exkursionen und praktischem Arbeiten mit Bezug zur jeweiligen Umgebung macht diese Summer School zu einem besonderen Beispiel für forschendes Lernen. Beteiligte: Philipp von Wrangell, Universität Ulm, Germany Eva Keppner, Universität Ulm, Germany Cornelia Estner, Universität Ulm, Germany Marian Kazda, Universität Ulm, Germany Virginie Baldy, Université d’Aix-Marseille, France Ilja M. Reiter, Université d’Aix-Marseille, France Hana Šantrůčková, Jihočeska univerzita v Českých Budějovicích, Czech Republic Endla Reintam, Eesti Maaülikool, Estonia

Abstract (für alle Formate)<br>Bitte vergessen Sie nicht<br> das Format unter<br>"Presentation type"<br> am Ende dieser<br>Seite anzugeben.

Hintergrund

Im Rahmen der Internationalisierung quer durch Europa hat die Europäische Union in den letzten Jahren zahlreiche Unternehmungen gefördert. Neben Erasmus-Austauschprogrammen über „Double Degree Masters“ und Praktika im Ausland sind auch Summer Schools Teil dieser Internationalisierungsstrategie (European Union, 2017).
Die Idee der Summer Schools stammt ursprünglich aus den USA. Sie sind dort als zusätzliche Bildungsprogramme in den Sommermonaten bekannt. Sie dienen dazu, Lerndefizite auszugleichen oder in der schulfreien Zeit zu unterhalten (Cooper et al., 2000).
Inzwischen sind Summer Schools auch in Europa weit verbreitet und bekannt, wenn auch in einem weiteren Sinne. So umfassen sie Fortbildungsprogramme für alle Bildungsstufen (Schüler, Studenten, Postdoktoranden usw.), wobei ein oder mehrere Themen (oft inklusive Sprachtraining) innerhalb einer begrenzten Zeit (in der Regel ein bis sechs Wochen) behandelt werden.
Allerdings bringen Summer Schools auch verschiedene Herausforderungen mit sich. Hauptprobleme betreffen die Organisation und sowie das Unterrichten dahingehend, dass es den Anforderungen einer kurzzeitigen Intensivausbildung entspricht. Darüber hinaus stellt die insgesamt hohe und intensive Arbeitsbelastung innerhalb einer Summer School eine große Schwierigkeit dar. Mit diesem Beitrag möchte sich die Ulmer Summer School “Soil & Water” der Biologie vorstellen, deren Konzept diese Herausforderungen aufgreift und zu lösen versucht.

Das Konzept der Ulmer Summer School

Die internationale Summer School „Soil & Water“ ist ein Teil einer von der EU-geförderten ERASMUS+ Strategischen Partnerschaft und befasst sich mit den komplexen Zusammenhängen zwischen Bodenorganismen, Pflanzenwurzeln, Wasser, Gestein und menschlicher Nutzung. Im Rahmen der Summer School wird ein sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftlich wichtiges und hochaktuelles Themenfeld in kurzer Zeit einer großen Anzahl von Studierenden vermittelt. Um dieses spezielle und anspruchsvolle zweiwöchige Programm anbieten zu können, arbeiten etwa ein Dutzend Dozenten aus Universitäten in Tschechien, Estland, Frankreich und Deutschland zusammen. Die hohe Qualität der Summer School ergibt sich aus der „Mischung“ und wäre von keinem der Partner allein in dieser Form realisierbar.

Ablauf der Ulmer Summer School

Die Summer School „Soil and Water“ findet im Wechsel in einem der vier oben genannten Partnerländer statt. Bis zu 30 Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen (u.a. Biologie, Forstwirtschaft, Agrarwissenschaften) der Partneruniversitäten können daran teilnehmen. Die teilnehmenden Dozenten geben in der Regel ein bis zwei Vorlesungen über ihre jeweiligen Hauptforschungsgebiete und beziehen dabei auch neue Forschungsergebnisse und Methoden mit ein. Gleich zu Beginn werden die Studierenden in (international gemischten) Kleingruppen eingeteilt und bekommen ein Praktikumsthema zugewiesen. In dieser praktischen Arbeit sollen alle Bereiche eines „echten“ wissenschaftlichen Forschungsvorhaben durchgegangen werden. Hierzu gehören das Bearbeiten und Diskutieren von Fachliteratur, experimenteller Arbeit mit Datenerfassung, Auswertung und Diskussion der Daten sowie einer Präsentation am Ende der zweiwöchigen Veranstaltung. Neben den Vorlesungen und der praktischen Arbeit werden verschiedene, regions- und länderspezifische Exkursionen angeboten. Hier sollen insbesondere die für die jeweilige Klima- und Vegetationszone üblichen (boden)ökologischen Ausprägungen gezeigt werden. Zudem werden verschiedene experimentelle Flächen besichtigt, wobei hier auch jeweils Fachleute vor Ort mit einbezogen werden.

Ergebnisse der Ulmer Summer School

Die Summer School „Soil & Water“ wird auf mehreren Ebenen evaluiert. Hierzu gehört auf der einen Seite das Feedback der Teilnehmenden mittels eines speziell für die Summer School entwickelten Evaluationsbogens. In den Jahren 2014 bis 2017 konnte jeweils eine durchweg sehr gute Evaluation erzielt werden.
Auf der anderen Seite wird die Didaktik der Lehrenden überprüft und evaluiert. Hierfür werden Videoaufnahmen genutzt, die durch das Zentrum für Hochschuldidaktik ausgewertet werden, um den beteiligten Lehrenden individuelle Rückmeldung zur Verbesserung ihrer Lehre zu geben. Diese beziehen sich zum Großteil auf das Auftreten der Lehrenden, den Einbezug der Studierenden sowie die Gestaltung der Präsentationen.
Zudem wurde die Summer School „Soil & Water“ wurde im Januar 2017 mit dem Lehrpreis der Universität Ulm ausgezeichnet.

Literatur

  • Cooper, H., Charlton, K., Valentine, J.C., Muhlenbruck, L., & Borman,
    G.D. (2000). Making the Most of Summer School: A Meta-Analytic and
    Narrative Review. Monographs of the Society for Research in Child
    Development, Vol. 65, No. 1.

  • European Union (2017). Official website of the European Union.
    https://europa.eu/european-union/index_en [Abruf am 19.10.2017].

3-5 Keywords (aus: Personalentwicklung,<br> Studiengangentwicklung,<br> Institutionalisierung/<br>Strukturentwicklung, Organisations-<br>entwicklung, Bildungs-<br>politik, HD Praxis,<br>Fachdidaktik/Fachkultur, <br> HD Grundlagenforschung, <br>Angewandte Forschung, <br> Wertediskurs, Internationalisierung,<br> Netzwerke, ggf. andere Schlüsselbegriffe)

HD Praxis, Fachdidaktik/Fachkultur, Internationalisierung

Primary authors

Dr. Cornelia Estner (Universität Ulm, Abt. Hochschuldidaktik) Ms. Eva Keppner (Universität Ulm, Biologie)

Co-authors

Dr. Lena John (Universität Ulm, Biologie) Dr. Philipp von Wrangell (Universität Ulm)

Presentation Materials

Paper

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