27 February 2018 to 2 March 2018
Karlsruher Institut für Technologie
Europe/Berlin timezone

Studentische Lernmotivation in Selbstregulierten Lernprozessen – Eine Pilotstudie zu personenbezogenen und kontextuellen Einflussfaktoren

1 Mar 2018, 13:00
45m
Karlsruher Institut für Technologie

Karlsruher Institut für Technologie

Poster Postersession

Speakers

Ms. Caroline Goetz (Karlsruher Institut für Technologie)Ms. Simone Loeffler (Karlsruher Institut für Technologie)

Description

Studentisches Lernen ist weitestgehend als selbstreguliertes Lernen aufzufassen (Schiefele etal., 2003). Selbstreguliertes Lernen wird als multidimensionales Konstrukt betrachtet, was dieAnwendung behavioraler, kognitiver, metakognitiver und motivationaler Strategien zur Erreichung eines definierten Lernziels umfasst (Zimmerman, 1996). Des Weiteren ist davon auszugehen, dass gegebene situative Bedingungen mit personenbezogene Eigenschaften interagieren und den Lernprozess beeinflussen können (Schmitz & Wiese, 2006). Im Rahmen unserer Pilotstudie wurde einerseits untersucht, welche personen- und kontextbezogenen Faktoren die studentische Lernmotivation in selbstregulierten Lernprozessen beeinflussen. Andererseits wurde der Einfluss verschiedener Ausprägungen studentischer Lernmotivation auf die Auseinandersetzung mit den Lernaufgaben geprüft. Zur Erfassung der Konstrukte wurden Kurzversionen standardisierter Fragebögen eingesetzt und für die Erhebung mit elektronischen Tagebüchern angepasst. Die Ergebnisse der Mehrebenenanalysen werden auf unserem Poster dargestellt und diskutiert.

Abstract (für alle Formate)<br>Bitte vergessen Sie nicht<br> das Format unter<br>"Presentation type"<br> am Ende dieser<br>Seite anzugeben.

Studentisches Lernen ist, trotz breit gefächerter Angebote, die Studierende als Unterstützung ihrer Lernaktivitäten annehmen können, weitestgehend als selbstgesteuertes oder selbstreguliertes Lernen aufzufassen (Schiefele et al., 2003). Selbstreguliertes Lernen wird üblicherweise als multidimensionales Konstrukt betrachtet, was die Anwendung behavioraler, kognitiver, metakognitiver und motivationaler Strategien zur Erreichung eines definierten Lernziels umfasst (Zimmerman, 1996). Des Weiteren ist beim selbstregulierten Lernen davon auszugehen, dass gegebene situative Bedingungen mit personenbezogene Eigenschaften interagieren und auf diese Weise den Lernprozess beeinflussen können (Schmitz & Wiese, 2006). Während hinsichtlich der Förderung kognitiver und vor allem metakognitiver Strategien verschiedene erfolgversprechende Maßnahmen existieren, erscheint es schwierig Lernmotivation gezielt zu fördern (Rheinberg & Friese, 1998). Eine studierendenorientierte Lehr- und Lernkultur findet sich in allen Leitbildern der Hochschulen wider. Dennoch werden studentische Lernaktivitäten selten unmittelbar in alltäglichen Lernsituationen betrachtet.
Im Rahmen der vorliegenden Pilotstudie sollte einerseits untersucht werden, welche personen- und kontextbezogenen Faktoren die studentische Lernmotivation in Selbstregulierten Lernprozessen beeinflussen. Andererseits sollte der Einfluss verschiedener Ausprägungen studentischer Lernmotivation (sowohl hinsichtlich quantitativer als auch qualitativer Ausprägung) auf die Auseinandersetzung mit den Lernaufgaben geprüft werden.
Die Methode des Ambulanten Assessments bietet die Möglichkeit Lernprozesse zeit- und verhaltensnah unmittelbar im Lernalltag von Studierenden zu erfassen und zu fördern (Fahrenberg, Myrtek, Pawlik & Perrez, 2007; Loeffler, Myrtek, Peper 2013) und eröffnet somit neue Forschungsmöglichkeiten im Kontext des Selbstregulierten Lernens. Zur Erfassung der Konstrukte wurden in der vorliegenden Studie Kurzversionen standardisierter Fragebögen eingesetzt und für die Erhebung mit elektronischen Tagebüchern angepasst. Die Probanden (14 Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen) beantworteten über einen Zeitraum von 13 Tagen während der Vorbereitungszeit auf eine universitäre Deadline Fragen zu ihrem Lernverhalten, zu Motivation, zu ihrem Lernort, der Lernzeit, sowie zum Lernen in Gruppen, zu der Passung von Lehr- und Lernmaterialien und zu ihrer emotionalen Befindlichkeit, die auf Studiensmartphones vor beziehungsweise nach jeder Lerneinheit präsentiert wurden.
Die Daten werden momentan mithilfe von Mehrebenenanalysen ausgewertet. Die Ergebnisse können auf der Tagung präsentiert werden. Zusätzlich werden auf der Datenbasis der vorliegenden Studie Ansatzpunkte zur Förderung studentischer Motivation in Selbstregulierten Lernprozessen diskutiert.

Quellenangaben
Fahrenberg, J., Myrtek, M., Pawlik, K., & Perrez, M. (2007). Ambulatory assessment: Monitoring behavior in daily life settings. European Journal of Psychological Assessment, 23, 206–213.

Loeffler, S.N., Myrtek, M. & Peper, M. (2013). Mood-congruent memory in real life: Evidence from interactive ambulatory monitoring. Biological Psychology, 93, 308-315.

Rheinberg, F.& Fries, S. (1998). Förderung der Lernmotivation: Ansatzpunkte, Strategien und Effekte. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 44, 168-184.
Schiefele, U., Streblow, L. & Moschner, B. (2003). Lernmotivation und Lernstrategien als Bedingungen der Studienleistung. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 17, 185-198.
Schmitz, B. & Wiese, B.S. (2006). New perspectives for the evaluation of training sessions in self-regulated learning: Time-series analyses of diary data. Contemporary Educational Psychology, 31, 64-96.
Zimmerman, B.J. (1986). Development of self-regulated learning: Which are the key subprocesses? Contemporary Educational Psychology, 16, 307-313.

3-5 Keywords (aus: Personalentwicklung,<br> Studiengangentwicklung,<br> Institutionalisierung/<br>Strukturentwicklung, Organisations-<br>entwicklung, Bildungs-<br>politik, HD Praxis,<br>Fachdidaktik/Fachkultur, <br> HD Grundlagenforschung, <br>Angewandte Forschung, <br> Wertediskurs, Internationalisierung,<br> Netzwerke, ggf. andere Schlüsselbegriffe)

HD Grundlagenforschung, Studentische Motivation, Ambulantes Assessment, Selbstreguliertes Lernen

Primary author

Ms. Caroline Goetz (Karlsruher Institut für Technologie)

Co-author

Ms. Simone Loeffler (Karlsruher Institut für Technologie)

Presentation Materials

Paper

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