#dghd18

chaired by Ines Langemeyer (Karlsruher Institut für Technologie), Astrid Werner (HDZ Baden-Württemberg), Katrin Klink (Karlsruher Institut für Technologie), Katrin Hess (Karlsruher Institut für Technologie), Tanja Ottenbacher (Universität Hohenheim), Rosario Pires (Universität Hohenheim), Silke Weiss (Universität Freiburg), Stephanie Müller-Otto (Hochschule der Medien Stuttgart), Hans-Peter Voss (Hochschule Karlsruhe), Petra Eggensberger (Universität Heidelberg), Antonia Scholkmann (Universität Hamburg), Annette Spiekermann (TU München), Gabi Reinmann (Universität Hamburg), Tobias Schmohl (Universität Hamburg), Silke Bock (TH Mittelhessen)
from to (Europe/Berlin)
at Karlsruher Institut für Technologie
Description

 

Wir laden Sie herzlich ein zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik, die vom 28.02. bis 02.03.2018 am Karlsruher Institut für         Technologie (KIT) stattfindet.

 

Astrid Werner, Stefanie Enderle, Ines Grau und Prof. Dr. Ines Langemeyer

 

    

In strategischer Partnerschaft mit       Und mit freundlicher Unterstützung durch

                  

 

Die Anmeldung zur Tagung war bis zum 7. Februar 2018 unter Registration möglich. (Die noch ausstehenden Rechnungen für Teilnahmegebühren erhalten Sie in der 8. Kalenderwoche per Post.)

Unter Timetable ist das komplette Tagungsprogramm mit einer detaillierten Übersicht aller Beiträge (Zeiten und Räumen) einsehbar.

Keynote speakers:

Prof. Dr. Carolin Kreber

Prof. Dr. Torgny Roxå

Prof. Dr. Tobias Scheytt

 

Keywords

Material:
Kontakt Email: dghd2018@ibap.kit.edu
Go to day
  • Tuesday, 27 February 2018
    • 14:00 - 18:05 Promovierendenforum
      • 14:00 Potenziale für die Hochschulentwicklung durch professionelle Hochschuldidaktik. Ein analytischer Blick aus Mikro-, Meso- und Makro-Perspektive 4h0'
        Im Zentrum der Untersuchung steht die Hochschuldidaktik (HD), im Sinne eines sozialen Kollektivs bzw. einer sozialen Kategorie, als Mitgestalterin bzw. Treiberin der Hochschulbildung und Hochschulentwicklung in Deutschland. Phänomenologischer Ausgangspunkt des Vorhabens ist die Beobachtung, dass HD in historischer, theoretischer und pragmatischer Perspektive nicht nur Einfluss auf Akteur*innen in hochschulischen Lehr-Lernsettings genommen hat und  nimmt. Vielmehr erzielt/e sie durchaus auch Effekte auf institutionell-organisatorische Kontexte, die konkrete Handlungsrahmen und -bedingungen des Studierens und Lernens konstituieren. Die Untersuchung nähert sich den für solche Wirkungen entscheidenden Strukturen und Prozessen über eine mehrperspektivische Analyse. Dabei wird ein spezifisches Zusammenspiel von Einflussgrößen auf politisch-diskursiver, organisatorisch-institutioneller und individuell-praktischer Ebene angenommen. Ziel ist es, ein systematisches Verständnis professioneller Handlungsoptionen für eine hochschuldidaktische Organisationsentwicklung bereitzustellen und konkrete Gelingensbedingungen als Orientierungsrahmen für die Praxis abzuleiten. Fokussiert werden dabei grundlagentheoretische und professionstheoretische Erkenntnisinteressen.
        Speaker: Birgit Stubner (HS Coburg)
      • 14:05 Didaktik im Software Engineering und die Rolle der Rhetorik für verschiedene Lerntypen 4h0'
        In der Dissertation mit dem vorläufigen Titel „Didaktik im Software Engineering und die Rolle der Rhetorik für Programmierkurse“ wird der Versuch unternommen, die Bezüge zwischen Rhetorik in der Lehre von Programmiersprachen und dem Lernen einer Sprache aus soziologischer Sichtweise aufzuzeigen. Wie kann die interdisziplinäre Lehre von Programmiersprachen mit Nebenfachinformatikern gelingen und welche Rolle spielt die sprachliche Kompetenz dabei?
        Die theoretischen Grundlagen bilden Konzepte der Hermeneutik, Phänomenologie und Bildungssoziologie. Das Ergebnis der Bearbeitung dieses Themenkomplexes aus primär soziologischer Perspektive soll eine Analyse der Rhetorik im Kontext der vorherrschenden didaktischen Konzepte sein. Das Ziel der Arbeit ist aus den Ergebnissen der Analyse möglichst konkrete Lösungsansätze für die häufigsten Probleme beim Programmieren in der Hochschullehre abzuleiten. 
        
      • 14:05 Summative Konkretisierungen von grundlegendem Wissen und Können 4h0'
        Der Vortrag befasst sich mit grundlegendem Wissen und Können im Bereich der Mathematik am Übergang Schule-Hochschule. Es wird aus mathematikdidaktischer Perspektive der Frage nachgegangen, über welches Wissen und Können ein Schulabgänger am Ende der Sekundarstufen in den Inhaltsbereichen Arithmetik, Algebra und funktionale Zusammenhänge verfügen sollten. Zur Beantwortung der Frage soll ein normatives Modell entwickelt werden, das seine Validität methodisch u.a. auf einer Systematischen Literatursichtung sowie einer Expertenbefragung begründet. Das Modell soll in zweierlei Ausprägungen vorgelegt werden. Zum einen in Form eines tabellarisch angelegten Referenzmodells, das die fachdidaktische Expertise mit dem Anspruch auf Vollständigkeit zusammenfasst, und zum anderen in Form eines Analyseinstruments für Praktiker in Schule und Hochschule, das als Grundlage für die Analyse und Konzeption von Diagnose- und Übungsmaterial dienen kann.
        
        Speaker: Mr. David Schönwälder (DHBW Mosbach)
      • 14:05 Ein didaktisches Konzept zur Unterstützung des Reflexionsprozesses von Studierenden in der Software Engineering Ausbildung an Hochschulen 4h0'
        Software Engineering (SE) beschäftigt sich mit der Entwicklung komplexer Softwaresysteme und erfordert ein hohes Maß an Interdisziplinarität. Dies stellt das Lernen von SE vor große Herausforderungen, da diese Komplexität eine umfassende Kompetenzentwicklung und neben der Vermittlung von Fachwissen auch die Entwicklung kontextsensitiver und interdisziplinärer Kompetenzen erfordert. Die Förderung dieser Kompetenzen wird in der SE–Lehre seit einigen Jahren zunehmend adressiert. 
        Aber nicht nur die Herausbildung der benötigten Kompetenzen ist für die Erfüllung der gestiegenen Lebens- und Arbeitsanforderungen in unserer technisierten Wissensgesellschaft wichtig, sondern auch bereits vorhandene Kompetenzen erkennen und benennen zu können, da dies die Voraussetzung für die bewusste Gestaltung des beruflichen und individuellen Lebens, die Gestaltung und Steuerung der eigenen Lernprozesse und die Formulierung konkreter Ziele bildet. 
        Der Reflexionsprozess spielt bei der Anwendung der vorhandenen Kompetenzen eine bedeutende Rolle um das Gelernte bewusst anwenden zu können und die Integration der theoretischen Inhalte des Studiums in die Praxis zu erleichtern. 
        
        Speaker: Mrs. Lisa Engelbrecht (Coburg University of Applied Sciences and Arts)
      • 14:05 Vergleichbare Evaluation von videobasierten Lernmodulen 4h0'
        Da Lehrvideos verstärkt als Open Educational Resources (OER) freigegeben werden sollen, darf deren didaktischer Gehalt (z.B. durch erweiterte interaktive Elemente wie Quizfragen innerhalb der Videos) nicht ausschließlich von der umgebenden (Lern-)Plattform abhängen. Es müssen also Qualitätsmerkmale identifiziert werden, die dem jeweiligen Lehrvideo inhärent sind. Dabei muss insbesondere die Sicht des Lernenden berücksichtigt werden, inwiefern sich ein Video als Lernmaterial eignet. Welche Merkmale müssen Lehrvideos (sowohl in der Regel, als auch im Speziellen) aufweisen, die zur didaktischen Qualität beitragen?
        Anhand eines exemplarischen Onlinekurses am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) werden im Rahmen eines Promotionsvorhabens solche Kriterien für verschieden Lehrvideo-Genres wie Tutorials, Vorlesungsaufzeichnungen und aufwändig produzierte Studiovideos im Feld/Labor erschlossen. Anschließend können Überlegungen angestellt werden, wie diese in systematische Evaluationsprozesse integriert werden können.
        
        Speaker: David Lohner (KIT)
      • 14:05 Virtualisierte Fernlehre in gestalterischen Fachbereichen 4h0'
        Mit der Virtualisierung von Fernhochschulen ergibt sich der Forschungsbedarf, die didaktischen und methodischen Wechselwirkungen zu untersuchen. Zur virtuellen Lehrpraxis innerhalb der Designpädagogik will die Arbeit einen Beitrag in der Form leisten, indem sie eine Beobachtung des Lernhandelns in hybriden Lernräumen erarbeitet. Die Forschungsfragen fokussieren die gestalterische Kompetenzentwicklung, sind jedoch in ihrer personalen Dimension auf andere Fachbereiche übertragbar. Im Forschungsstil der ‚Grounded Theory’ (vgl. Strauss 1998) werden aus narrativen Interviews mit Studierenden konzeptionelle Modelle der Gestaltungskompetenz gegründet. An diese konzeptionellen Modelle können und sollen zukünftige designdidaktische Entwicklungen anschließen.
        Speaker: Prof. Andreas Lanig (DIPLOMA Hochschule)
    • 14:00 - 18:00 AGs, Netzwerke, Kommissionen
      Um die Arbeit im hochschuldidaktischen Feld mit den verschiedenen Akteuren, Themen und Zielrichtungen gut organisieren und koordinieren zu können, gibt es im Umfeld der dghd verschiedene Möglichkeiten, sich zu vernetzen und einzubringen. Unterschieden werden dabei Kommissionen, Arbeitsgruppen und Netzwerke. Wie auch in den vergangenen Jahren werden auf der diesjährigen Jahrestagung Vertreter*innen dieser Arbeitszusammenhänge im Rahmen der preconference (27. und 28.2.) zusammenkommen, um über Neuigkeiten zu ihren Aktivitäten zu berichten und zum Austausch mit interessierten Teilnehmenden einzuladen.
      • 14:00 Nicht-öffentliche Sitzungen der Akkreditierungskommission der dghd – akko 4h0' ( Geb. 10.11 SR - 111.2 )
        Die akko versteht es als ihre Aufgabe, durch die professionelle Diskussion, Weiterentwicklung, Akkreditierung und Bekanntmachung hochschuldidaktischer Aus- und Weiterbildungsangebote zur Verbesserung des Lernens der Studierenden, zur Sicherung der Qualität der Lehre und zur Entwicklung der Hochschulen beizutragen. Hochschuldidaktische Prämisse der akko ist – entsprechend dem Perspektivwechsel in der Lehr- und Lernforschung zur lernendenzentrierten Perspektive –, die Orientierung der Lehrangebote und -arrangements auf die Lernmöglichkeiten und -prozesse der Lernenden.
         
        Sinn des Verfahrens ist es nicht nur, zur Qualitätssicherung der hochschuldidaktischen Aus- und Weiterbildung beizutragen, sondern auch die Transparenz der hochschuldidaktischen Leistungen in der Weiterbildung, Beratung und Forschung zu steigern und Gewähr dafür zu bieten, dass die beauftragten Weiterbildner*innen und Berater*innen professionellen Standards genügen, also legitimierte Zielsetzungen vertreten, auf dem Stand der wissenschaftlichen Entwicklung arbeiten und sich in der Praxis erfolgreich bewährt haben. Den Anbietern soll es ermöglichen, mit dem Gütesiegel der Akkreditierung/dem Titel „durch die dghd akkreditiert“ bzw. dem Namenszusatz „dghd-akkreditiert“ für sich, ihre Veranstaltungen und Angebote zu werben.
         
        Die Mitglieder der akko sind in der Mehrzahl in Karlsruhe anwesend und können bei Interesse und Bedarf von Interessierten angesprochen werden.
        
        Speaker: Michael Endemann
  • Wednesday, 28 February 2018
    • 09:00 - 12:30 AGs, Netzwerke, Kommissionen
      Um die Arbeit im hochschuldidaktischen Feld mit den verschiedenen Akteuren, Themen und Zielrichtungen gut organisieren und koordinieren zu können, gibt es im Umfeld der dghd verschiedene Möglichkeiten, sich zu vernetzen und einzubringen. Unterschieden werden dabei Kommissionen, Arbeitsgruppen und Netzwerke. Wie auch in den vergangenen Jahren werden auf der diesjährigen Jahrestagung Vertreter*innen dieser Arbeitszusammenhänge im Rahmen der preconference (27. und 28.2.) zusammenkommen, um über Neuigkeiten zu ihren Aktivitäten zu berichten und zum Austausch mit interessierten Teilnehmenden einzuladen.
      • 09:00 Nicht-öffentliche Sitzungen der Akkreditierungskommission der dghd – akko 2h30' ( Geb. 20.30 SR – 1.013 (UG) )
        Die akko versteht es als ihre Aufgabe, durch die professionelle Diskussion, Weiterentwicklung, Akkreditierung und Bekanntmachung hochschuldidaktischer Aus- und Weiterbildungsangebote zur Verbesserung des Lernens der Studierenden, zur Sicherung der Qualität der Lehre und zur Entwicklung der Hochschulen beizutragen. Hochschuldidaktische Prämisse der akko ist – entsprechend dem Perspektivwechsel in der Lehr- und Lernforschung zur lernendenzentrierten Perspektive –, die Orientierung der Lehrangebote und -arrangements auf die Lernmöglichkeiten und -prozesse der Lernenden.
         
        Sinn des Verfahrens ist es nicht nur, zur Qualitätssicherung der hochschuldidaktischen Aus- und Weiterbildung beizutragen, sondern auch die Transparenz der hochschuldidaktischen Leistungen in der Weiterbildung, Beratung und Forschung zu steigern und Gewähr dafür zu bieten, dass die beauftragten Weiterbildner*innen und Berater*innen professionellen Standards genügen, also legitimierte Zielsetzungen vertreten, auf dem Stand der wissenschaftlichen Entwicklung arbeiten und sich in der Praxis erfolgreich bewährt haben. Den Anbietern soll es ermöglichen, mit dem Gütesiegel der Akkreditierung/dem Titel „durch die dghd akkreditiert“ bzw. dem Namenszusatz „dghd-akkreditiert“ für sich, ihre Veranstaltungen und Angebote zu werben.
         
        Die Mitglieder der akko sind in der Mehrzahl in Karlsruhe anwesend und können bei Interesse und Bedarf von Interessierten angesprochen werden.
        
        Speaker: Michael Endemann
      • 09:00 AG-Weiterbildung 3h30' ( Geb.20.30 SR – 1.017 (UG) )
        Die Arbeitsgruppe Weiterbildung (AGWB) der dghd arbeitet fortlaufend an der Frage, wie Ansätze zur Aus- und Weiterbildung hochschuldidaktisch tätiger Personen im Hinblick auf die Professionalisierung dieses Personenkreises beschrieben sowie systematisch zu einem aufgaben- und zielgruppenorientierten Angebotskatalog weiterentwickelt werden können. In ihrer letzten Arbeitsperiode seit 2016 hat die AGWB eine Systematik hochschuldidaktischer Rollen und Kompetenzen entwickelt, welche im Rahmen einer Diskurswerkstatt auf der dghd2017 in Köln präsentiert und diskutiert wurden.
        Am 28.02.18 trifft sich die AG im Rahmen der dghd2018 in Karlsruhe, um ihre Überführung in den Status einer Weiterbildungskommission der dghd vorzubereiten. Dieses AG-Treffen ist damit die letztmalige Gelegenheit, die Arbeit der AG in einem offenen Format kennen zu lernen und noch Interesse an einer Mitarbeit anzukündigen.
        Speaker: Dr. Antonia Scholkmann (Universität Hamburg, Fakultät Erziehungswissenschaft)
      • 09:00 AG Gesundheitsbezogene Didaktik in der dghd 3h30' ( Geb. 20.30 SR – 1.008 (UG) )
        Die Akademisierung der Gesundheitsberufe sowie die Weiterentwicklung der Studiengänge in der Medizin haben in den vergangenen Jahren zu neuen Anforderungen an die Lehre geführt. Aus einer hochschuldidaktischen Perspektive stellt sich insbesondere die Frage, inwieweit es sinnvoll und möglich ist, eine ‚gesundheitsbezogene Didaktik‘ systematisch zu entwickeln und zu diskutie-ren. In der dghd wird dieses Anliegen seit einigen Jahren in der AG ‚Gesundheitsbezogene Didak-tik‘ verfolgt. Nach einer Phase der ersten Orientierung hinsichtlich der möglichen Themen, wurde die AG innerhalb der dghd nunmehr weiterentwickelt. Vertreter*innen aus den Berufsgruppen der Medizin, Public Health, Therapie, Pflege sowie den Erziehungswissenschaften haben sich in einen konkreten Dialog begeben, an dem innerhalb der Sitzung und mit einem konkreten Ar-beitsplan gearbeitet werden soll. Dabei geht es nach einer ersten Bestandsaufnahme der bestehen-den Lehrstühle und Fachgebiete insbesondere um die Identifizierung fachspezifischer didaktischer Konzepte, die die Grundlagen der Diskussion bilden. Die Arbeitsgruppe richtet sich an Vertre-ter*innen und Interessierte aus dem pädagogischen Gesundheitsbereich.
        Speakers: Prof. Tobina Brinker (Netzwerk hdw nrw, Geschäftsführung), Prof. Ursula Walkenhorst (Universität Osnabrück), Prof. Annette Nauerth (FH Bielefeld)
      • 09:00 Promovierenden- Netzwerk Treffen 3h30' ( Geb. 20.30 SR – 1.009 (UG) )
        Das Promovierenden - Netzwerk Treffen dient als Plattform zum Austausch über aktuelle Promotionsvorhaben in den Forschungsfeldern der Hochschuldidaktik, Hochschullehre und Studienreform und primär zur Vernetzung von Promovierenden. In dem Treffen werden aktuelle Herausforderungen der Promotion thematisiert sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit, des Austauschs und kommender Unterstützungsmöglichkeiten durch das Netzwerk diskutiert. Alle interessierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sind eingeladen, sich bei Interesse am Netzwerk zu beteiligen. Moderation durch und Ansprechpartnerinnen sind Netzwerksprecherinnen Ulrike Bergmann, TU Chemnitz und Mandy Willert, JGU Mainz.
        Speakers: Ulrike Bergmann (TU Chemnitz), Mandy Willert (JGU Mainz)
      • 09:00 AG Forschendes Lernen 3h30' ( Geb. 20.30 SR - 1.025 (UG) )
        Die AG Forschendes Lernen versteht sich als Arbeitsgemeinschaft für alle, die sich mit der Konzeption, didaktischen Vorbereitung und Umsetzung von Formaten des Forschenden Lernens beschäftigen. Die AG besteht aus über 300 Kolleg*innen aus 86 verschiedenen Hochschulen; die Gruppe der regelmäßig Aktiven beträgt 40 Personen. Die AG trifft sich zwei Mal im Jahr zu Workshops und arbeitet darüber hinaus auch themenbezogen in Unter-Arbeitsgruppen zusammen. Weitere Informationen zur AG und unseren Themen finden Sie auf https://www.dghd.de/community/arbeitsgruppen/ag-forschendes-lernen/.
        
        Das Pre-Conference Treffen der AG soll genutzt werden, um an bestehenden Themen weiterzuarbeiten, zu diskutieren und gemeinsam die Themen und Termine für 2018-19 festzulegen. Bei dem diesjährigen Treffen wird eine Handlungsanleitung für Lehrende, die ihre Studierenden in eine reflexive Haltung beim Forschenden Lernen bringen, vorgestellt und wir freuen uns über konstruktive Rückmeldungen.
        
        Speakers: Mr. Wolfgang Deicke (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Kerrin Riewerts (Universität Bielefeld), Susanne Wimmelmann (Universität Göttingen)
      • 10:00 AG Digitale Medien und Hochschuldidaktik 2h30' ( Geb. 20.30 SR 0.019 )
        Vorrangiges Ziel der Arbeitsgruppe ist es, durch Austausch unter ihren Mitgliedern und Vernetzung mit anderen Akteursgruppen, insbesondere Fachgesellschaften, aus einer hochschuldidaktischen Perspektive Stellung zu Fragen von Bildung an Hochschulen in einer digitalen Gesellschaft zu nehmen. Die Treffen der AG finden meist auf verschiedenen Fachtagungen (vor allem dghd und GMW) statt und sind thematisch offen gestaltet. In der Regel folgen die Treffen folgendem Ablauf:
        - Sehr kurze Vorstellungsrunde mit Hashtags,
        -Berichte zu bisher behandelten Themen,
        - Sammlung neuer Themen (vgl. Barcampformat),
        - Bearbeitung von Themen und
        - Präsentation von Zwischenergebnissen.
         
        Mehr unter http://www.dghd.de/ag-digitale-medien-und-hochschuldidaktik.html und zeitweise auf Twitter unter #agdmhd.
        AnsprechpartnerInnen: Angelika Thielsch, Timo van Treeck, Thanh-Thu Phan Tan
        Speakers: Mr. Timo van Treeck (TH Köln, ZLE - Zentrum für Lehrentwicklung), Angelika Thielsch (Hochschuldidaktik, Georg-August-Universität)
      • 10:30 AG Ingenieurdidaktik 2h0' ( Geb. 20.30 SR - 0.016 )
        Die Mitglieder der AG Ingenieurdidaktik verbindet das starke Interesse an der Weiterentwicklung und Verbesserung des Ingenieurstudiums durch fachbezogene hochschuldidaktische Forschung und Weiterbildung. Die AG Ingenieurdidaktik bietet eine Plattform für: 
         
        - Austausch zwischen Ingenieurinnen und Ingenieuren, Hochschulangehörigen, Netzwerken, interessierten Gruppen und Initiativen,
        - Fachvorträge, Diskussionen und Reflexion der aktuellen Entwicklungen in der Hochschuldidaktik,
        - Weiterbildung in der Hochschuldidaktik 
         
        In dem Arbeitsgruppentreffen auf der Jahrestagung der dghd informiert das Sprecherteam über die durchgeführten und die geplanten Aktivitäten. In einer gemeinsamen Diskussion sollen anschließend weitere Themen erörtert und in zukünftigen Treffen weitergeführt werden."
        
        Speaker: Martin Hieronymus
      • 11:00 AG Schreibdidaktik 1h30' ( Geb. 20.30 SR- 1.015 (UG) )
        Seit September 2016 gibt es die dghd-Arbeitsgruppe ‘Schreibdidaktik in der Hochschuldidaktik’, die sich im Rahmen der Jahrestagung 2018 zum zweiten Mal treffen wird; wir möchten über unsere Arbeit informieren. 
        
        Zu den inhaltlichen Überlegungen der Arbeitsgruppe: Viele Studien zeigen, dass Schreiben das wirksamste Instrument zum nachhaltigen Lernen ist und Studierende wie kein anderes didaktisches Element dazu anregt, sich in Lehrveranstaltungen zu engagieren. In hochschuldidaktischen Weiterbildungen spielen schreibdidaktische Inhalte allerdings bisher eine untergeordnete Rolle. Ziel der Arbeitsgruppe Schreibdidaktik ist es, die aus unserer Sicht vielfältigen Anknüpfungspunkte der Hochschuldidaktik einerseits und der Schreibdidaktik andererseits herauszuarbeiten, AkteurInnen in beiden didaktischen Feldern zu vernetzen sowie den Austausch und die gegenseitige Weiterbildung zu fördern.
        Wir freuen uns über weitere Mitwirkende und hoffen, Sie am 28. Februar 2018 zu sehen! 
        
        Speaker: Katinka Netzer
      • 11:30 Akkreditierungskommission der dghd: Weiterentwicklung der dghd-Akkreditierung und zukünftige Gestaltung der Verfahren – öffentliche Diskussion mit den Mitgliedern und Tagungsteilnehmer*innen 1h0' ( Geb. 20.30 SR – 1.013 (UG) )
        Die akko handelt aufgrund des direkten Mandats der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik e.V. (s. oben: Sitzung der akko). Sie stellt im o.g. Zeitfenster  Konzepte über die zukünftige Gestaltung der Akkreditierung der hochschuldidaktischen Aus- und Weiterbildungsangebote vor. Die anschließende Diskussion mit den Tagungsteilnehmer*innen soll die Diskussion in der Mitgliederversammlung und die anschließende Beschlussfassung zu künftigen Verfahrensmodi vorbereiten.
        Speaker: Michael Endemann
    • 11:00 - 12:30 Anmeldung
      Location: Geb. 11.40, Tulla-Foyer
    • 12:30 - 13:00 Pause
    • 13:00 - 14:15 Eröffnung der 47. dghd-Jahrestagung, Grußworte
    • 14:15 - 15:15 Keynote
      • 14:15 The Strength of Weak Ties in Educational Development 1h0' ( Geb. 11.40, Tulla-Hörsaal )
        Academic teachers form their conceptions about teaching while interacting with close colleagues inside significant networks. These significant and trustful interactions take place privately, backstage. Hence, teaching will not change unless these significant conversations change.  For change in teaching to happen, academic teachers need to talk to new people about teaching and student learning, talk about new things, or talk in new ways, while interacting inside their significant networks. Such change will both signify change and drive change further. 
        From an organisational perspective it is productive to approximate significant relationships with cluster, weak ties, and strong ties as they are explored in network research. In the organisational meso level, academic teachers form workgroups, disciplinary communities, or other entities, where they interact through strong ties. In these clusters traditions, habits, tacit assumptions, and recurrent practices are formed, cultural features making it appropriate to talk about clusters as microcultures. Between clusters/microcultures information is carried through weak ties. Mark Granovetter, in a seminal article from 1973, coined the phrase the strength of weak ties. Organisational leaders in higher education who wish to improve teaching therefore should pay attention to and strengthen the weak ties carrying information about teaching and learning.
        This presentation outlines a perspective on educational development in higher education based on aspects mentioned above. 
        
        Speaker: Prof. Torgny Roxå (Lund University)
    • 15:30 - 19:45 Diskurswerkstätten
      • 15:30 Curriculumsentwicklung und Neustrukturierung des Zertifikatsprogramms in Sachsen 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.013 (UG) )
        Die Geschäftsstelle des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen (HDS) möchte die Möglichkeit nutzen, das laufende Projekt „Curriculumsentwicklung und Neustrukturierung des Zertifikatsprogramms“ im Rahmen der dghd18 vorzustellen und mit den Teilnehmer_innen zu diskutieren. 
        Das HDS bietet seit 2011 ein Zertifikatsprogramm (drei Module, 200 AE) an. Im Zuge gesellschaftlicher Entwicklungen (Digitale Hochschule, Internationalisierung der Hochschule) und sich daraus ergebender Anforderungen an die Hochschuldidaktik, arbeitet die Geschäftsstelle des HDS derzeit an der Curriculumsentwicklung. Auch die hochschuldidaktische Praxis hat sich verändert. Der QPL brachte sowohl hochschulinterne als auch hochschulübergreifende Projekte & Angebote hervor und natürlich besteht der Wunsch der Lehrenden, die Teilnahme daran auch zu würdigen. Die bereits erwähnten Herausforderungen stehen nicht allein, weitere Herausforderungen sind: Anpassung an internationale Standards (Evaluationsbericht des HDS, 2015 und HEP 2020), Anerkennung nonformaler Leistungen (Coaching und Beratung), Erhöhung der Teilnehmendenzahlen sowie die Akquise neuer Zielgruppen. Um auf diese zu reagieren, werden strukturelle Änderungen notwendig: Das Zertifikatsprogramm wird von 200 AE auf 240 AE aufgestockt und die Anerkennung AKTiver Lehre wird ermöglicht (90 AE). Das Absolvieren des Zertifikatsprogramms und die Anerkennung AKTiver Lehre soll dann zum Erhalt des Zertifikat+ (330 AE) führen. 
        In der Diskurswerkstatt (90 min) plant die Geschäftsstelle des HDS einen einführenden Überblick über das Projekt „Curriculumsentwicklung und Neustrukturierung des Zertifikatsprogramms“ zu geben (ca. 20 min) und anschließend an den vier Stationen ausgewählte Aspekte zu diskutieren (60 min). Um die Teilnehmenden interaktiv einzubinden, werden Gedanken schriftlich und in einem kollaborativen Tool zusammengetragen, sodass die Ergebnisse am Ende überblicksartig gezeigt werden können.
        Speakers: Mrs. Juliane Hörschelmann (Hochschuldidaktisches Zentrum Sachsen (HDS)), Julia Henschler (Hochschuldidaktisches Zentrum Sachsen (HDS)), Laura Kaden (HDS), Ben Engbrocks (HDS), Nadine Hahm (HDS), Kerstin Gal (HDS), Kathrin Franke (HDS)
      • 15:30 Was tun die da eigentlich?! - Zur Wirkung studentischer Initiativen und Projekte 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.011 (UG) )
        Mit dem Qualitätspakt Lehre und der Entwicklung innovativer Lehr- und Lernformate entwickeln sich an den Hochschulen immer mehr Freiräume für eine stärkere Partizipation der Studierenden hin zu mehr selbstbestimmtem Lernen und eigenverantwortlichem Arbeiten. 
        Studierende nutzen diese Chancen zur Realisierung eigener Ideen, zur Teilhabe an Wissenschaft und Forschung oder auch zum zivilgesellschaftlichen Engagement. 
        Zu beobachten ist, sie arbeiten zumeist im Team, projektförmig oder in Initiativen. Sie nutzen Nischen und beleben vorhandene Labore, Werkstatträume o.ä. und die Infrastruktur auf dem Campus.
        
        Am Beispiel der studentischen Initiativprojekte der Ruhr Universität Bochum und der Projektwerkstätten / tu projects der TU Berlin fokussiert diese Diskurswerkstatt die Wirkungsweise studentischer Projektarbeit.
        
        An beiden Universitäten gibt es bereits erprobte Praxis, individuelle Erfahrungen und eine gelebte Kultur, die hinsichtlich der nachfolgenden Perspektiven systematisiert und zu Beginn vorgestellt werden sollen.
        
        Welche Auswirkungen hat studentische Projektarbeit
        
        -	Auf die Studierenden selbst (Kompetenzentwicklung)?
        -	Auf Lehre und Studium (neue Lehr-Lernformate, Themen, Medien)?
        -	Auf studentische Forschung (gesellschaftliche Relevanz, wissenschaftlicher Diskurs)?
        -	Auf die Hochschule (lernende Organisation)?
        
        Und was können wir daraus lernen?
        
        Zur anschließenden Diskussion und Erweiterung der genannten Aspekte laden wir interessierte Kolleginnen, Kollegen und sehr gerne auch Studierende ein. An zwei Tischgruppen sollen Ideen für nächste Schritte entwickelt werden, z.B. zur Evaluation und Dokumentation, zu Studienreform und curricularer Verankerung, zu Formen der Veröffentlichung wie etwa studentische Journale u.a.m.
        Speakers: Dr. Andrea Koch-Thiele (Ruhr-Universität Bochum), Anna Haas (TU Berlin)
      • 15:30 Forschendes Lernen zwischen Leitbildern, Labeln und gelebter Praxis 2h45' ( Geb. 11.30 Senatssaal )
        Forschendem Lernen (FL) ist als leitendes didaktisches Prinzip in einigen Leitbildern, Struktur- und Entwicklungsplänen sowie Lehrverfassungen deutscher Hochschulen verankert. Bei einer Vielzahl von möglichen anderen konstruktivistischen, lernendenzentrierten Konzepten1  kann man hier die Frage stellen, woher die “Beliebtheit“ dieses Konzeptes kommt.2
        
        An der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist FL ein integraler Bestandteil der universitären Lehre. Anhand von Beispielen sollen Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und transferierbare Konzepte von FL mit den Teilnehmenden diskutiert werden. Durch die “Institutionsbrille“ zeigt das Dezernat für Hochschulentwicklung und Strategie, wie die Integration von FL über ein Leitbild Lehre und ein universitätsweites Förderprogramm gelingt. In einem Impuls aus dem Zentrum für Wissenschaftsdidaktik wird eine Erhebung vorgestellt, die zeigt, wie FL in Leitbildern u.ä. an 77 staatlichen deutschen Universitäten dargestellt und hinsichtlich erwünschter Umsetzungen konkretisiert wird. Die “Forschungsbrille“ wird durch das Projekt FLOAT abgebildet. Das Forscher*innen-Team von FLOAT zeigt, wie FL aus der Perspektive von Organisation und Akteur*innen betrachtet werden kann. Abgerundet wird der Diskurs durch einen Impuls zur “gelebten Lehrpraxis“, in dem aus der laufenden Umsetzung der Projektlinie "Forschendes Lernen3" (fach- und studiengangübergreifend lernen und adäquat prüfen)berichtet wird.
        
        
        
        
        **Verweise:**
        
        1Problembasiertes Lernen oder auch Entdeckendes Lernen um nur zwei weitere Beispiele zu nennen. 
        
        2Für Huber (2009) ist die “inflationäre“ Verwendung des Begriffes “Forschendes Lernen“ eher ein Hinweis darauf, dass er allmählich seine Kontur verliert und keineswegs ein Beleg dafür, dass das Konzept in seiner ursprünglich intendierten Form - Studierende durchlaufen den gesamten Forschungsprozess - zur Anwendung kommt (vgl. Huber 2009 :1).
        Speakers: Stefanie Füchtenhans (Ruhr-Universität Bochum), Ines Gottschalk (Ruhr-Universität Bochum), Paul Sebastian Ruppel (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Judith Ricken (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Caroline Richter (Ruhr-Universität Bochum), Katharina Mojescik (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Jessica Pflüger (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Jürgen Straub (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Martina Schmohr (Ruhr-Universität Bochum)
    • 15:30 - 17:00 Symposium
      • 15:30 Praxisforschung – Praxiswissen. Ist der Transfer ein Forschungs- oder ein Praxisproblem? 1h30' ( Geb. 10.11 Sitzungssaal Hauptgebäude (R223) )
        Von empirischer Bildungsforschung wird erwartet, dass sie praxisrelevante Erkenntnisse zutage fördert
        
        Wenn es sich bei Forschungsergebnissen um Meinungsbilder handelt (etwa: „56% der Befragten wünschen sich mehr Praxisbezug in der Lehrveranstaltung“), dann scheint der Fall relativ klar zu sein.  Wenn jedoch die Forschung weiterfragt, womit der Wunsch nach Praxisbezug zusammenhängt, dann entstehen in der Regel erst einmal neue Forschungsfragen. Denn empirisch beobachtete Zusammenhänge (z.B. eine signifikante Korrelation mit der Variable Alter) erklären sich nicht von selbst. 
        
        Eine ältere Vorstellung von der Praxisrelevanz der Wissenschaft folgt dem Modell, wonach man zuerst Einsicht in die Kausalitäten benötigt, um anschließend erklären und Vorhersagen machen und schließlich Handlungsentscheidungen treffen zu können. Dieser Vorstellungen ist mehrfach widersprochen worden, nicht zuletzt, weil es in Bezug auf das menschliche Verhalten nicht ohne Weiteres möglich ist, von Kausalbeziehungen zu sprechen. Auch sind die zu berücksichtigenden Zusammenhänge in unserem Leben häufig zu viele, so dass Vorhersagen mehr oder weniger Spekulation sind. Wie kann aber Forschung im Bereich der Hochschulbildung zur Klärung und Erklärung von Fragen beitragen, so dass dies für die Praxis relevant wird?  
        Die zentrale Frage in diesem Symposium ist, wie Praxisrelevanz durch Forschung entstehen kann und wie der Transfer von Erkenntnissen in ein Praxiswissen gelingt. Liegt hierbei ein Forschungs- oder ein Praxisproblem vor? Muss die Forschung sich ändern oder müssen Praktiker einen Kurs besuchen oder müssten Übersetzer oder Vermittler her? Eigene Erfahrungen, wie man einen Forschungsbeitrag zur Entwicklung von Praxiswissen genutzt hat bzw. nutzen könnte, werden reflektiert und diskutiert.  Die Beiträge befassen sich mit dem systemtheoretischen Ansatz, der Aktionsforschung und dem Scholarship-of-Teaching-and-Learning Modell.
        Speakers: Prof. Ines Langemeyer (Karlsruher Institut für Technologie), Dr. Elke Bosse (Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaft), Dr. Miriam Barnat (Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaften), Dr. Eileen Lübcke (Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaften), Anna Heudorfer (Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaften)
    • 15:30 - 17:00 Workshops
      • 15:30 Lehr- und Lernerfolge sind planbar! 1h30' ( Geb.20.30. SR -1.008 (UG) )
        Voraussetzung für jegliche gute Lehre ist die gründliche Lehrveranstaltungsplanung. Diese wird durch ein didaktisches Design mit dem Fokus auf das Konzept des Constructive Alignment unterstützt. Vor diesem Hintergrund sollen Lehr-/Lernaktivitäten so geplant und realisiert werden, dass die intendierten Lehr-/ Lernziele in der jeweiligen Lehr- und Lernaktivität sowie Prüfung erkennbar werden. Dazu steht Ihnen, die eLP-Applikation der Bergischen Universität Wuppertal (https://www.elp.uni-wuppertal.de) mit den Taxonomieansätze nach Andersen, Bloom, Dee Fink und Metzger sowie ein frei editierbarer Ansatz zur Auswahl. Am Beispiel von Dee Fink wird gezeigt, wie das eLP-Tool an der Universität Bielefeld in das Bielefelder Zertifikat für Hochschullehre eingebunden wird. Lehrende entwickeln dabei mithilfe diesen Tools den Kursleitfaden (Syllabus) ihrer Lehrveranstaltung. Hierfür werden zentrale Aspekte des Grundlagenmoduls „Lehrveranstaltungen konzipieren und durchführen“ vorgestellt. In unserem Workshop haben Sie die Gelegenheit das eLP-Tool mit Blick auf Ihre Lehrideen zu entdecken und zu diskutieren.
        Speakers: Dr. Heike Seehagen-Marx (Bergische Universität Wuppertal), Dr. Kerrin Riewerts (Universität Bielefeld)
      • 15:30 Viele Projekte - ein Ziel?! Digitale Unterstützungsangebote für Lehrende gemeinsam gestalten 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.025 (UG) )
        Im Workshop werden unterschiedliche digitale Unterstützungsangebote für Lehrende vorgestellt und es wird zum Austausch dazu angeregt. Beteiligte Projekte sind: „BLOG Studium und Lehre“ (TU Mün-chen), „Downloadcenter Lehre laden“ (Ruhr-Universität Bochum), „einfachlehren.de“ (TU Darmstadt), „LehrForum.de“ (Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg), „Lehrideen vernetzen“ (HS Mainz & JGU Mainz) sowie „LENA“ (LehrEvaluations-NAvigation) und „LENA-T“ (LENA für Tutorinnen und Tutoren) (JLU Gießen). Im Rahmen eines „Streifzugs durch die Portale" können die Teilnehmenden die Unterstützungsangebote kennenlernen und die Onlineangebote selbst an Laptops ausprobieren. Die Teilnehmenden tauschen sich dabei leitfadengestützt über das jeweilige Onlineangebot aus und können in diesem Rahmen eigene, ähn-liche Angebote ansprechen, um mögliche Transferpotenziale zu entdecken. Wichtige Erkenntnisse wer-den abschließend im Plenum diskutiert und festgehalten.
        
        Speakers: Nastasia Sluzalek (Justus-Liebig-Universität Gießen, FB 06, Professur für Hochschuldidaktik und Evaluation), Johanna Burgert (Technische Universität München, Hochschulreferat Studium und Lehre, Online-Redaktion), Dr. Stefan Scheiner (TU Darmstadt, Hochschuldidaktische Arbeitsstelle), Julia Breidel (Johannes Gutenberg-Universität, Zentrum für Qualitätsmanagement und –entwicklung (ZQ)), Adrian Weidmann (Johannes Gutenberg-Universität, Zentrum für Audiovisuelle Produktion), Aleksandra Jablonski (Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für Wissenschaftsdidaktik), Kristina Müller (Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für Wissenschaftsdidaktik), Dr. Thomas D’Souza (Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, Geschäftsstelle der Studienkommission für Hochschuldidaktik an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg)
      • 15:30 Wie kann mit dem Kompetenzmodell der „Themenzentrierten Interaktion (TZI)“, der „Qualifikationsrahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse“ (HQR) mit Leben gefüllt werden? 1h30' ( Geb. 20. 30 SR -1.009 (UG) )
        Die „Themenzentrierte Interaktion“ (TZI) hat sich in den letzten Jahren zu einem wissenschaftsbasierten Handlungskonzept entwickelt, soziale Situationen zu gestalten. 
        In dem 2017 von der KMK, HRK und BMBF verabschiedeten „Qualifikationsrahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse (HQR)“ wird mit Grundbegriffen gearbeitet, die anschlussfähig zu den Faktoren der TZI sind. 
        -	HQR: Wissen und Verstehen / TZI: ES – Inhalt – Wissen
        -	HQR: Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen / TZI: ES 
        -	HQR: Kommunikation und Kooperation / TZI: WIR – Interaktion - Kooperation
        -	HQR: Wissenschaftliches Selbstverständnis / TZI: ICH – Individuum - Professionalität
        
        Die TZI mit ihrem dynamischen Modell der 4 Faktoren  (Ich, Wir, Es, Globe)  und ihrer Wertebezogenheit ermöglicht Lehrenden kompetenzorientierte Lernprozesse von Studierenden anzuregen und zu fördern. 
        
        In dem Workshop werden beide Modelle vorgestellt und miteinander verglichen; dabei wird aufgezeigt, dass  die TZI ein sinnvolles und handhabbares Konzept ist, den HQR umzusetzen und mit Leben zu füllen.
        
        Speakers: Dr. Jochen Spielmann (TU Braunschweig), Mrs. Margitta Holler (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg - Arbeitsstelle für Studium und Didaktik)
      • 15:30 Fundierung des Aufgabenspektrums eines hochschuldidaktischen Zentrums durch praxisorientierte Forschung und Evaluation – Projekt „Evidenzbasierung“ als Modell 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.017 (UG) )
        Die zentrale Aufgabe des „Zentrums für Lehre und Lernen“ (ZLL) der TU Hamburg liegt darin, Lehrende bei der Weiterentwicklung ihrer Lehre zu unterstützen. Um die Qualität der eigenen Arbeit weiterzuentwickeln, hat sich das ZLL vorgenommen, seine maßgeblichen Handlungsfelder evidenzbasiert zu fundieren.
        Im Workshop wird das ZLL-Modellprojekt „Evidenzbasierung“ vorgestellt, in dem die Mitarbeiter/-innen in drei Clustern (Studieneingang, Studiengangsstrukturen, Kulturwandel) Schlüsselfragen anhand bestehender und selbst gewonnener empirischer Evidenz bearbeiten. Die Projektergebnisse werden für die hochschulinterne Kommunikation sowie für hochschuldidaktische Publikationen genutzt. Projektziele sind die wissenschaftsbasierte Qualitätsentwicklung des ZLL, die Weiterqualifikation der Mitarbeiter/-innen und die Teamentwicklung.
        Im Workshop erarbeiten die Teilnehmenden Ansätze für ein eigenes Evidenzvorhaben auf Grundlage der eigenen Rahmenbedingungen. Das ZLL-Beispiel nutzen sie dabei zur Orientierung. Nach einer Einführung wechseln sich Arbeits- und Plenumsphasen zur Zielbestimmung des eigenen Vorhabens, zur Festlegung nötiger Maßnahmen und zur Reflexion von Chancen und Risiken ab. Am Ende können die Teilnehmenden zentrale Punkte ihrer Vorhaben benennen.
        
        Speakers: Dr. Sara Braun (Technische Universität Hamburg), Dr. Klaus Vosgerau (Technische Universität Hamburg)
      • 15:30 civicEducation digital: Einsatz digitaler Medien im Service Learning: Dokumentation didak¬ti¬scher Konzepte und didaktischen Handlungswissens mit Hilfe des Pattern-Ansatzes 1h30' ( Geb. 20.30. SR 0.019 )
        Die Potentiale der Verknüpfung von Service Learning mit dem Einsatz digitaler Medien ist an den meisten Hochschulen und Universitäten bisher noch nicht erschlossen. Gleichzeitig ergeben sich aus der Verbindung der beiden Ansätze zahlreiche Synergien. Digitale Medien können in der Vorbereitung und Durchführung von Service Learning Projekten eingesetzt, entsprechende Veranstal¬tungen können im Blended Learning Format umgesetzt und digitale Anwendungen und Plattformen wie z.B. ePortfolios können zur Dokumentation und Reflexion von Service Learning Projekte durch Studierende genutzt werden. Auch ist die Erstellung digitaler Inhalte und deren anschließende Bereitstellung als Open Educational Resources (OER) durch Studierende eine Möglichkeit, die schon in der Lehrerbildung realisiert wird. 
        Im Workshop werden Ansätze zum Einsatz digitaler Medien in Service Learning Projekten vorgestellt und anhand einer Beschreibungsvorlage, die zur Entwicklung von Patterns herangezogen wird, mit den Teilnehmenden Umsetzungsbeispiele gesammelt. Ziel ist, Handlungswissen, das auf der Basis erprobter didaktischer Konzepte und Erfahrungen vorliegt, sichtbar zu machen. 
        
        Speakers: Mrs. Claudia Bremer (IKH, Goethe-Universität Frankfurt), Mr. Tom Sporer (KU Eichstätt)
      • 15:30 “Und wer hilft mir dabei?" Zentrale Rollen zur Unterstützung der Digitalisierung der Lehre - eine Diskussion. 1h30' ( Geb. 20.30 SR 0.016 )
        Um Lehrenden bei der Entwicklung und Implementierung nachhaltiger digitaler Elemente für die Lehre behilflich zu sein, werden an Hochschulen immer häufiger Unterstützungsstrukturen aufgebaut. Innerhalb dieser entstehen neue Tätigkeitsprofile (Hochschulforum Digitalisierung, 2016: 33). Sogenannte Instruktionsdesigner/innen  fungieren als Schnittstelle zwischen Hochschuldidaktik und Technik, Verwaltung und Lehre sowie Innovationsmanagement und Regelbetrieb und unterstützen die verschiedenen Facetten der Implementierung digitaler Elemente in Lehrveranstaltungen und Curricula (vgl. Obexer & Giardina, 2016).
        
        Indessen finden sich wenig Erfahrungswerte sowie Literatur über Bezeichnung, Handlungsfelder, Anforderungen oder Qualifikationen der Instruktionsdesigner/innen. Ebenso fehlen Richtlinien für die Integration in die Hochschulen, die Struktur solcher Abteilungen sowie zur Zusammenarbeit mit anderen zentralen Einrichtungen, wie Hochschuldidaktische, Medien- und Rechenzentren oder Bibliotheken.
        
        Im Workshop soll gemeinsam mit den Teilnehmenden ein Versuch unternommen werden, mögliche Profilbilder von Mitarbeiter/innen in Unterstützungsstrukturen für Digitalisierung an Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu skizzieren und die diesbezüglichen aktuellen Entwicklungen zu diskutieren.
        
        Speakers: Lavinia Ionica (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Anja Schulz (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
      • 15:30 Kleinformatig und hochschulintern – Zum Nutzen hochschuldidaktischer Forschung als Reflexionspotential für die Hochschulentwicklung 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.014 (UG) )
        Die Hochschuldidaktik bewegt sich in einem Spannungsfeld von Dienstleistungsangeboten, konzeptioneller, innovativer Projektarbeit und Personal- und Organisationsentwicklung. Forschung bleibt dabei oft außen vor. Doch „Hochschuldidaktik, die Forschung gegenüber Dienstleistung vernachlässigt, ist den zukünftigen Anforderungen der Hochschulentwicklung nicht gewachsen“ (Wildt, 2013, S. 46).
        In vielen Hochschuldidaktikeinheiten werden mit wenigen Ressourcen kleinformatige interne Studien durchgeführt. Sie werden oft nicht als ‚echte‘ Forschung betrachtet – weder von den Forschenden selbst noch von der wissenschaftlichen Community. Doch ergeben sich daraus Wegweiser für implementierungsfähige Maßnahmen; Strukturmängel werden deutlich oder weisen auf weitere Forschungsdesiderate hin.
        Die Vernetzung der Akteure sowie der Aufbau einer Community zur kritischen Diskussion dieser kleineren hochschulinternen Forschungsarbeiten könnte dazu beitragen, diese Forschungsformate in den Lichtkegel der Hochschulbildungsforschung zu rücken und aus Insellösungen hochschulweite und hochschulübergreifend tragfähige Strategie zu machen.  
        Im Workshop wird über die Systematisierung hochschuldidaktischer Forschungsformate sowie über Strategien der Erkenntniskommunikation diskutiert; ebenso über die Qualitätssicherung dieser kleinformatigen und innerinstitutionelle Forschungsformate. 
        
        Speakers: Prof. Niclas Schaper (Universität Paderborn), Prof. Doris Ternes (DHBW), Dr. Birgit Szczyrba (TH Köln)
      • 15:30 Feedback mit Progress Testing für Studierende und Dozierende: Wie funktioniert das denn? 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.015 (UG) )
        Progress Tests sind formative Verfahren, bei denen die Feedback-Funktion im Vordergrund steht (Nouns & Georg, 2010). Sie werden anhand eines Blueprints des Curriculums konstru-iert und können als Maßnahme zur Evaluation und Qualitätssicherung von Studiengängen verwendet werden. Beim Progress Testing wird das Fachwissen in jedem Semester ohne vorherige Lernphase auf Absolvierendenniveau abgefragt. Studierende erhalten so ein indivi-duelles Feedback über ihren jederzeit abrufbaren Kenntnisstand. Lehrenden wird ein Eindruck vom Lernerfolg der jeweiligen Semester vermittelt mit Stärken und Schwächen des Curricu-lums (Dallüge et al., 2016).
        Im Workshop erfahren die Teilnehmenden im Impulsvortrag, welchen positiven Einfluss der longitudinale Einsatz eines Progress Tests für Lernplanung und Leistung der Studierenden hat. Die Erfahrungen mit dem Progress Testing an der Universität Witten/Herdecke im Mo-dellstudiengang Humanmedizin und im Bachelorstudiengang Psychologie und Psychotherapie werden vorgestellt und diskutiert. Das „Herzstück“ eines jeden Progress Tests, der sorgfälti-ge Blueprint des Curriculums, wird erläutert und von den Teilnehmenden exemplarisch am eigenen Studiengang eingeübt.
        
        Speakers: Prof. Jan P. Ehlers (Universität Witten/Herdecke), Dr. Michaela Zupanic (Universität Witten/Herdecke)
    • 17:15 - 18:15 Impulsforum 1: Studiengangsentwicklung im Fokus
      Location: Geb. 20.30 SR -1.025 (UG)
      • 17:15 Gelungene Praxis Neukonzeptionierung eines multiprofessionellen Studienganges 1h0'
        Der Beitrag geht der Frage nach, wie die Akkreditierung und Neuausrichtung eines Studienganges mit Hilfe der Normalisierungstheorie (May et al 2009) als Weg zur gelungenen Praxis erklärt und nachvollzogen werden kann. Im Zuge der Akkreditierung konnte durch die Verzahnung von Inhalten, Studiengangstruktur und Didaktik eine Studiengangentwicklung mit der neuen Lernform Service Learning und Verbesserung der Studierbarkeit durch Umstrukturierung der Module und Prüfungen erzielt werden. Die Normalisierungstheorie kann als Arbeitsmodell zur Umsetzung einer neuen Praxis in sozialen Organisationen herangezogen werden. Der Fokus liegt auf der Einbettung und Aufrechterhaltung einer neuen Praxis in Interaktionen operationalisiert durch 4 generative Mechanismen: Kohärenz, kognitive Partizipation, kollektives Handeln und reflexives Monitoring. Diese vier Schritte zeigten sich anhand der didaktischen Konzeptionierung, Einbindung der Akteure, kontextuelle Integration und Einsicht in den Nutzen der Neuausrichtung.
        Speaker: Dr. Daniela Schmitz (Universität Witten/Herdecke)
      • 17:15 Das Spannungsfeld von Praxis und Forschung im hochschuldidaktischen Aufgabengebiet der Studiengangentwicklung 1h0'
        Der Bereich Studium und Lehre ist derzeit von einer Dynamik geprägt, die die Hochschuldidaktik vor Grundsatzfragen Ihrer Positionierung im Spannungsfeld von Praxis und Forschung stellt. Um den Anforderungen der Hochschulentwicklung gerecht zu werden, eröffnet das Aufgabengebiet der Studiengangentwicklung einen vielversprechenden Zugang. 
        Im Beitrag wird dargelegt, wie im Kontext der Studiengangentwicklung A) Forschung und Praxis als hochschuldidaktisches Aufgabengebiet verknüpft und damit B) zur Positionierung der Hochschuldidaktik beigetragen werden kann. Dafür wird die zentrale Frage nach den Einflussfaktoren der Studiengangentwicklung beantwortet. Insgesamt wurden 28 curriculare Entwicklungsvorhaben unter Einbezug der Hochschuldidaktik für je ein Jahr konzeptionell unterstützt und in einem damit eng verzahnten Mixed-Method-Design (Dokumentenanalyse, teilstandardisierte Befragung, Online-Befragung) untersucht. 
        Als wichtigster Einflussfaktor kristallisierte sich der Austausch zwischen den beteiligten Akteuren heraus. Eine entsprechende institutionelle Vernetzung ist aktuell jedoch kaum in den universitären Strukturen verankert. Welche Chancen eine solche Integration für die Hochschuldidaktik bietet und welche Voraussetzungen sie benötigt, soll abschließend zum Vortrag diskutiert werden. 
        
        Speaker: Carolin Niethammer (Universität Tübingen, Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung EB/EW)
    • 17:15 - 18:15 Impulsforum 2: Lernraumgestaltung und Prüfungsdatenanalyse als Impulse für hochschuldidaktische Konzepte
      Location: Geb. 20.30 SR - 1.014 (UG)
      • 17:15 Quantitative Prüfungsdatenanalyse als Beitrag zur Lehrentwicklung – Grundlagen, Potentiale und Herausforderungen 1h0'
        Der Beitrag diskutiert die Potentiale von Prüfungsdatenanalysen für verschiedene Zielgruppen (Lehrende, Leitungspersonen, Hochschuldidaktik) unter der Perspektive hochschuldidaktischer Forschung, der Governance an Hochschulen und der praxisbezogenen Weiterentwicklung von Hochschullehre. Hierzu wird auf die Grundlagen der Prüfungsdatenanalyse ebenso eingegangen wie auf diesbezüglicheHerausforderungen.
        Dies erfolgt am Beispiel einer quantitativen Analyse der Prüfungsdaten einer Pädagogischen Hochschule (unter Einbezug von über 40.000 Einzelprüfungen im Zeitraum 2013-2016). Dabei rücken verschiedene Aspekte in den Fokus, u.a. der Zusammenhang von Noten und unterschiedlichen Prüfungsformen, das Notenniveau von Erst- und Wiederholungsprüfungen, Unterschiede zwischen Einzel- und Gruppenprüfungen sowie alters-, geschlechts- und semesterbezogene Einflüsse.
        Aufbauend auf einige ausgewählte Befunde der vorgestellten Prüfungsdatenanalyse wird im Beitrag verdeutlicht, wie die Analyse von Prüfungsdaten helfen kann, Prüfungsformen und -ergebnisse einzuordnen und Problembereiche im Studium, der Hochschullehre und im Prüfungswesen zu identifizieren. Die gewonnenen Erkenntnisse können als Impulsgeber für Studiengangs- und Lehrentwicklung fungieren und zur Entwicklung von "assessment literacy" aufseiten der Lehrenden beitragen.
        
        Speaker: Dr. Falk Scheidig (Pädagogische Hochschule FHNW)
      • 17:15 Das Hochschulmanagement als dritter Pädagoge und Innovationstreiber bei der räumlichen Übersetzung des „Shift from Teaching to Learning“. Zur Verknüpfung von Hochschuldidaktik und Organisationsentwicklung über Lernraumgestaltungsmaßnahmen. 1h0'
        Gesellschaftliche und technologische Transformationsprozesse sowie Erkenntnisse der Lehr- und Lernforschung zur Wissenskonstruktion zeigen die Notwendigkeit zur Umsetzung des Paradigmenwechsels vom Lehren zum Lernen. Im wissenschaftlichen und praktischen Diskurs wird zur Unterstützung der Veränderungen bei Lehr- und Lernprozessen die Bedeutung der Lernraumgestaltung angeführt, über welche Veränderungsprozesse sozialer Handlungen induziert werden können.
        Aufgrund der bisher zurückhaltenden Umsetzung innovativer Lernraumkonzepte an Hochschulen im internationalen Kontext wurden Lernraumgestaltungsmaßnahmen und-prozesse an fünf Hochschulen in Deutschland, Österreich, Schweden, Großbritannien und den USA untersucht. Im Mittelpunkt stand dabei die erkenntnisleitende Fragestellung, welche Faktoren die Integration von Innovationen bei der Lernraumgestaltung an Hochschulen beeinflussen. 
        Mit der Perspektive der Lernraumgestaltung als einen integrativen, disziplinübergreifenden Prozess wurde ein Modell der LernRaumOrganisation entwickelt, um die bestehenden Differenzierungskriterien des Lernraums zu überwinden und damit bestehende Denkmuster aufbrechen zu können. Mit dem Beitrag werden Ergebnisse der Forschungsarbeit auf differenzierten Erkenntnisebenen dargelegt und Handlungsstrategien von Hochschulen zur räumlichen Übersetzung des Paradigmenwechsels diskutiert.
        
        Speaker: Dr. Katja Ninnemann (SRH Hochschule Heidelberg, Akademie für Hochschullehre)
    • 17:15 - 18:15 Impulsforum 3: Fokus Lehrende: Personenzentriertes Coaching und digitale Kompetenzen
      Location: Geb. 20.30 SR -1.012 (UG)
      • 17:15 Der Einsatz des BIP im Coaching an der Hochschule 1h0'
        Im Rahmen eines personzentrierten Coachingkonzepts für Lehrende können psychometrische Verfahren gewinnbringend genutzt werden. Dies wird am Beispiel des Einsatzes des Bochumer Inventars zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP) erläutert. Das von Hossiep entwickelte BIP ist ein gut validierter psychometrischer Test in dem berufliche Orientierung, Arbeitsverhalten, soziale Kompetenzen und psychische Konstitution erfasst werden. Welche Aspekte für Lehrende dabei interessant sind, zeigt sich meist erst im Coaching. Persönlichkeitsdispositionen wie Kontaktfähigkeit, Sensitivität, Durchsetzungsfähigkeit oder Begeisterungsfähigkeit sind besonders für Lehrende oft von großer Bedeutung. Es zeigte sich, dass es besonders wichtig war, das Verfahren in ein gutes Coaching einzubetten. Missverständnisse mussten verhindert werden, insbesondere die Vorstellung, dass es sich um unveränderliche Persönlichkeitseigenschaften handelt. Die Beratungsprozesse waren emotional sehr tief und ermöglichten damit die Entwicklung teilweise gänzlich neuer Perspektiven. Insgesamt kann die Vorgehensweise den Lehrenden in einer effizienten Weise helfen, sich selbst besser einzuschätzen und viel gezielter sinnvolles Feedback zu erfragen und ihr Selbstbild mit Fremdbildern abzugleichen.
        Speaker: Dr. Uwe Fahr (Fortbildungszentrum Hochschullehre, FAU Erlangen)
      • 17:15 Digitale Kompetenzen bei Hochschullehrenden 1h0'
        Angesichts der Herausforderungen einer zunehmenden Digitalisierung der Universitäten und Hochschulen sowie vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Rolle der Hochschullehrenden ist die Entwicklung und Stärkung digitaler Kompetenzen für diese Berufsgruppe von essenzieller Bedeutung (Zawacki-Richter 2013; Hochschulforum Digitalisierung 2016). Der Konferenzbeitrag beschreibt die theoretische Herleitung und Entwicklung eines Kompetenzmodells, mit dem digitale Kompetenzen Hochschullehrender beschrieben werden können. Dazu wird zunächst der Begriff der digitalen Kompetenz (Ferrari 2012; Ilomäki et al. 2011) diskutiert und auf die spezifische Berufsgruppe der Hochschullehrenden übertragen. Ausgehend vom Konstrukt der Digitalen Kompetenz werden verschiedene nationale und internationale Medienkompetenzmodelle betrachtet und aus diesen ein Kompetenzraster abgeleitet mit welchem sich digitale Kompetenzen auf acht Dimensionen und drei Stufen beschreiben und systematisch erfassen lassen (Eichhorn et al. 2017). Abschließend stellt der Beitrag erste Ergebnisse vor, die aus dem Einsatz des Kompetenzrasters im Rahmen hochschul- und mediendidaktischer Qualifizierungsangebote resultieren.
        Speaker: Mr. Michael Eichhorn (Goethe-Universität Frankfurt)
    • 17:15 - 18:15 Impulsforum 4: Zur Wirksamkeit und Qualitätssicherung hochschuldidaktischer Qualifizierungsprogramme
      Location: Geb.20.30 SR -1.011 (UG)
      • 17:15 „Evidenzbasierte Qualitätssicherung des Qualifizierungsprogramms im HDZ Baden-Württemberg“ 1h0'
        Um die Qualität und die Nachhaltigkeit des umfassenden Qualifizierungsprogramms im Hochschuldidaktik-Zentrum Baden-Württemberg (HDZ) zu überprüfen, wird seit 2012 eine längsschnittliche Untersuchung durchgeführt, die sich u.a. an den Learning Outcomes des hochschuldidaktischen Qualifizierungsprogramms orientiert. Gegenstand der Befragungen ist die subjektive Einschätzung der Absolvent*innen bezüglich verschiedener Aspekte zu unterschiedlichen Zeitpunkten (ein Jahr (Stufe 1), vier (Stufe 2) und sechs Jahre (Stufe 3)) nach Zertifikatsabschluss. Die Online-Befragungen 2017 (bei den Absolvent*innen 2016, 2013 und 2010) umfassen neben allgemeinen personenbezogenen Aspekten die Einschätzungen zur Gesamtzufriedenheit, Lerntransfer und Qualität des Zertifikatsprozesses. In die Ergebnisse 2017 fließen in Stufe 1 77 Fragebögen (Rücklaufquote: 48%), in Stufe 2 64 Fragebögen (44%) und in Stufe 3 24 Fragebögen (20%) ein.
        Als Gesamtergebnis aus den drei Befragungen lassen sich eine insgesamt sehr gute Qualität und eine damit verbundene hohe Zufriedenheit mit dem Qualifizierungsprogramm aber auch Weiterentwicklungspotentiale ableiten. Die Beurteilung der Wirksamkeit der hochschuldidaktischen Weiterbildung fiel sowohl nach vier Jahren als auch nach sieben Jahren nach Zertifikatsabschluss überaus positiv aus.
        
        Speakers: Mrs. Silke Weiß (Universität Freiburg), Dr. Cornelia Estner (Universität Ulm), Mrs. Astrid Werner (HDZ Baden-Württemberg)
      • 17:15 Veränderung von lehr-bezogener Selbstwirksamkeit und Selbstkonzept sowie der subjektiven Kompetenzeinschätzung bei Teilnehmenden eines hochschuldidaktischen Qualifizierungsprogramms 1h0'
        Die Qualität von Lehre zu sichern und zu verbessern ist seit vielen Jahren Gegenstand zahlreicher Maßnahmen und an den meisten Hochschulen existieren Zertifikatsprogramme, die neben standardisierten Elementen Spielraum für eine Individualisierung der Qualifizierung vorhalten. Eine standardisierte Erfolgsmessung der Programme ist dadurch erschwert, obwohl insgesamt davon auszugehen ist, dass sich das Handlungsrepertoire der Teilnehmenden erweitert und Lehre als Ganzes als kontrollierbarer eingeschätzt wird, was sich in selbstbezogenen Einstellungen wie Selbstwirksamkeitserwartung und Selbstkonzept niederschlagen sollte. Diese Annahmen untersuchten wir an Teilnehmenden eines hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramm (N = 50). Zu Beginn sowie nach Beendigung des Zertifikats (mittlerer Abstand zwischen Prä- und Postmessung = 4,02 Semester, SD = 1,57) bearbeiteten sie einen Selbstberichtsbogen zu Selbstwirksamkeitserwartung, ihrem Selbstkonzept als Lehrende und ihrer selbsteingeschätzten Kompetenz in verschiedenen lehrrelevanten Bereichen. Wir fanden einen bedeutsamen Anstieg in allen drei Variablen bei gleichzeitiger signifikanter Interkorrelation. Innerhalb der betrachteten Stichprobe profitierten vor allem Teilnehmende mit weniger Lehrerfahrung von der Qualifizierung.
        
        Speaker: Dr. Sabine Fabriz (Goethe-Universität Frankfurt)
    • 17:15 - 18:15 Impulsforum 5: Lernprozesse fördern durch Lerntagebücher und Tests
      Location: Geb. 20.30 SR -1.0313 (UG)
      • 17:15 Effektive Selbstlernphasen ermöglichen 1h0'
        Wie Studierende zu erfolgreichem selbstgesteuertem Lernen angeleitet werden können, ist eine zentrale Frage in der Hochschuldidaktik. Eine Möglichkeit ist der Einsatz eines Lerntagebuchs mit inhaltspezifischen Lernfragen. Die vorliegende Studie beschäftigt sich damit, inwieweit eine solche Methode in der Lehrpraxis Anwendung finden und über hochschuldidaktische Kurse an Dozierende vermittelt werden kann. 
        Mit einem Dozenten der Psychologie (Universität Regensburg) wurde ein Lerntagebuch mit lerninhaltspezifischen Lernfragen entwickelt und in einem Master-Seminar eingesetzt.Variablen des Lernverhaltens wurden mit Fragebögen sowie mit dem Tagebuchverfahren erfasst. Die Methode wurde von Studierenden und Dozenten qualitativ und quantitativ evaluiert. 
        Erste Ergebnisse zeigen, dass besonders die Anwendung von Lernstrategien zur Organisation des Lerninhaltes positiv beeinflusst wird. Die Lernzeit sowie das Kompetenzerleben der Studierenden scheinen sich in Abhängigkeit von den spezifischen Lernfragen zu verändern. Die Methode wird von den Studierenden wie auch vom Dozenten als nützlich bei der Vor- und Nachbereitung von Seminarsitzungen evaluiert. 
        
        Speaker: Dr. Stephanie Hiltmann (Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsdidaktik, Universität Regensburg)
      • 17:15 Der Testungs-Effekt in der Hochschullehre 1h0'
        Aus der empirischen Bildungsforschung und der Kognitionspsychologie sind in jüngerer Zeit verschiedene Lehr- und Lerntechniken für die Lehrpraxis empfohlen worden (z.B.: Dunlosky et al., 2013), die das Potential haben, die Hochschullehre nachhaltig zu verbessern. Zu den vielversprechendsten dieser Techniken gehört der sogenannte Testungs-Effekt: Der aktive Abruf gelernter Inhalte aus dem Gedächtnis mittels Tests führt langfristig zu besseren Lernergebnissen, als die bloße Wiederholung dieser Inhalte, indem man sie erneut studiert.
        
        Der Impulsvortrag stellt den Testungs-Effekt kurz vor und geht dann darauf ein, wie er erfolgreich in der Hochschullehre implementiert werden kann. Er diskutiert, welche Arten von Tests am besten geeignet sind um gute Lernergebnisse zu erzielen, welche Zeitpläne für Tests sinnvoll erscheinen und welche Rolle Test-Feedback bei der Umsetzung spielt. Der Impulsvortrag fasst damit konkrete Handlungsempfehlungen für die Hochschullehre zusammen und lädt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema ein.
        Speaker: Mr. Stefan Saftenberger (Hochschule der Medien)
    • 17:15 - 18:15 Impulsforum 6: Theoretische Impulse für hochschuldidaktische Forschung und Praxis
      Location: Geb. 20.30 SR 0.014
      • 17:15 Pragmatistische Perspektiven für Konzepte der Hochschuldidaktik – Potenziale des Qualifikationsrahmens für Deutsche Hochschulabschlüsse 1h0'
        Die KMK hat 2017 einen neuen Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (HQR) verabschiedet. Dieser bietet für die Hochschuldidaktik relevante Anknüpfungsunkte und enthält ein Kompetenzmodell, das explizit auf das Kompetenzverständnis des Deutschen Bildungsrats rekurriert. Um ein solches handlungsorientiertes Kompetenzverständnis fundiert umsetzen bzw. für konkrete Konzeptionen fruchtbar machen zu können, erscheint der Bezug zum Pragmatismus als äußerst gewinnbringend. Für den Pragmatismus ist es wichtig zu betonen, dass nur durch eigene Handlungen und Erfahrungen (experience) individuell gelernt werden kann.
        Gegenstand des Beitrags wird es zum einen sein, die Frage zu klären, was den Pragmatismus ausmacht und warum er besonders für hochschuldidaktische Kontexte als geeignet erscheint. Dies geschieht bspw. im Hinblick auf die Bedeutsamkeit von Handlungen für  menschliche Lern- und Erkenntnisprozessen sowie das Verhältnis von Theorie und Praxis.
        Trotz des HQR als aktuellem bildungspolitischem Anlass versteht sich der Vortrag als Beitrag zu einer stärkeren lern- und erkenntnistheoretischen theoretischen Grundlegung der Hochschuldi-daktik. 
        
        Speakers: Prof. Uwe Elsholz (Fernuniversität in Hagen), Dr. Rüdiger Wild (Fernuniversität in Hagen)
      • 17:15 Fokus: Lehre. Ein Beitrag aus der Perspektive Allgemeiner Erziehungswissenschaft 1h0'
        Universitäten sind Bildungseinrichtungen, in denen sich akademische, auf Wissenschaft bezogene Lehr- und Lernprozesse vollziehen. Hochschullehre muss dazu Wissenschaft in ihrer disziplinbezogenen Methodik und Methodologie und mit ihren Erkenntnisinteressen und Verwendungsoptionen zu einem Gegenstand der Darstellung, Vermittlung und Aneignung machen. 
        Dieser Beitrag rekonstruiert akademische Lehre aus der Perspektive Allgemeiner Erziehungswissenschaft. Zu diesem Zweck wird die Theoriefigur der „Zeigestruktur der Erziehung“ (K. Prange) veranschlagt, mit der sich die pädagogischen Anteile der Universität erfassen lassen, ohne zu pädagogisieren.
        Hochschuldidaktik kann hier als kritische Instanz anschließen, die sich einer Dienstbarkeit für ein verdinglichendes Qualitätsmanagement versagt und Fragen der Qualität von Lehre durch bildungstheoretische Rekonstruktion behandelt, indem sie sich der Eigen-Logik hochschulischer Lehr- und Lernprozesse im Besonderen und der Strukturlogik von Lehre im Allgemeinen analytisch versichert und die Komplexität von Lehre in ihren Voraussetzungen und kontingenten, adressaten- und kontextsensiblen Gelingensbedingungen fallspezifisch und partizipativ reflektiert.
        
        Speaker: Dr. Rüdiger Rhein (Leibniz Universität Hannover, Zentrale Einrichtung für Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre)
    • 17:15 - 18:15 Impulsforum 7: Durch partizipative Formate Hochschulen neu denken und verändern
      Location: Geb. 20.30 SR 0.019
      • 17:15 Partizipative Didaktik durch Perspektivenwechsel: Das Format der „Reflexionstage“ 1h0'
        Der Beitrag untersucht ein Reflexionsformat, das seit 2010 jährlich an der Hochschule Magdeburg-Stendal stattfindet. An den „Reflexionstagen“ diskutieren Studierende, Lehrende und Verwaltung Themen aus Studium & Lehre sowie hochschul-/bildungspolitische Fragen. Dabei werden u.a. konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die teils zeitnah umgesetzt werden, teils ergebnisoffen „verpuffen“, worin die Grenzen einer solchen Intervention aufscheinen. 
        Erste Ergebnisse der QPL-Begleitevaluation zeigen, dass die studentischen (Nicht-) Beteiligungsformen als Folgen der Bologna-Reform gesehen werden können. Weiterhin changieren die diskursiven Auseinandersetzungen zu Lehr-/Lern-Arrangements zwischen der Verantwortung der (Mit-)Studierenden und derjenigen der Lehrenden, wobei unterschiedliche Erfahrungen bzw. Interessen auch innerhalb der Statusgruppen kollidieren und Veränderungen nur partiell zulassen.
        Wie lassen sich die diskursiven Ergebnisse der „Reflexionstage“ sowie ihrer Evaluation verallgemeinern? Die gehemmte Mitbestimmungsbereitschaft ist kein campusspezifisches Phänomen, auch nicht die diversen Haltungen sowie strukturelle Widersprüche. Ihnen kann aber begegnet werden, durch die Entwicklung von Hochschule als Partizipationsraum (Mayrberger 2013), der etwa agil (Arn 2016) das Einschwingen auf die Lehr-/Lernsituation ermöglicht.
        
        Speaker: Dr. Heike Kanter (Hochschule Magdeburg-Stendal)
      • 17:15 Gefangen in der Lehr- und Lernmaschine – wo bleibt „New Work“ in der Hochschullehre? 1h0'
        „New Work" ist in aller Munde - Unternehmensberatung und Coaching, Blogs und andere Publikationen, TED Talks und Konferenzen greifen das Thema auf und verkünden neue Möglichkeiten des Arbeitens. Ob Design Thinking, Co-Creation oder Inkubator - die Suche nach den „Happy Working People“ in der Wirtschaft wird flankiert von einigen wegweisenden wissenschaftlichen Publikationen. Im Kern geht es darum, Arbeitnehmer und Führungskräfte als eigenverantwortliche Akteure aufzufassen, deren Handlungsfreiheit für Organisationen eine wichtige Ressource sein kann.
         
        Unser Vortrag fragt, was Lehrende und Forschende an Hochschulen darüber denken und was Studierende einfordern. Welche Themen und Methoden finden ihren Weg in die Lehre? Wir stellen die für die Hochschullehre inspirierenden Strömungen und Akteure der „New Work“ vor und gehen auf die Suche nach Diskursen, die einen Bezug zu Themen der Lehre erkennen lassen. Als Praxisbeispiel stellen wir den Studiengang „Code & Context“ vor, der derzeit an der TH Köln wird konzipiert wird.
        
        Speakers: Dr. Antonia Wunderlich (Impulse für Hochschulen), Mrs. Susanne Gotzen (TH Köln), Prof. Stefan Bente (TH Köln)
    • 17:15 - 18:15 Impulsforum 8: Hochschuldidaktik an der Schnittstelle vielfältiger Fachkulturen und -didaktiken
      Location: Geb. 20.30 SR 0.016
      • 17:15 Hochschuldidaktische Fachtandems als erfolgversprechendes Konzept für die Zusammenarbeit von Hochschuldidaktik und Natur-/Ingenieurwissenschaften am KIT 1h0'
        Die Akzeptanz von hochschuldidaktischen Angeboten stellt eine grundlegende Herausforderung dar, mit der viele hochschuldidaktische Einrichtungen an Universitäten konfrontiert sind (vgl. Baumeister u.a. 2011; Klinger 2013; Fleischmann u.a. 2017). 
        Im Vortrag wird dargestellt, wie die Akzeptanz als maßgeblicher Einflussfaktor auf intendierte (Lehr-) Handlungen im Rahmen des Integrierten Lern- und Handlungsmodells nach Rost/Martens (1998) & Martens (2012) in Bezug zur Motivierungs- und Intentionsphase gesetzt werden und damit ihre Wir-kung entfalten kann. Dabei wird der Begriff der Fachkultur hinsichtlich ihrer jeweiligen Unterschei-dungsmerkmale wie dem fachspezifischen Habitus (Huber 1991), den Interaktionsstrukturen, der Lehrkultur- und Lehrorganisation, den Partizipationschancen (vgl. Bernstein 1977) aber auch ihrem Fokus auf Erkenntnisweise und  ziel (vgl. Becher/Trowler 2001) beleuchtet. Als fachspezifische Best-Practice-Beispiele werden sowohl das Konzept hochschuldidaktischer Fachtandems als auch die ers-ten Arbeitsergebnisse im Rahmen von Studiengangentwicklungsprozessen und der strategischen Weiterentwicklung der forschungsorientierten Lehre am KIT vorgestellt. 
        
        Speakers: Ms. Katrin Klink (Karlsruher Institut für Technologie, Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung), Ms. Katrin Heß (Karlsruher Institut für Technologie, Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung), Ms. Patrizia Schostok (Karlsruher Institut für Technologie, Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung), Ms. Nathalie Lenges (Karlsruher Institut für Technologie, Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung)
      • 17:15 Kontaktzone Text. Schreiben und Publizieren über Lehre als transdisziplinäres und transprofessionelles Übersetzen 1h0'
        Fachbezogene Hochschuldidaktik ist auf Kontaktzonen angewiesen, in denen Lehrende und Hochschul-didaktiker_innen Übersetzungsarbeit leisten und gemeinsam Lehre gestalten.
        Der Beitrag stellt ein Projekt vor, mit dem solche Kontaktzonen anhand von Publikationen, Veranstaltungen und Fachnetzwerken – ausgehend von der hochschuldidaktischen Fachkulturdiskussion (Huber 1991; Huber 2011; Kreber 2009; Trowler/Saunders/Bamber 2014) und kulturwissenschaftlicher Erforschung kultureller Transfers – untersucht werden. 
        Insbesondere übersetzungstheoretische Ansätze eignen sich, Prozesse der Aneignung und Transformation zu verstehen, die stattfinden, wenn Ideen oder Konzepte zwischen Kontexten übertragen werden (Bachmann-Medick 2002; Bachmann-Medick 2012). Dabei werden häufig Reisemetaphern genutzt (Neumann/ Nünning 2012). So geht beispielsweise Mieke Bal davon aus, dass Konzepte in Bewegung sind: “They travel – between disciplines, between individual scholars, between historical periods, and between geographically dispersed academic communities. Between disciplines, their meaning, reach, and operational value differ” (Bal 2002, 24). Wie diese Idee des „Reisens“ für die fachbezogene Hochschuldidaktik genutzt werden kann, zeigt der Beitrag durch die Analyse ausgewählter hochschuldidaktischer Publikationen geisteswissenschaftlicher Fächer. 
        
        Speaker: Dr. Cornelia Kenneweg (freiberufliche Trainerin)
    • 17:15 - 18:15 Impulsforum 9: Die Rolle von Hochschuldidaktik in der Organisationsentwicklung
      Location: Geb. 20.30 SR -1.017 (UG)
      • 17:15 Von der Hochschuldidaktik zur Organisationsentwicklung – HochschuldidaktikerInnen als WissenschaftsmanagerInnen 1h0'
        Die Rolle der Hochschuldidaktik innerhalb der Organisationsentwicklung von Hochschulen muss keineswegs nur auf die Rolle von Inputgeber*innen auf der Ebene einzelner Lehrender beschränkt sein. Vielmehr sind sie als Bestandteil des Third Space in der Lage, Veränderungsprozesse durch die Anwendung hochschuldidaktischer Modelle und Methoden strukturiert zu planen, zielgerichtet durchzuführen und erfolgreich abzuschließen. Die Hochschuldidaktik generiert einen Mehrwert für die Hochschulen, indem sie nicht nur die Lehre weiterentwickeln, sondern zudem in der Lage ist, übergreifende Veränderungsprozesse in den Hochschulen erfolgreich zu begleiten. Sie werden somit zu Organisationsentwicklern.
        
        Leitfragen für die Diskussion ergeben sich u.a. aus den Forschungsfragen:
        • Welche hochschuldidaktischen Elemente können in der Organisationsentwicklung nutzbar sein?
        • Welche strategischen Prozesse gibt es (aus der Erfahrung der Teilnehmer*innen am Impulsfo-rum) an Hochschulen, in denen die Hochschuldidaktik die Rolle der Organisationsentwick-lung übernehmen kann?
        
        Speakers: Mrs. Kathrin Seifert (TU Clausthal), Mr. Jürgen Lars Sackbrook (TU Clausthal)
      • 17:15 Von der Lehrverfassung zum Leitbild Lehre - von der Begriffsdiffusion zur Prozessarchitektur 1h0'
        In seinem Positionspapier „Strategien für die Hochschullehre“ fordert der Wissenschaftsrat die Etablierung von Lehrverfassungen und versteht die Hochschule dabei als lernende Organisation, welche diskursiv Strategien zur Professionalisierung der Lehre entwickelt. 
        Was bedeutet es, die Hochschule als Organisation zu verstehen (Hüther & Krücken)? Inwiefern können Lehrverfassungen in Form eines Leitbilds für Lehre zur Profilbildung von Hochschulen beitragen? Welche Gelingensbedingungen und Prozessarchitekturen können zur Etablierung eines Leitbilds für Lehre beitragen? 
        Der Impulsvortrag setzt sich mit der Theorie zu Hochschule als Organisation auseinander. Vor diesem Hintergrund wird der Begriff der Lehrverfassung diskutiert. In einem weiteren Schritt wird die Prozessarchitektur, bzw. der Weg zur Entwicklung eines Leitbilds für Lehre – auch im Hinblick auf Chancen, Risiken, Hindernisse und Erfolge – am Beispiel der Hochschule für Medien vorgestellt. Abschließend werden Möglichkeiten zur nachhaltigen Etablierung eines Leitbilds für Lehre sowie die Verbindlichkeit von Werten, die im Rahmen eines Leitbild-Prozesses entwickelt werden, diskutiert. 
        
        Speaker: Dr. Stephanie Mueller-Otto (Hochschule der Medien Stuttgart)
    • 17:15 - 18:15 Impulsforum 10: Reflexionen zur Qualifizierung von Tutor*innen
      Location: Geb. 20.30 SR -1.009 (UG)
      • 17:15 Modularisierung von multiplikatorenbasierten Tutorenschulungen (Erfahrungsbericht) 1h0'
        Mit TutorPlus führt die LMU seit 2012 erfolgreich eine multipliktorenbasierte Qualifizierung von Dozierenden durch, in ihrem Fachgebiet TutorInnen zu schulen (Antosch-Bardohn & Primus, 2015; Sczepanski et al., 2016). Dennoch werden bislang nicht alle TutorInnen erreicht. Außerdem ist bei den AusbilderInnen aus diversen Gründen eine 25%ige Ausfallrate zu verzeichnen. 
        Als Antwort darauf soll zusätzlich zum bestehenden Schulungsangebot die Tutorenqualifizierung modularisiert werden. Dazu bieten TutorenausbilderInnen einzelne thematische Schulungseinheiten (z.B. Rollenreflexion, interaktive Lernmethoden etc.) in einem offenen Pool an. Tutoren wählen selbständig Schulungseinheiten aus und lassen die Teilnahme zertifizieren. 
        Durch die Modularisierung werden zwei Perspektiven berücksichtigt: Aus der Studierendenperspektive „Wie qualifiziere ich mich als TutorIn?“ und aus der Lehrendenperspektive „Wie erhalte ich qualifizierte TutorInnen?“ 
        Die ersten Erfahrungen zeigen, dass die Bündelung von Ausbildungsteilen zu einer starken Entlastung der TutorenausbilderInnen führt. Mit der Umsetzung der Modularisierung ist die LMU eine der wenigen Universitäten mit einem breiten, multiplikatorenbasierten Angebot für TutorInnen aller Fachbereiche.
        
        Speaker: Dr. Andreas Hendrich (LMU)
      • 17:15 Welches Lehrverhalten zeigen geschulte Tutor/innen? Eine explorative Analyse selbst- und fremdwahrnehmungsbasierter Reflexionsberichte 1h0'
        Der Einsatz von Tutor/innen in der universitären Lehre ist weit verbreitet. Um sie auf die Übernahme von Lehraufgaben vorzubereiten, ist ihre Schulung von großer Bedeutung. Es hat sich gezeigt, dass geschulte Tutor/innen über ein höheres Niveau von didaktischem Wissen, selbsteingeschätzter Kompetenz und Selbstwirksamkeit verfügen (Glathe, 2017). Weitere Untersuchungen stützen sich meist allein auf Evaluationsbögen (Gerald, 2015), die jedoch vorwiegend die Zufriedenheit erfassen und keinen Aussagewert über den Praxistransfer enthalten. 
        Dieser Beitrag schließt diese Forschungslücke, indem er 44 Hospitationsberichte hinsichtlich der Frage analysiert, welche Schulungsinhalte umgesetzt werden. Die Auswertung anhand der qualitativen Inhaltsanalyse (Mayring, 2010) beinhaltet sowohl die Selbsteinschätzung des/der Tutor/in als auch die Fremdeinschätzung des/der Hospitanten/in. 
        Die Ergebnisse lassen erkennen, dass die Tutor/innen viele Schulungsinhalte in ihren Tutorien umsetzen: Insbesondere das zentrale Schulungsziel einer die Studierenden aktivierenden Lehrgestaltung zeigt sich in ihrem Lehrverhalten. 
        Die gewonnenen Erkenntnisse werden im Sinne der Organisationsentwicklung in die Fachwissenschaften zurückgespiegelt, um gemeinsam Handlungsstrategien abzuleiten. 
        
        Speakers: Ms. Jenny Alice Rohde (Technische Universität Hamburg), Dr. Nadine Stahlberg (Technische Universität Hamburg)
    • 18:15 - 19:00 Pause
    • 18:20 - 20:30 dghd-Mitgliederversammlung
    • 19:00 - 20:30 Stadtführung in Karlsruhe
    • 20:30 - 22:00 Abendprogramm „HDZ BaWü lädt ein“ – Wer wir sind?!
  • Thursday, 1 March 2018
    • 08:30 - 11:45 Workshops
      • 08:30 Digitalisierung der Hochschuldidaktik – Wie können konkrete Schritte zur Verzahnung von E-Learning und Hochschuldidaktik gestaltet werden? 1h30' ( Geb. 20.30. SR -1.015 (UG) )
        E-Learning in der Lehre an Hochschulen einzusetzen erscheint sinnvoll, denn digitale Medien beinhalten das Potenzial die Qualität der Lehre zu verbessern. Oftmals sind Lehrende nicht ausreichend mediendidaktisch und technisch geschult, um digitale Medien einzusetzen. Daher erscheint eine stärkere Verzahnung mit der Hochschuldidaktik sinnvoll. 
        Im Workshop werden mit der Methode Marktplatz folgende Themenfelder bearbeitet, die sich aus vorhergehenden Tagungen herauskristallisiert haben:
        • Gemeinsames Leitbild „Gute Lehre“
        Damit die Digitalisierung in der Lehre verankert wird, ist es vorteilhaft, wenn beim Leitbild Lehre die Digitalisierung der Lehre mitgedacht wird.
        • PEER – Learning
        Erfahrungen Gleichgesinnter bilden die Basis für den gemeinsamen Austausch, um einerseits von diesen zu profitieren und andererseits Fehler zu vermeiden.
        • Anreizsysteme
        Welche Anreizsysteme zur Förderung der Digitalisierung der Lehre sind denkbar und wie könnten entsprechende Umsetzungsschritte aussehen.
        • Begleitende kommunikative Maßnahmen
        Welche kommunikativen Maßnahmen werden zur Etablierung des Digitalisierungsgedanken bereits genutzt, wie können diese adaptiert werden und welche Ideen gibt es darüber hinaus. 
        
        Speakers: Mrs. Nicole Engelhardt (FernUni Hagen), Mrs. Prey Gisela (Hochschule München), Mrs. Iris Neiske (Hochschuldidaktik Universität Paderborn)
      • 08:30 Aktiv in der Lehre an der Medizinischen Hochschule Hannover. Von einem (fach)didaktischen Qualifizierungsprogramm zu einer nachhaltigen Lehrentwicklung. 1h30' ( Geb. 20.30. SR -1.008 (UG) )
        „Aktiv in der Lehre“ (AidL) ist ein umfassendes medizindidaktisches Qualifizierungsprogramm an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), das seit 2005 in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen (KHN) angeboten wird. 
        Das Qualifizierungsprogramm ist in die Begleitforschung zum Qualitätspakt Lehre eingebunden. Das Projekt „Kompetenzentwicklung und Lerntransfer in der Hochschullehre“ (Fördernummer 01PB14014) untersucht, wie sich Wissen und Können der Lehrenden im pädagogischen, methodisch-didaktischen Bereich entwickeln und welche Einflussfaktoren den Lerntransfer von Hochschullehrenden befördern bzw. erschweren. 
        
        In dem Beitrag werden folgende Aspekte dargelegt und diskutiert:
        - Aufbau und Erfolgsfaktoren des Konzeptes, 
        - Zusammenspiel von fachdidaktischer und fachübergreifender Hochschuldidaktik,
        - Analyse des Wissens und der Kompetenzen der Teilnehmenden im pädagogischen, methodisch-didaktischen Bereich.
        Impulse für den gemeinsamen Austausch: 
        - Vergleichserfahrungen mit medizindidaktischen Programmen, festen Weiterbildungsgruppen sowie Mischformen fachdidaktischer und fachübergreifender Programme,
        - Wirkungen durch umfassende Qualifizierungsprogramme.
        
        Speakers: Mr. Volker Voigt (Komptetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen), Dr. Sabine Marx (Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen), Ms. Lara Gottfried (TU Braunschweig)
      • 08:30 TRANSFER – Lehrende als Multiplikator_innen in der Hochschuldidaktik auf allen Ebenen einbinden 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.017 (UG) )
        Viele Hochschulen fördern innovative Lehr-Lern-Projekte. Es stellt sich die Frage, wie am Ende dieser Förderungen die erprobten und für gut befundenen Ideen sowie die dabei gewonnene Expertise der Lehrenden eine weitere Verbreitung innerhalb und außerhalb der jeweiligen Fachdisziplin finden kann. Dabei ist das Konzept des Multiplikator_innenansatzes hilfreich. Dadurch wird gewährleistet, dass die gewonnene Expertise auch nach der Projektförderung erhalten bleibt und weitergetragen wird. 
        Neben der Betrachtung der Ebene, auf der sich Lehrende mit Interessierten über einzelne Lehrveranstaltungen austauschen, wird im Workshop auch der Horizont aufgespannt und diskutiert, wie es gelingen kann, diese Multiplikator_innen in Curriculumentwicklungsprozesse einzubinden. 
        Zentrales Anliegen des Workshops ist es, konkrete Möglichkeiten bzw. Formen des Einbezugs von Lehrenden als Multiplikator_innen kennenzulernen, sich darüber auszutauschen und diese für die eigene Praxis zu reflektieren und zu prüfen. Eine Rolle soll dabei auch das Thema der Honorierung des zusätzlichen Engagements der Multiplikator_inen einnehmen. 
        
        Speakers: Mandi Strambowski (Universität Leipzig, LaborUniversität), Marit Vissiennon (Universität Leipzig, LaborUniversität), Beatrice Hartung (Universität Leipzig, LaborUniversität), Dr. Katrin Rockenbauch (Universität Leipzig, Lehrpraxis im Transfer plus), Cornelia Grunert (Universität Leipzig, Lehrpraxis im Transfer plus)
      • 08:30 Lässt sich Forschendes Lernen planen? Curriculare Verankerung mit Hilfe des „Zürcher Frameworks“ – Möglichkeiten und Grenzen 1h30' ( Geb. 20.30 SR 0.016 )
        FL wird überwiegend innerhalb einzelner Veranstaltungen eingesetzt. Durch  gut strukturierte Studienverlaufspläne und eine zeitliche Entzerrung über mehrere Semester könnte die Umsetzung erheblich erleichtert werden. Studentische Forschung würde so zum gemeinsamen Ziel ganzer Fachbereiche oder Hochschulen. 
        Mit dem Zürcher Frameworkmodell liegt seit 2012 ein Modell für eine strukturierte Studiengangsentwicklung vor. Während dieses Modell sich analytisch als Instrument zur Bestandsaufnahme bewährt hat, hakt es bei der konkreten Umsetzung  vielfach.
        Auf Basis des Frameworkmodells wollen wir nach Möglichkeiten suchen, die einzelnen Phasen in aufeinander abgestimmte Schritte ins Curriculum zu integrieren und Perspektiven wie auch Grenzen dieser Integration herausarbeiten. 
        Leitfragen des Workshops wären: 
        -	Wann sollte FL im Studium durchgeführt werden?
        -	Welche Vorteile hätte eine Entzerrung über den Verlauf des Studiums hinweg?
        -	Sollte die Teilnahme am FL fakultativ oder obligatorisch sein?
        -	Welche Fachspezifika sind zu berücksichtigen?  
        
        Speakers: Susanne Wimmelmann (Univeristät Göttingen), Wolfgang Deicke (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Kerrin Riewerts (Universität Bielefeld), Prof. Peter Tremp (Pädagogische Hochschule Zürich)
      • 08:30 Service Learning in Hochschullehre & Hochschuldidaktik forschungsorientiert gestalten 1h30' ( Geb. 20.30 SR 0.019 )
        In der deutschen Hochschullehre bilden Service Learning-Veranstaltungen noch immer eine Ausnahme, was häufig mit einem erhöhten zeitlichen und finanziellen Aufwand begründet wird. Dementsprechend steht auch die Begleitforschung zu Service Learning noch eher am Anfang.  
        Ziel des Workshops ist es, unter Einbezug der bisherigen Erkenntnisse aus Forschung und Praxis Herausforderungen bei der Planung, Durchführung und Evaluation von Service Learning-Veranstaltungen sowie dazugehörige Lösungsansätze zu erarbeiten. Ergänzend ist die gemeinsame Erarbeitung einer Prozessbeschreibung für die didaktische sowie organisatorische Planung und Umsetzung von Service Learning in der Hochschullehre denkbar. 
        Als Grundlage für die Diskussion bringen die Workshopleiterinnen neben einem Input zu Service Learning als Lehr-Lern-Format und dessen Umsetzung ihre Erfahrungen aus eigenen Service Learning-Projekten und deren Evaluation ein. Die weitere Gestaltung des Workshops sieht vor, zunächst generalisierbare Herausforderungen in Gruppenarbeitsphasen zu erarbeiten und im Anschluss im Plenum Lösungsansätze zur Diskussion zu stellen. Als Ausblick werden Möglichkeiten der weiteren gemeinsamen Arbeit an einer Prozessbeschreibung eruiert.
        
        Speakers: Dr. Claudia Burger (Goethe-Universität Frankfurt am Main, IKH), Mrs. Julia Mordel (Goethe-Universität Frankfurt am Main, IKH)
      • 08:30 Online International Learning (OIL.UP) - Internationalisierung durch kollaboratives E-Learning 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.013 (UG) )
        Der Workshop fokussiert auf international-kollaborative blended learning Szenarien, um Möglichkeiten und Grenzen studentischer digitaler Mobilität, als Brücke zwischen physischer incoming und/oder outgoing Mobilität, auszuloten. Darüber hinaus wird gefragt, inwiefern sich diese Szenarien als Mittel zur Förderung von Fach-, Medien- und Sprach- sowie transkulturellen Kompetenzen eignen. Konkret geht es um das Herausarbeiten von Gelingensbedingungen organisatorisch-administrativer, mediendidaktischer und technischer Konzepte zur Gestaltung hybrider Lehr-Lernszenarien, bei denen Präsenz- und Onlinephasen systematisch ineinandergreifen. 
        Im Workshop werden drei Perspektiven eingenommen: die der strategische Hochschulentwicklung, die der Lehrenden und die der Studierenden. Am Beispiel von zwei Methodologien der Kursentwicklung – Kurzeitkollaborationen und längerfristigen Lehr-Lernprojekten – werden der Einsatz digitaler Medien, seine hochschuldidaktischen Implikationen und die Wechselwirkungen mit der (internationalen) Politik diskutiert. Hierdurch wird Raum geschaffen, um mit den Teilnehmenden über die Internationalisierung durch Digitalisierung und damit der Gestaltung der Lehre ins Gespräch zu kommen.
        
        Speakers: Mr. Alexander Knoth (University of Potsdam, Institute for Computer Science, Chair for Complex Multimedia Application Architektures), Mrs. Anna Charlotte Spiegelberg (University of Potsdam, Institute for Computer Science, Chair for Complex Multimedia Application Architectures)
      • 08:30 Die Rolle der Hochschuldidaktik in einer ganzheitlichen akademischen Personalentwicklung 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.011 (UG) )
        Die akademische Personalentwicklung wird für Universitäten zunehmend bedeutsamer, um durch Förderung wissenschaftlicher Exzellenz deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen (Weisweiler et al., 2011). Besondere Relevanz haben die Qualität von Lehre und Forschung sowie die Attraktivität für den akademischen Nachwuchs (Krempkow et al., 2016). Da hierbei die Hochschullehre wichtiger wird, ist dies eine Chance für die Hochschuldidaktik sich stärker in die Organisationsentwicklung einzubringen.
        
        Bislang bieten an der Universität Zürich verschiedene Abteilungen akademische Personalentwicklung an. Diese Strukturen erschweren eine systematische Verknüpfung und die Angebote erreichen die Zielgruppen nicht zufriedenstellend.
        Eine Initiative verschiedener Akteure, darunter die Hochschuldidaktische Weiterbildung, entwickelt derzeit verzahnte Weiterbildungsangebote für verschiedene akademische Karrierestufen. Diese sollen einen holistischen Blick für die Rollen- und Aufgabenvielfalt ermöglichen und eine kontinuierliche Personalentwicklung fördern. 
        Das Programm für neuberufene Professorinnen und Professoren integriert Forschung, Lehre und akademische Selbstverwaltung. 
        Im Workshop sollen ganzheitliche Angebote der akademischen Personalentwicklung unter Beteiligung hochschuldidaktischer Einheiten diskutiert, die Zusammenarbeit reflektiert und Gelingensbedingungen gesammelt werden.
        
        Speakers: Ms. Anja Pawelleck (University of Zurich), Dr. Franziska Jäpel (University of Zurich)
      • 08:30 Internationalisierung von Studium und Lehre: Welche Selbstverständnisse und Fremdwahrnehmungen leiten die Gestaltung hochschuldidaktischer Angebote und Aktivitäten im Themenfeld? 3h15'
        Internationalisierung von Studium und Lehre ist eine Querschnittsaufgabe für die Hochschulen. Das Anliegen dieses 180-minütigen Workshops ist es, diskursiv und analytisch zu erfassen, wie Vertreter/-innen der Hochschuldidaktik, die in diesem Themenfeld tätig sind, arbeiten und warum. Ausgangspunkt sind die Annahmen, dass die Wahrnehmung von Handlungsfeldern sowie die Gestaltung der professionellen Praxis und hochschuldidaktischen Angebote von verschiedenen professionellen Selbstverständnissen und Fremdwahrnehmungen der Hochschuldidaktik an den Hochschulen beeinflusst wird. 
        Der Einfluss dieser Faktoren soll in aufeinander aufbauenden Arbeitsphasen ergründet werden. Angeregt wird die Arbeit im Workshop durch zwei exemplarische Praxismodelle, in Anlehnung an die hochschuldidaktischen Rollen- und Kompetenzprofile der dghd-Arbeitsgruppe Weiterbildung und unter Berücksichtigung zweier Hochschultypen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden soll herausgearbeitet werden, ob sich innerhalb der Zielgruppe unterschiedliche Modelle erkennen lassen und wie diese aussehen.
        Ziel des Workshops ist es, die Praktiken zu systematisieren und daraus Hinweise für eine nachhaltige Professionalisierung der in der Internationalisierung von Studium und Lehre tätigen Hochschuldidaktiker/-innen abzuleiten.
        
        Speakers: Mrs. Katja Eisenächer (Hochschule Magdeburg-Stendal), Mrs. Claudia Wendt (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
      • 10:15 Direkte Anwendbarkeit vs. reflexive Tiefe – Diskussion des Umgangs mit diesem Spannungsfeld in hochschuldidaktischen Workshops 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.011 (UG) )
        Handlungsorientierung, Interaktion, Anwendung und Transfer der Inhalte in den eigenen Lehralltag sind die wesentlichen Merkmale eines Angebots für Lehrende, die sich hochschuldidaktisch weiter qualifizieren. Fortbildungen, in denen das eigene Methodenrepertoire erweitert wird, stehen hoch im Kurs und haben große Relevanz für die Professionalisierung.
        Doch wie steht es um Angebote, in denen der Mitnahmeeffekt der behandelten Inhalte sich nicht immer gleich in konkreten Methoden und Übungen abbilden lässt und die sich nicht direkt auf die nächste Lehrveranstaltung übertragen lassen? 
        Im dghd18-Workshop kommen wir mit Interessierten in die Diskussion zu reflexionsgestützten hochschuldidaktischen Angeboten zur Professionalisierung des Selbstverständnisses als Lehrende/r. Wir laden Sie dazu ein, leitfragengestützt über das Spannungsfeld zwischen der direkten Anwendbarkeit und der reflexiven Tiefe hochschuldidaktischer Angebote zur Lehrprofessionalisierung zu sprechen. Ziel ist, eigene Strategien für einen professionellen Umgang mit dieser Herausforderung zu entwickeln.
        
        Speakers: Kristina Müller (Ruhr-Universität Bochum), Julia Philipp (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Martina Schmohr (Ruhr-Universität Bochum)
      • 10:15 FALLBASIERTE FÖRDERUNG DER DIAGNOSE- UND PLANUNGSFÄHIGKEITEN VON LEHRAMTSSTUDIERENDEN MIT E-LEARNING-SZENARIEN 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.013 (UG) )
        Für das Lehren und Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht ist es entscheidend, auf den individuellen Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler aufzubauen. Lehrkräfte müssen diese diagnostizieren und sie bei ihrer Unterrichtsplanung berücksichtigen. Obwohl die Forschung zu Schülervorstellungen seit Jahrzehnten einen naturwissenschaftsdidaktischen Schwerpunkt bildet, fehlen Lehramtsstudierenden und Lehrkräften Wissen über die Relevanz von Schülervorstellungen und Methoden für die Umsetzung im Unterricht. Eine Möglichkeit zur Förderung einer professionellen Diagnose- und Planungsfähigkeiten bietet der Einsatz von Video-Vignetten im Rahmen des fallbasierten Lernens.
        Im Workshop werden Beispiele aus der Chemie- und Biologiedidaktik präsentiert und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bearbeitet. Schwerpunkte sind die grundlegende Konzeption der Video-Vignetten und ihre Einsatzmöglichkeiten in der universitären (fachdidaktischen) Lehrerbildung. Hierzu wird die Umsetzung der fallbasierten Lernmodule auf einer E-Learning-Plattform (ILIAS) vorgestellt. Möglichkeiten der Übertragung auf andere Fächer sowie Inhalte werden diskutiert.
        Ergänzend zum Workshop wird die jeweilige Gestaltung der Lehrveranstaltungen auf zwei Postern präsentiert.
        
        Speakers: Dr. Sarah Dannemann (Leibniz Universität Hannover, IDN), Julian Heeg (Leibniz Universität Hannover - Institut für Didaktik der Naturwissenschaften)
      • 10:15 Rigour versus Relevance - Anspruch und Wirklichkeit des Scholarship of Teaching and Learning 1h30'
        Basierend auf der Zunahme der Veröffentlichungen zu Lehrforschungsprojekten im Sinne des Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) problematisiert der Workshop die (methodische) Qualität der SoTL-Projekte. Die forschungsmethodischen Ansprüche an die die Projekte der Lehrenden, die sich häufig ohne sozialwissenschaftlichen Hintergrund mit SoTL auf ein für sie „unbekanntes“ Forschungsterrain begeben, sollen diskutiert werden.
        
        Folgende Fragen werden dabei fokussiert: 
        In welchem Umfang können empirische Qualitätsstandards an SoTL-basierte Lehrforschungsprojekte angelegt werden? 
        Wie kann die Qualität der zur Veröffentlichung angedachten Projektberichte und damit die Verwertbarkeit der Ergebnisse sichergestellt werden?
        Wie können wir der Verantwortung der Hochschuldidaktik gegenüber den Lehrenden bei der Prozessbegleitung der Lehrforschungsprojekte gerecht werden?
        Wie kann daraus resultierend eine hochschuldidaktische Begleitung aussehen?
        
        Die Ziele des Workshops sind entsprechend:
        - Diskussion über Notwendigkeit von Qualitätsstandards in SoTL-Projekten
        - Sammlung erster Qualitätskriterien für SoTL-Lehrforschungsprojekte
        - Ideen zur Umsetzung der Qualitätskriterien in SoTL-Konzepten
        
        Speakers: Rebecca Schulte (Universität Paderborn), Robert Kordts-Freudinger (Universität Paderborn), Mr. Jonas Leschke (Universität Paderborn)
      • 10:15 Kompetenzentwicklung mit forschendem Blick 1h30' ( Geb. 20.30 SR 0.016 )
        Wie  lassen sich die Art und Weisen, wie und mit welchen Zielen in zentralen Einrichtungen wissenschaftliche Dienstleistungen, wie z. B. im Rahmen von Hochschuldidaktik- und/oder Schlüsselkompetenzen-Zentren, erbracht werden, auch als explizierbare Forschungsanteile weiterentwickeln oder noch sichtbarer machen?
        Die Motivation zu dem Workshops wird von der Idee getragen, gemeinsam mit Hochschuldidaktiker_innen, Hochschullehrenden und weiteren Kompetenzentwickler_innen zu diskutieren, wie im Prozess der fachübergreifenden hochschulischen Kompetenzentwicklung - z. B. im Rahmen von „Hochschuldidaktik“ und/oder „Schlüsselkompetenzen“ o. ä. - perspektivenreich und anwendungsorientiert übertragungsfähige hochschulübergreifende Erkenntnisse sichtbar erzielt werden können. Dabei soll anerkannt werden, dass Forschung in kleineren wissenschaftlichen Zentren zwar nicht in den Mittelpunkt rücken kann, aber substanziell integriert und als Querschnittsaufgabe verankert werden kann. Indem im state of the art z. B. Hochschuldidaktik- oder Schlüsselkompetenzen o. ä. entwickelt, gelehrt, gelernt, gebildet, geprüft, präsentiert, debattiert, projektiert und beraten werden, generieren sich mindestens implizit hochschulübergreifende Erkenntnisse bzw. Methoden, die es als Forschungsperspektiven noch explizierter zu entdecken gilt.
        
        Speaker: Dr. Birgit Roßmanith (UdS-Zentrum für Schlüsselkompetenzen und Hochschuldidaktik)
      • 10:15 Interdisziplinäre und kritische Perspektiven auf Entrepreneurship an den Hochschulen 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.017 (UG) )
        Entrepreneurship hat Konjunktur. Seit einigen Jahren findet der Begriff aus der Perspektive der Organisationsentwicklung sowie in der Hochschuldidaktik zunehmend Beachtung und strukturelle Unterstützung. In der Lehre wird der Blick häufiger auf die Entwicklung ‚unternehmerischer‘ Kompetenzen und gründungsrelevanten Fachwissens gerichtet. Vor allem Start-ups werden vielfältige Potentiale zugesprochen: als Alternative zu traditionellen Karrierewegen, als Bestandteil der ‚Third Mission‘ und als Faktor regionaler Wirtschaftsentwicklung. 
        Neben großer Zuversicht in die Vorteile einer entrepreneurialen Haltung und Ausbildung ist auch Skepsis zu beobachten: Obwohl der Begriff viele Auslegungsmöglichkeiten bietet, scheint er für unterschiedliche Fachkulturen und Funktionsgruppen sehr unterschiedlich anschlussfähig zu sein. In diesem Workshop sollen positive wie problematische Aspekte, interdisziplinäre Anschlussfähigkeiten sowie Schlussfolgerungen für die Hochschullehre diskutiert werden. 
        Interessierte Tagungsteilnehmende erhalten die Möglichkeit, sich über einen wichtigen Trend in Hochschuldidaktik und Organisationsentwicklung auszutauschen, kritische Fragen zu stellen und Impulse für interdisziplinäre Sichtweisen zu erhalten. Hinweise auf Forschungsliteratur und Projektbeispiele zu Entrepreneurship Education werden bereitgehalten.
        
        Speakers: Ms. Katharina Zilles (Ruhr Universität Bochum, Projekt ELLI), Mr. Lukas Piechulek (Ruhr Universität Bochum, Zentrum für ökonomische Bildung), Dr. Ronald Kriedel (Technische Universität Dortmund), Jan-Martin Geiger (Technische Universität Dortmund)
    • 08:30 - 11:45 Diskurswerkstätten
      • 08:30 Hochschuldidaktische Breitenförderung durch kollegiale Formate: Von Mentoring- und Multiplikatorenprogrammen, Stammtischen und Werkstätten 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.014 (UG) )
        Das Lehren und Lernen wird an Hochschulen und Universitäten jenseits der traditionellen Lehre durch hochschuldidaktische Institutionen und deren vielfältige Formate zur Qualifikation, Beratung, Vernetzung und Förderung unterstützt. Trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit und enger Orientierung der Angebote am Bedarf der Lehrenden ergibt sich hieraus oft eine Art Spitzenförderung für engagierte Lehrende. Insbesondere an Universitäten ist die Relevanz guter Lehre für die individuellen Karrierewege gegenüber einer erfolgreichen Forschung und Drittmittelakquirierung aber meist nur untergeordnet. 
        Um diesen Interessenskonflikt zu überwinden, setzen hochschuldidaktische Institutionen vermehrt auf vernetzende, kollegiale Angebote. In der Phase der Qualifizierung kann an Kurs- und Transfertagen ein intensiver, interdisziplinärer Austausch hergestellt werden, um z. B. eine gemeinsame Sprache für einen Diskurs an der Hochschule aufzubauen. Bei Stammtischen können Akteur*innen auf niedrigschwelliger, erfahrungsbasierter Ebene Good und Bad Practices diskutieren. Mentoring- oder Multiplikatorenprogramme setzen noch stärker auf einen Peer-to-Peer-Ansatz, indem sich engagierte, erfahrene Lehrende als Erfahrungsträger*innen in ihrem Kollegium - oder darüberhinausgehend - für eine Verbesserung der Lehre in einem Netzwerk engagieren. Dies hat mehrere Vorteile: oft existiert bereits ein Vertrauensverhältnis zwischen den Peers, was die Wahrscheinlichkeit der Akzeptanz und des Transfers in die Lehre erhöht. Beratungen können zudem die Verbindung von didaktischer und fachlicher Aufbereitung noch stärker berücksichtigen.
        In unserer Diskurswerkstatt stellen sich unterschiedliche Zugänge vor, um einen nachhaltigen Diskurs an der Hochschule aufzubauen und eine Lehrkultur zu gestalten. In offenem Erfahrungsaustausch diskutieren wir insbesondere die Fragen, wie die nachhaltige Implementierung solcher Formate gelingt und welche Chancen sie bei der strategischen Verbesserung der Lehrkultur bieten.
        Speakers: Mr. Sebastian Schellhammer (Zentrum für Weiterbildung, TU Dresden), Ms. Anja Weller (Zentrum für Weiterbildung, TU Dresden), Mrs. Aleksandra Jablonski (Zentrum für Wissenschaftsdidaktik (Ruhr-Universität Bochum)), Dr. Monika Wyss (Zentrum für Lernen und Lehren, Hochschule Luzern, Schweiz)
      • 08:30 Hochschuldidaktische Angebote für ProfessorInnen und andere erfahrene Lehrende 3h15' ( Geb. 20.30 SR 0.014 )
        Für die didaktische Förderung von Dozierenden mit viel Lehrerfahrung, wie z. B. ProfessorInnen, sind spezifische Angebote, die sich an den Bedürfnissen dieser Zielgruppe orientieren, notwendig. Es muss der umfangreichen Lehrerfahrung Rechnung getragen werden. Die Programme zielen u. a. darauf ab, didaktische Kompetenzen auszubauen, für neue Ansätze des Lehrens und Lernens zu sensibilisieren und den Austausch über Lehre zu fördern. ProfessorInnen können entscheidende Multiplikatoren für gute Lehre in ihren Einrichtungen sein. 
        
        Zum Einstieg gibt es nach einer Abfrage der Erwartungen der Teilnehmenden eine kurze Vorstellung der Formate für diese Zielgruppe aus den vier beteiligten Einrichtungen. Zudem wird ein gemeinsamer Problemaufriss als Impuls für die Diskussion formuliert.
        
        Fokus der Diskurswerkstatt liegt auf der gemeinsamen Bearbeitung des Themas unter Berücksichtigung der von den Teilnehmenden formulierten Erwartungen. Dabei werden mit verschiedenen interaktiven Methoden u. a. folgende Fragen bearbeitet:
        
         - Wie sprechen wir diese Zielgruppe an? 
         - Welche Bedürfnisse hat die
           Zielgruppe? 
         - Welche Inhalte sind für diese Zielgruppe relevant? 
         - Welche Methoden sind für diese Zielgruppe geeignet?
         - Welche förderlichen Faktoren und „Incentives“ sind bekannt?
         - Welche Rolle spielt selbstorganisiertes Lernen z.B. im Rahmen von Blended-Learning-Formaten in diesem Kontext?
         - Welche Anforderungen an Ausrichter solcher Angebote werden gestellt?
        
        Teilnehmende und ReferentInnen sammeln und diskutieren ihre Erfahrungen zu förderlichen und hinderlichen Bedingungen bei der Konzeption, Implementation und Verstetigung von Angeboten für erfahrene Lehrende und leiten konkrete Handlungsempfehlungen ab, die im abschließenden Plenum vorgestellt werden.
        Speakers: Dr. Stefan Scheiner (Hochschuldidaktische Arbeitsstelle, TU Darmstadt), Dr. Ulrike Sonntag (Charité-Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum für medizinische Hochschullehre), Mrs. Annette Glathe (Hochschuldidaktische Arbeitsstelle, TU Darmstadt), Mrs. Stefanie Goertz (Universität Potsdam, Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium), Mr. Till Heyer-Stuffer (Universität Potsdam, Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium), Dr. Julia Prausa (FU Berlin, Arbeitsstelle Lehr- und Studienqualität), Mrs. Michaela Fuhrmann (Universität Potsdam, Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium), Dr. Katja Reinecke (FU Berlin/Arbeitsstelle Lehr- und Studienqualität)
      • 08:30 Von den Lehrenden ausgehend hochschuldidaktische Angebote entwickeln: Nutzerzentrierte Ansätze zur Verknüpfung von Lehrpraxis mit hochschuldidaktischen Erkenntnissen 3h15' ( Geb.20.30 SR -1.012 (UG) )
        Provokativ formuliert ist Hochschuldidaktik eher angebotsorientiert statt nutzerzentriert. Theorien und Praktiken werden von der fachlichen Expertise der überwiegend pädagogischen Mitarbeitenden geprägt, die selten Fachlehrende sind. In der inhaltlichen Gestaltung hochschuldidaktischer Angebote sind einige wenige Konzepte sehr wirkungsmächtig. Constructive Alignment, tiefes Lernen oder die Bloomschen Taxonomien werden alternativlos propagiert und gewinnen so einen normativen Charakter. Selten wird kritisch hinterfragt, ob und welche Risiken aus dieser Reduktion von Konzepten entstehen und inwiefern die Hochschuldidaktik von Hochschulleitungen oder der Politik für eine Steuerung Lehrender, der Fachbereiche bzw. Fakultäten oder ganzer Hochschulen instrumentalisiert wird.
        Die aus der Praxis und Fachlichkeit der Lehrenden gewonnenen Erfahrungen hingegen sind in der Hochschuldidaktik theoretisch wie praktisch unterrepräsentiert und erfahren so eine Entwertung. Gleichzeitig haben auch diese Erfahrungen Grenzen, denn oft zeigen sich strukturell bedingte blinde Flecke. Eine typische Ursache ist die Prägung der Lehrenden durch die eigene akademische Sozialisation, die den Blick auf veränderte Voraussetzungen der Studierenden und des Studiums verstellen kann. Für eine professionelle Entwicklung ist es daher erforderlich, die Lehrenden dabei zu unterstützen, die eigenen Annahmen zu relativieren und die Studierendenperspektive zu berücksichtigen.
        Diese Diskurswerkstatt wird zur kritischen Reflexion dieser Situation anregen. Im Rahmen eines Design Thinking-Kurzworkshops werden wir alternative Ideen generieren und anschließend diskutieren:
        Welche Herausforderungen erleben Lehrende in der Weiterentwicklung ihrer Lehre? Inwiefern greifen hochschuldidaktische Angebote diese auf?
        Was brauchen Lehrende, um im Lehralltag erfolgreich zu sein?
        Mit welcher Haltung und welchen Zielen arbeiten wir hochschuldidaktisch mit Lehrenden?
        Welche Formate adressieren diese Ausgangslage?
        Speakers: Dr. Jonas Lilienthal (Wandelwerk, FH Münster), André Mersch (optes, HS OWL), Swantje Lahm (Lehren & Lernen, Uni Bielefeld), Susanne Sandau (teach4TU, TU Braunschweig), Dr. Janina Tosic (Wandelwerk, Fachhochschule Münster)
      • 08:30 Hochschulpolitische Forderungen in die Logik des Hochschulsystems integrieren – Aufgaben der Hochschuldidaktik am Beispiel des HQR 2017 3h15' ( Geb. 20.30. SR -1.025 (UG) )
        Qualifikationsrahmen beschreiben lernergebnisorientiert Kompetenzen, die auf bestimmten Niveaus erworben wurden. Für Hochschulen ist der „Qualifikationsrahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse“ (HQR) maßgeblich, der 2005 erarbeitet und am 16.2.2017 modifiziert verabschiedet wurde. Der überarbeitete HQR expliziert einen deutlichen Anspruch an die wissenschaftliche Durchdringung von Studiengängen und verlangt die positive Beschreibung des spezifisch hochschulischen Charakters der Studienangebote. Der Appell an die Wissenschaftlichkeit bezieht sich auf die Fähigkeit zu reflexivem und innovativem Handeln auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse; die Fähigkeit, wissenschaftliche Methoden anzuwenden und damit auf kritische Weise neues Wissen zu erzeugen; die reflexive Wissensanwendung mithilfe kommunikativer Kompetenzen u.a.m. . Darüber hinaus wird Forschendes Lernen als Arbeits- und Lernmodus in Studiengängen explizit erwähnt.
        War es für die Hochschuldidaktik bisher schon Aufgabe, 
        •	mit Lehrenden an der Frage zu arbeiten, wie z.B. generische Kompetenzen oder die Fähigkeit zum Problemlösen ins Fach zu übersetzen seien, 
        •	mit Studiengangteams zu diskutieren, wie ein Curriculum lernergebnisorientiert aufgebaut werden kann, oder 
        •	mit Hochschulleitungen auszuarbeiten, wie politische Forderungen in ihr Leitbild für Lehre zu übersetzen seien, 
        stellt sich erneut die Frage, wie politische Vorgaben in das Hochschulsystem gelangen und wie die Hochschulakteur*innen damit verantwortlich umgehen können. 
        
        Drei Impulsvorträge beleuchten die Sicht der Akteur*innen, der Fakultäten bzw. Fachvertreter*innen und die Sicht der Institution Hochschule mit diesbezüglichen Managementaufgaben. Die Teilnehmer*innen können dann an drei Stationen die Auswirkungen politischer Forderungen auf ihre Arbeit übersetzen. Im Plenum schließt sich der Bogen vom Bildungsauftrag der Hochschulen über den/die einzelne*n Wissenschaftler*in, das Kollegium bis hin zur gesellschaftlichen Legitimierung. 
        
        Bartosch, U. (2010). Fachliche Qualifikationsrahmen, Beispielhafte Funktions- und Nutzungsmöglichkeiten, in: Wilfried Benz, W./Jürgen  Kohler, J./ Landfried, K. (Hrsg.), Handbuch Qualität in Studium und Lehre, Handbuch Qualität in Studium und Lehre, 2 27 10 02, Berlin, S. 1-44.
        Harth, T., Hombach, K., Krämer, J. & Pernhorst, C. (2017). Kompetenzorientierung mit Curriculum-Werkstätten. Studiengangentwicklung zwischen Rezeptologie und Haltung, in: Berendt, B., Fleischmann, A., Schaper, N., Szczyrba, B. & Wildt, J. (Hrsg.), Neues Handbuch Hochschullehre. Berlin, Griffmarke J 2.21.
        HRK, KMK & BMBF (2017). Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse. beschlossen am 16.02.2017. https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-03-Studium/02-03-02-Qualifikationsrahmen/2017_Qualifikationsrahmen_HQR.pdf [Zugriff 15.10.2017].
        KMK (2017). Hochschulische Bildung als Kompetenzentwicklung. Leitende Überlegungen bei der Überarbeitung und Restrukturierung des Qualifikationsrahmens für Hochschulabschlüsse. https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-03-Studium/02-03-02-Qualifikationsrahmen/HQR_Bartosch_Maile_310717.pdf [Zugriff 15.10.2017].
        Roth, H. (1971). Pädagogische Anthropologie. Bd.2. Hannover.
        Schaper, N. (2012). Fachgutachten zur Kompetenzorientierung in Studium und Lehre. https://www.hrk-nexus.de/fileadmin/redaktion/hrk-nexus/07-Downloads/07-02-Publikationen/fachgutachten_kompetenzorientierung.pdf [Zugriff: 20.10.2017]
        Wissenschaftsrat (2015). Empfehlungen zum Verhältnis von Hochschulbildung und Arbeitsmarkt. Zweiter Teil: Empfehlungen zur  Qualifizierung von Fachkräften vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Drs. 4925-15. S. 40ff.
        Speakers: Dr. Christiane Metzger (FH Kiel), Dr. Birgit Szczyrba (TH Köln), Mrs. Kerstin Nolte (FH Kiel), Mr. Timo van Treeck (TH Köln), Prof. Yvonne-Beatrice Böhler (TH Köln), Prof. Heiko Schiffter-Weinle (TH Köln)
      • 10:15 Neue Verantwortlichkeiten und Kooperationen in der Lehrerbildung – Lehrerinnen und Lehrer im Fokus der Hochschuldidaktik 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.014 (UG) )
        Begründet durch die besondere staatliche Verantwortung für die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer, nimmt der Staat in den Lehramtsstudiengängen deutlich mehr Einfluss als in den meisten anderen Studiengängen. Durch die Finanzierung wettbewerblich angelegter Entwicklungsprogramme, zu der aktuell vor allem die Qualitätsoffensive Lehrerbildung (QL) von Bund und Ländern gehört, werden zudem politisch gesetzte Themen als Forschungs- und Praxisaufgaben an den lehrerbildenden Hochschulen installiert. 
        Zu diesen Themen der QL gehört, „effizientere Strukturen der Lehreraus- und -weiterbildung in den Hochschulen zu verankern“ (BLV §3f). Dahinter steht die Intention, dass diese Hochschulen wiederum mehr Verantwortung für eine kohärente Lehrerbildung über alle drei Phasen hinweg übernehmen. In diesem Kontext werden gegenwärtig neue Angebote für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiVs) sowie für Lehrerinnen und Lehrer im Schuldienst in hochschulischer Verantwortung entwickelt. 
        Nach einer governance-analytischen Einführung in das System Lehrerbildung werden in dieser Diskurswerkstatt am Beispiel der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) zwei ausgewählte Maßnahmen zur Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern vorgestellt. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie die Verantwortlichkeiten in der Zusammenarbeit von Universität, Studienseminar, Schule und Politik ausgestaltet werden (können). Abschließend werden in einer Fishbowl mit Gästen aus verschiedenen Institutionen der Lehrerbildung zentrale Punkte mehrperspektivisch diskutiert.
        Speakers: Dr. Sabine Klomfass (Justus-Liebig-Universität Gießen), Dr. Ilka Benner (Justus-Liebig-Universität Gießen), Mrs. Katharina Hombach (Justus-Liebig-Universität Gießen), Stephanie Brombach (Justus-Liebig-Universität Gießen)
    • 10:15 - 11:45 Symposium
      • 10:15 Hochschuldidaktische Klassiker – Klassiker der Hochschuldidaktik 1h30' ( Geb. 10.11 Sitzungssaal Hauptgebäude (R223) )
        „Klassiker“ übernehmen in ihren jeweiligen Disziplinen spezifische Funktionen, insbesondere sind sie identitätsstiftend. Sie markieren Kernzonen disziplinärer und professioneller Zuständigkeit und begrenzen damit den Gegenstandsbereich. Der gemeinsame Bezug auf Klassiker wirkt integrierend: Für die disziplinäre Community schafft dieser Verbundenheit, die durch Namedropping unterstrichen werden kann. 
        Entsprechend haben Klassiker auch ihre Bedeutung im Studium einer Disziplin. So deuten wir auch die vielen „Klassiker-Sammlungen“ und sehen diese im Zusammenhang der allgemeinen Zunahme disziplineinführender Literatur für die Bachelor-Studiengänge. Denn tatsächlich sind „Klassiker“ auch didaktisch von Bedeutung (und dürften die Hochschuldidaktik auch bereits deshalb interessieren): Klassiker sind in vielen dieser Zusammenstellungen u.a. deshalb klassisch, weil sie systematische Grundfragen einer Disziplin entfalten und anregende Überlegungen anschließen.
        
        Klassiker sind immer auch Konstruktionen, die auch anders aussehen können. Ohne Klassiker aber erscheinen Disziplinen ohne Geschichte und ohne geklärten Kern eines disziplinären Selbstverständnisses. Insofern tragen Klassiker bei zur Reputation einer Disziplin, weil sie die lange zurückreichende Tradition der Disziplin betonen. 
        
        Vor dem Hintergrund, dass die Hochschuldidaktik bisher kaum Klassiker kennt, fragt das Symposium, welches die Bedeutung von Klassikern für die Weiterentwicklung der Hochschuldidaktik und die Verbindung ihrer Forschung und Praxis wäre. Oder folgen „Klassiker“ einem veralteten Konzept von „Disziplin“, das eher zur Legendenbildung und zu konservativer Erstarrung führt? Damit sind auch Fragen nach dem „Disziplincharakter“ der Hochschuldidaktik verbunden, ebenso wie beispielsweise nach der wissenschaftlichen Herkunft der Hochschuldidaktiker/-innen. Und darüber hinaus will das Symposium ergründen, wer denn als Klassiker der Hochschuldidaktik überhaupt in Frage käme.
        Speakers: Prof. Peter Dr. Tremp (Pädagogische Hochschule Zürich), Balthasar Eugster (Universität Zürich), Prof. Karin Dr. Reiber (Hochschule Esslingen)
    • 11:45 - 12:30 Podium: Streitgespräch Manfred Prenzel - Gabi Reinmann
    • 12:30 - 13:45 Mittagspause
    • 13:00 - 13:45 Postersession
      • 13:00 Neue transferorientierte Lehr-Lern-Formate in Kooperation von Wissenschaft und Praxis: Zuwanderung und Arbeitsmarktintegration 45'
        Speaker: Vanessa Vaughn (Ruhr-Universität Bochum)
      • 13:00 Verhaltensorientierte Ansätze der Entrepreneurship Education: Unsicherheitserfahrung und Bewältigungsstrategien im unternehmerischen Kontext – simulationsbasierte Lernansätze des Projektes „inSTUDIESplus“ an der Ruhr-Universität Bochum 45'
        Speaker: Dr. Yvonne Braukhoff (Ruhr-Universität Bochum)
      • 13:00 Verstehen, weiterentwickeln, situationsangemessen handeln - über die Vielfalt von Reflexionsverständnissen in der Lehrer(innen)bildung 45'
        Speakers: Ina Damaris Buchroth (Leibniz Universität Hannover), Johanna Ruge (Leibniz Universität Hannover)
      • 13:00 Fallvideos für den Lehrkompetenzerwerb 45'
        Speaker: Nastasia Sluzalek (Justus-Liebig-Universität Gießen, FB06, Professur für Hochschuldidaktik und Evaluation)
      • 13:00 proPIC: ein innovatives Projekt zur Professionalisierung der Lehrerbildung durch Forschendes Lernen, internationale Partnerschaften und mobile Technologien 45'
        Speaker: Mrs. Mareike Oesterle (Pädagogische Hochschule Karlsruhe)
      • 13:00 Mitarbeiterbindung von dual Studierenden - Eine empirische Analyse 45'
        Speaker: Steffen Wild (Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg)
      • 13:00 360-Grad-Feedback beim Kommunikationstraining „Aufklärung vor der OP“ 45'
        Speaker: Mr. Philipp Kahr (Institut für Medizinische Lehre und Ausbildungsforschung Würzburg)
      • 13:00 Ausbildung und Einsatz von studentischen Lernwegbegleitungen an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe 45'
        Speaker: Mrs. Katharina Thies (Hochschule Ostwestfalen-Liüüe)
      • 13:00 Eine Selbstzeitstudie im Lernzentrum Elektrotechnik 45'
        Speaker: Mr. Dennis-Pascal Friederici (Paderborn University)
      • 13:00 Staufer Studienmodell 2.0 – Integration statt Addition 45'
        Speaker: Dr. Martina Geigle (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd)
      • 13:00 Veränderungen der Studieneingangsphase in einem Bachelorstudiengang zur Verbesserung der Mathematikkompetenzen. Darstellung eines Design-Based Research Ansatzes als Beispiel für forschungsbasierten Erkenntnisgewinn. 45'
        Speakers: Prof. Birgit Dr. Wolf (Touro College Berlin), Marius Fahrner (Touro College Berlin)
      • 13:00 „Der Dozent sollte sich mehr einbringen und nicht nur die Studierenden alles machen lassen!“ Eine empirische Untersuchung zu Brainwalking, Thesenpapier, Forschungswerkstatt und Rollenspiel 45'
        Speaker: Bastian Hodapp (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
      • 13:00 „Kombination von Experiment und Simulation im Praktikum für Chemieingenieurwesen“ 45'
        Speakers: Prof. Robert Güttel (Inst. f. Chemieingenieurwesen, Universität Ulm), Mr. Christian Zambrzycki (Institut für Chemieingenieurwesen, Universität Ulm), Dr. Cornelia Estner (Universität Ulm, Abt. Hochschuldidaktik)
      • 13:00 „PASS(T!)genaues Tutorium in der Chemie“ 45'
        Speakers: Dr. Lena Harwardt (Studienkommission Chemie, Universität Ulm), Dr. Cornelia Estner (Universität Ulm, Abt. Hochschuldidaktik)
      • 13:00 Ein Design-Based Research zur Implementation und Evaluation von didaktisch-methodischen Interventionen in Mathematikvorkursen für WiMINT-Studierende 45'
        Speaker: Mr. Christian Düsi (DHBW-Mosbach)
      • 13:00 Studentische Lernmotivation in Selbstregulierten Lernprozessen – Eine Pilotstudie zu personenbezogenen und kontextuellen Einflussfaktoren 45'
        Speakers: Ms. Caroline Goetz (Karlsruher Institut für Technologie), Ms. Simone Loeffler (Karlsruher Institut für Technologie)
      • 13:00 Lehrvideos zur selbständigen Vorbereitung auf hydrochemische Laborpraktika (Projekt AquaVid) 45'
        Speaker: Dr. Andreas Albers (TU Dresden)
      • 13:00 Initiativen zur Unterstützung der Entwicklung von Flipped und Blended Learning an einer Universität in den USA - Einsichten aus der Praxis 45'
        Speaker: Dr. Claudia Cornejo Happel (Centers for Teaching and Technology, Georgia Southern University)
      • 13:00 Die MERLIN-Mapping-Datenbank fördert den gezielten Wandel zur Kompetenzorientierung 45'
        Speaker: Dr. Olaf Fritze (Competence Centre for University Teaching in Medicine - Baden-Wuerttemberg, University of Tuebingen, Germany)
      • 13:00 Wirksame Bedarfsorientierung im hochschuldidaktischen Angebot für Tutor_innen 45'
        Speaker: Ms. Lisa-Marie Racky (Justus-Liebig-Universität Gießen)
      • 13:00 Blended Assessments: Wie kann die Prüfung praktischer Fertigkeiten in mündliche Prüfungen integriert werden? 45'
        Speaker: Prof. Martin Baumann (RWTH Aachen University, Applied Medical Engineering)
      • 13:00 Wie fühlt sich ein Laser an? Physikalische Konzepte durch (Rollen)Spiele erfahrbar machen 45'
        Speakers: Tobias Binkele (Hochschule Bremen), Tanja Müller (Hochschule Bremen)
      • 13:00 MELT – Medienkompetenz: Entwickeln - Lernen - Teilen. Anlässe zum gemeinsamen Handeln schaffen. 45'
        Speakers: Ms. Claudia Frie (Leibniz Universität Hannover), Dr. Jana Panke (Leibniz Universität Hannover)
      • 13:00 Der Einsatz von Video-Fallvignetten in der chemiedidaktischen Lehre 45'
        Speaker: Julian Heeg (Leibniz Universität Hannover - Institut für Didaktik der Naturwissenschaften)
      • 13:00 Mit Lehrinnovationen einen Grundstein für Studiengangentwicklung legen 45'
        Speakers: Dr. Michael Mayer (Karlsruher Institut für Technologie (KIT)), Katrin Heß (Karlsruher Institut für Technologie (KIT))
      • 13:00 Selbstlernmaterialien: Basis für eine Adaption von Lernprozessen 45'
        Speaker: Mrs. Myriam Hamich (DHBW Mosbach)
      • 13:00 Nachhaltigkeit in der Lehre 45'
        Speakers: Prof. Nathali T. Jänicke (Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth), Dr. Ivo van den Berk (Hochschule Emden/Leer)
      • 13:00 Der Bochumer Sprachförderturm: Sprachliche Heterogenität im Fokus – ein synergetisches Konzept in der Lehramtsausbildung 45'
        Speaker: Ms. Annika Möller (Research associate, German Institute RUB)
      • 13:00 Hohe R-Wartungen: Statistikausbildung in der Biologie 45'
        Speakers: Dr. Sebastian Menke (Universität Ulm, Biologie), Dr. Cornelia Estner (Universität Ulm, Abt. Hochschuldidaktik)
      • 13:00 Von der Sicherung der Projektergebnisse bis zur nachhaltigen Gestaltung der Lehr-Lern-Kultur 45'
        Speaker: Karolina Bielak (TU Braunschweig)
      • 13:00 Internationale Summer School “Soil & Water” in Ulm 45'
        Speakers: Ms. Eva Keppner (Universität Ulm, Biologie), Dr. Cornelia Estner (Universität Ulm, Abt. Hochschuldidaktik)
      • 13:00 Konzeptionswerkstätten als Raum der Verbindung von hochschuldidaktischer Theorie und Praxis 45'
        Speaker: Sabrina Engelmann (Frankfurt University of Applied Sciences)
      • 13:00 Lehrerbildungsbezogene Hochschuldidaktik: Das Didaktische Labor als Ort für Lehrinnovationen 45'
        Speakers: Dr. Christian Müller (Universität Passau), Dr. Sabrina Kufner (Universität Passau), Dr. Verena Köstler (Universität Passau)
      • 13:00 Schreiben über Musik: Ein mediengestütztes Programm zur fachbezogenen Schreibdidaktik 45'
        Speaker: Dr. Jochen Stolla (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
      • 13:00 Forschendes Lernen als hochschuldidaktisches Konzept in Praxisphasen des Lehramts für berufsbildende Schulen – Zieldimensionen und Umsetzungskonzepte 45'
        Speaker: Immo Degner (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)
      • 13:00 Fallbasierte Förderung der biologiedidaktischen Planungsfähigkeiten durch E-Learning-Szenarien mit Videovignetten 45'
        Speaker: Dr. Sarah Dannemann (Leibniz Universität Hannover, IDN)
      • 13:00 Teamteaching im Rahmen eines betriebswirtschaftlichen Masterstudiengangs – dargestellt am Beispiel eines Moduls zur regionalökonomischen Forschung 45'
        Speaker: Prof. Wolfgang Geise (Hochschule Niederrhein)
      • 13:00 Der kollaborative Online-Kurs als Teil der Organisationsentwicklung: Wie kann ein Lernkurs für Studierende die interne Bildungspolitik fördern? 45'
        Speaker: Mrs. Susann Hippler (Bauhaus-Universität Weimar)
      • 13:00 Vernachlässigung einer soziochemischen Norm in der Physikochemie? Fachliche Überforderung zum Studienstart in Chemie bekämpfen mit BIRC 45'
      • 13:00 Nachhaltigerer Lernerfolg durch praktische Anteile in Prüfungen? 45'
        Speaker: Michael Gundlach (Institut für angewandte Medizintechnik)
    • 13:45 - 14:45 Keynote
      Location: Geb. 11.40, Tulla-Hörsaal
      • 13:45 Werte und ihre Bedeutung in der Lehre und in der Forschung 1h0'
        Bei Bestrebungen die Hochschullehre und das studentische Lernen zu verbessern wird heute zuneh-
        mend ein evidenz-basierter Ansatz erwartet. In diesem Vortrag ist es mein Anliegen das Konzept
        der Evidenzbasierung in der Lehre kritisch zu hinterfragen, aber dann auch gleichzeitig Vorschläge
        zur Erweiterung dieses Begriffes einzubringen. Im angelsächsischen Raum wird der evidenz-basierte
        Ansatz zunehmend mit dem Begriff Scholarship of Teaching and Learning (SOTL) beschrieben. Ich
        schlage vor SoTL nicht nur als eine evidenzbasierte Praxis (an ‚evidence-based practice‘), sondern
        auch als eine auf Werten und Werthandlungen basierte Praxis (a ‚virtue-based practice‘) zu ver-
        stehen. Darüber hinaus werde ich argumentieren, dass die Hochschullehre und die Hochschulfor-
        schung (hier verstanden als die Erforschung der Hochschullehre und des studentischen Lernens) ein
        Wissenschaftsverständnis verlangen, welches über Fragen der Wirksamkeit von Methoden hinaus-
        zielt. Eine verantwortliche Lehre beruht auf drei qualitativ unterschiedlichen Arten von Wissen, die
        miteinander im Verhaeltnis stehen: theoretisches Wissen im Sinne von wissenschaftlicher Erkenntnis
        (theoretical knowledge; episteme), Herstellungswissen im Sinne einer Kunstfertigkeit (productive
        knowledge; techne) und praktische Klugheit oder Weisheit (practical knowledge/wisdom; phrone-
        sis). Drei Fragen sind relevant: Was ist ‚wahr‘ (was wissen wir auf Grund wissenschaftlicher Erkennt-
        nisse)? Was funktioniert oder wirkt am effektivsten? Und welches Handeln ist in dieser besonderen
        Situation erstrebenswert oder wünschenswert? Bei der letzten Frage geht es um die Fähigkeit
        situativ angemessen zu urteilen auch unter Bedingungen der Unsicherheit.
        Die evidenzbasierte Praxis kann auf zwei Arten verstanden werden: (1) als Nachweis instrumenteller
        Wirksamkeit einer Handlung; (2) als Nachweis einer inneren Stimmigkeit zwischen Handlungsweise
        (Strategie) und Bildungsziel (oder Bildungszweck).
        Speaker: Prof. Carolin Kreber (Cape Breton University)
    • 15:00 - 18:30 Symposium
      • 15:00 Besondere Zugänge für die Besonderheiten hochschuldidaktischer Forschung: Design-Based Research, Scholarship of Teaching & Learning und Autoethnografie 3h30' ( Geb. 11.30 Senatssaal )
        *Design-Based Research* (DBR), *Scholarship of Teaching and Learning* (SoTL) und *Autoethnografie* (AE) sind drei Ansätze, die sich zu einem Erkenntnisrahmen in der hochschuldidaktischen Forschung verknüpfen lassen, der folgende Eigenheiten aufweist: Forschende setzen sich in der Hochschuldidaktik als Lehrende auch praktisch handelnd mit ihrem Gegenstand auseinander und Lehrende als Teil der zu erforschenden Bildungspraxis sind selbst wiederum (fachwissenschaftlich) forschend tätig. Wir stellen die drei Ansätze vor und diskutieren, wie diese als Zugänge für das Verstehen und Verbessern akademischen Lehrens und Lernens zusammen genutzt werden könnten.
        *DBR* ist ein bildungswissenschaftlicher Ansatz, der die Entwicklung von Inventionen mit dem Anspruch ins Zentrum stellt, ein Erkennen durch Verändern zu erzielen. Als methodologischer Rahmen eröffnet DBR der Hochschuldidaktik die Möglichkeit, praktischen und wissenschaftlichen Nutzen gleichermaßen zu erzielen, indem ausgehend von einem Problem in Zyklen eine Lösung iterativ entwickelt wird. *SoTL* ist ein genuin hochschuldidaktischer Ansatz, der Hochschullehrende dazu motiviert, sich reflexiv und forschend mit der eigenen Lehre zu befassen. Damit ist Forschung innerhalb von SoTL– obschon explizit auf das Lehren und Lernen gerichtet – letztlich fachwissenschaftlich geprägt und methodisch offen. *AE* ist ein Ansatz aus der qualitativen Sozialforschung, der persönliche Erfahrung mitberücksichtigt, um Prozesse der kulturellen Sinnkonstitution zu verstehen. Das subjektive Erleben des Forschenden als Wissen generierende Instanz wird dabei systematisch analysiert und beschrieben, anstatt ihn als Akteur oder neutrales "Medium" der Erkenntnisbildung auszublenden.
        Als Diskutant fungiert ein Wissenschaftler, der sich kritisch gegenüber allen drei Konzepten positioniert und die drei vorgeschlagenen Perspektiven herausfordern und eingehend hinterfragen wird. In die dadurch zu erwartende Diskussion wird das Plenum angemessen einbezogen.
        Speakers: Prof. Klaus-Peter Wild (Fakultät für Psychologie, Pädagogik und Sportwissenschaft der Universität Regensburg), Dr. Tobias Schmohl (Hamburg Centre for University Teaching and Learning), Prof. Gabi Reinmann (Hamburg Centre for University Teaching and Learning), Prof. Carolin Kreber (University of Edinburgh)
    • 15:00 - 18:30 Diskurswerkstätten
      • 15:00 Ansätze zur Förderung des Übens als reflexive Praxis im Rahmen des Verbundprojekts “optes - Optimierung der Selbststudiumsphase” 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.013 (UG) )
        Mathematische Brückenkurse stehen aktuell hoch im Kurs. Es werden zahlreiche Maßnahmen angeboten, um Studierenden die Möglichkeit zu geben, bereits vor Studienbeginn mathematische Defizite zu erkennen und abzubauen. Dabei spielt Üben eine zentrale Rolle. Die weite Verbreitung solcher Angebote, die erkannte Relevanz sowie die vielen praktischen Lösungsversuche stehen aus hochschuldidaktischer Perspektive in einem deutlichen Missverhältnis zur verfügbaren Theorie und Empirie des Übens. Theoretisch sind allgemeindidaktische und lerntheoretische Bestimmungen des Lernens meist unterkomplex: Üben wird als sekundär betrachtet und dem Lernen gegenübergestellt, während die Möglichkeit, Üben sowohl als elementare Lernform als auch als Form der Erkenntnis zu betrachten, meist außen vor bleibt.
        
        Allgemein zielt Üben darauf ab, handlungsrelevante Fähigkeiten und Fertigkeiten aufzubauen. Geübt wird, wenn man eine angestrebte Fertigkeit oder Fähigkeit (noch) nicht beherrscht, scheitert und es erneut versucht. Als konstituierende Merkmale des Übens können somit das Primat des Könnens, der Moment des Scheiterns, die Wiederholung sowie die Reflexion über den bisherigen Übeprozess betrachtet werden. Zu den Gründen, weshalb dies einigen Lernenden besser, anderen schlechter gelingt, lassen sich kaum gesicherte Aussagen treffen. Allerdings können einige Rahmenbedingungen für gelingendes Üben benannt werden; dazu gehören interne (z.B. Einstellungen, Erwartungen etc.) und externe Determinanten (z.B. Materialien, Lernumgebung etc.).
        
        Zur Förderung des Übens als reflexive Praxis wurden in optes verschiedene elektronische Ressourcen sowie ergänzende Konzepte und Materialien, die den zusätzlichen Einsatz sozialer Ressourcen für Lehrende und Lernende unterstützen, entwickelt. Optes-Ergebnisse, -Erfahrungen und -Artefakte werden den Teilnehmenden in der Diskurswerkstatt an vier Stationen vorgestellt. Es gibt die Möglichkeit zur Diskussion und Ideenfindung für weitere Verbesserungen.
        Speakers: Mrs. Katja Derr (DHBW Mannheim), Mr. Oliver Samoila (Hochschule Ostwestfalen-Lippe), Mr. Cüneyt Sandal (DHBW Karlsruhe), Mr. Christian Schmidt (Universität Hamburg)
      • 15:00 Viele Wege führen nach Rom – Wissenskonstruktion ermöglichen 3h30' ( Geb. 20.30 SR -1.011 (UG) )
        Lernen als der Erwerb handlungsrelevanten Wissens wird meist als ein Konstruktionsprozess bestimmt. Lehren soll diesen Prozess begleiten und stützen. Wie diese Konstruktionsprozesse im Einzelnen ablaufen und wie sie unterstützt werden können, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, besonders von Vorwissen und Interessen der Beteiligten sowie fachspezifischen Denk- und Handlungsweisen. In der Hochschuldidaktik begegnen wir Prozessen der Wissenskonstruktion auf mehreren Ebenen. Zum einen müssen Lehrende fachspezifische Lernprozesse und  -hindernisse erkennen und entsprechend Lerngelegenheiten schaffen. Zum anderen muss das dazu nötige pädagogisch-didaktische Methoden- und Gestaltungswissen konstruktiv vermittelt werden. Wie können diese Reflexions- und Konstruktionsprozesse hochschuldidaktisch wirksam angestoßen und begleitet werden? In vier Beiträgen wollen sowohl inhaltliche als auch strukturelle Antworten geben.
        Ein Beitrag zeigt, wie sich mit Decoding-the-Disciplines fachspezifische Lernengpässe analysieren lassen, sodass implizites Wissen und Vorgehensweisen für die Lehrenden selbst transparent und damit bewusst vermittelbar werden.
        Ein weiterer Beitrag fokussiert auf die fachspezifische Anpassung des Instruments Lernergebnistaxonomie. Wir stellen dazu exemplarisch eine Taxonomie für die Mathematik vor, die mittels der Analyse typischer Mathematikaufgaben entwickelt wurde.
        Ein Beitrag beschäftigt sich mit der Vermittlung hochschuldidaktischen Methoden- und Gestaltungswissen. Er zeigt an Beispielen, wie Instruktion und Konstruktion zielführend zusammenwirken können.
        Abschließend nehmen wir den strukturellen Rahmen in den Blick: Wie kann durch ein breites, eine Vielzahl von Lernwegen eröffnendes Spektrum an Formaten, ein individueller, bedarfsgerechter Aufbau von Lehrkompetenz unterstützt werden?
        Es wird Gelegenheit geben, mehrere Stationen zu besuchen und am Ende gemeinsam zu reflektieren, ob und wie diese Ansätze konstruktiv ineinandergreifen?
        
        **Literatur**
        • Aebli, H., Ruthemann, U. & Staub, F. (1986). Sind Regeln des Problemlösens lehrbar? Zeitschrift für Pädagogik, 32, 617-638.
        • Chick, N. L., Haynie, A. & Gurung, R. A. R. (2008). From Generic to Signature Pedagogies. In R. A. R. Gurung, N. L. Chick & A. Haynie: Exploring Signature Pedadgogies. Approaches to Teaching Disciplinary Habits of Mind. Sterling, VA: Stylus.
        • Pace, D. (2017). The Decoding the Disciplines Paradigma. Seven Steps to Increased Student Learning. Bloomigton and Indianapolis: Indiana University Press.
        • Reusser, K. (2006). Konstruktivismus – vom epistemiologischen Leitbegriff zur Erneuerung der didaktischen Kultur. In M. Baer, M. Fuchs, P. Füglister, K. Reusser, & R. H. Wyss (Hrsg.). Didaktik auf psychologischer Grundlage. Bern: hep-Verlag, 151-168.
        Speakers: Ms. Svenja Freund (TU München, ProLehre), Ms. Christine Kaiser (TU München, ProLehre), Dr. Christiane Marxhausern (TU München ProLehre), Ms. Elvira Cyranka (TU München, ProLehre), Dr. Emil Ratko-Dehnert (TU München, ProLehre), Mr. Rudolf Aichner (TU München, ProLehre)
      • 15:00 “Hochschuldidaktik - Wissenschaftsdidaktik - Hochschulpädagogik? Wie Begriffe unsere Identität prägen 3h30' ( Geb. 20.30 SR -1.025 (UG) )
        Der Begriff “Hochschuldidaktik” ist für unser Arbeitsfeld zu einem breiten Konsens geworden. Dieser ist aber keineswegs umfassend: Ebenso finden sich Begriffe wie “Hochschulpädagogik” und “Wissenschaftsdidaktik”, die weitgehend synonym verwendet werden. 
        Die Bezeichnung unseres Arbeitsfelds ist nicht gleichgültig, denn die unterschiedlichen Begriffe lösen sowohl bei uns selbst und bei den Hochschullehrenden als auch in Hochschulleitungen und außerhalb der Hochschulen ganz unterschiedliche Assoziationen aus. Dies ist umso mehr von Bedeutung, als gegenwärtig eine neue Phase von Umstrukturierungen einzusetzen scheint, die beispielsweise an der TU München zur Zusammenlegung von Hochschuldidaktik und eLearning sowie an der Ruhr-Universität Bochum zur Zusammenlegung von Hochschuldidaktik, Schreibdidaktik und E-Learning geführt hat. Angesichts auslaufender Drittmittelförderungen dürften weitere Beispiele folgen, so dass sich einmal mehr die Frage stellt: Wie wollen wir heißen?
        
        In der Diskurswerkstatt rücken wir die Frage in den Mittelpunkt, was die Begriffsvielfalt in der hochschulbezogenen Didaktik bedeutet. In den Einzelbeiträgen zeigen wir historische Entwicklungen auf, beispielsweise die Diskussion des Begriffs Wissenschaftsdidaktik in Abgrenzung zu Hochschuldidaktik in den 1970er Jahren und die Verwendung des Begriffs “Hochschulpädagogik” in der DDR. Wir richten zugleich den Blick darauf, was aus unserer Sicht von Praktikerinnen und Praktikern die unterschiedlichen Begriffe heute implizieren und auslösen. So führt die Diskussion der Begriffe zu der wichtigen Frage, die in der Fachgemeinschaft aktuell aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert wird: Was ist unser Selbstverständnis und wie überzeugen wir in unseren Hochschulen von der Bedeutung unserer Tätigkeit - auch anhand von Begriffen?
        
        Der Beitrag ist als 180-minütige Werkstatt geplant. Nach einem Einstieg durch den Moderator soll es in vier parallelen Runden (z.B. an Postern) Raum zum Diskurs geben, wobei die Gruppen wechseln werden. Die Diskussion der Teilbeiträge soll in einer Plenumsphase zusammengeführt werden.
        Speakers: Dr. Peter Salden (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Ruschin Sylvia (Universität Duisburg-Essen), Dr. Claudia Bade (Universität Leipzig), Dr. Andreas Fleischmann (TU München), Mrs. Ellen Taraba (TU München), Dr. Martina Schmohr (Ruhr Universität Bochum)
      • 15:00 Kooperative Kompetenz für eine zukunftsfähige Hochschuldidaktik – wie lassen sich Anforderungen aus Forschung, Praxis und Politik in professionellem Handeln verbinden? 3h30' ( SR -1.012 (UG) )
        Hochschuldidaktische Einrichtungen oder Netzwerke stehen mit ihrer Arbeit in einem großen Spannungsfeld: Auf der einen Seite werden sie vielfach als Dienstleister für schnelle Lösungen von Lehrproblemen im Rahmen des Qualitätsmanagements reduziert. Auf der anderen Seite agieren sie mit ihren Leistungen in komplexen, sich stetig verändernden Feldern von Lehre, Wissenschaft und Politik. Diese beeinflussen das System Hochschule und den Rahmen für hochschuldidaktisches Handeln, so dass deren Komplexität und Veränderung kontinuierlich einzubeziehen ist. Wie aber können hochschuldidaktische Praktiker_innen aus der konkret vor Ort zu gestaltenden Rolle heraus in einem hochkomplexen Feld agieren lernen, sich aktiv positionieren und dafür professionalisieren? 
        Die Veranstalterinnen dieser Diskurswerkstatt laden zu einem Austausch in zwei Runden ein, zunächst zu der Frage, mit welchen kooperativen Strategien die nachhaltige Verankerung hochschuldidaktischer Angebote in Hochschulen systematisch entwickelt werden kann. Weiterführend wird dann, angeregt durch moderne, arbeitswissenschaftliche Modelle kooperativer Kompetenznetzwerke in lernenden Organisationen, die Frage diskutiert, wie eine forschende Entwicklung von kooperativen Kompetenzen in der Hochschuldidaktik aussehen kann und welche Optionen diese für eine zukunftsfähige Hochschuldidaktik eröffnet. 
        
        Teil I: Kooperative Kompetenz als Schlüsselkompetenz für eine nachhaltige Hochschuldidaktik
        
        Anhand der eigenen kollegialen, hochschulübergreifenden Zusammenarbeit sollen wesentliche Aspekte und Voraussetzungen der kooperativen Kompetenzentwicklung vorgestellt und deren Bedeutung für die Positionierung, Strategiebildung und Professionalisierung herausgearbeitet werden. Ziel ist es, die Teilnehmenden in die Perspektive einzubinden und ihnen anhand einer Toolbox des Scholarship of Academic Development (SoAD) den Rückbezug auf ihre eigene Praxis zu ermöglichen.
        
        Teil II: Kooperatives Handeln forschend entwickeln und zukunftsfähige Handlungsoptionen für die Hochschuldidaktik erschließen
        
        Die entwickelnde Arbeitsforschung ermöglicht den Beteiligten, sich ihrer unterschiedlichen Arbeitsweisen bewusst zu werden und dadurch kooperativ neue Kompetenzen und Handlungsoptionen in komplexen Kontexten zu generieren. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird erarbeitet, ob und wie dieser Forschungsansatz für die Entwicklung hochschuldidaktischer Praxis genutzt werden kann.
        
        Speakers: Dr. Kristine Baldauf-Bergmann (sqb - Netzwerk Studienqualität Brandenburg), Anke Timmann (freelance), Prof. Silke Bock (Zentrum für kooperatives Lehren und Lernen), Dr. Dorothea Ellinger (Zentrum für Lehre und Lernen, TU Hamburg), Prof. Ines Langemeyer (Karlsruher Institut für Technologie)
      • 15:00 Kollegiale Supervision für HochschuldidaktikerInnen 3h30' ( Geb. 20.30. SR 0.014 )
        Die Diskurswerkstatt möchte Wert und Nutzen systematischer kollegialer Supervision unter MitarbeiterInnen hochschuldidaktischer Einrichtungen aufzeigen. Aus den vielen positiven Erfahrungen des kollegialen Austauschs und der lösungsorientierten Beratung im Rahmen des Runde der HochschuldidaktikerInnen des TU9-Verbundes wollen wir dieses Format in seiner Vielfalt erlebbar machen und anschließend gemeinsam Wege zur Implementierung erschließen. 
        Die einzelnen Beiträge der Diskurswerkstatt (Motivation bewahren, Innerer Aufbruch zu mehr Nachhaltigkeit, Dynamik hochschulinterner Netzwerkarbeit, Herausforderung Personalentwicklung) bieten den TeilnehmerInnen Gelegenheit, ihre aktuellen Anliegen und Bedarfe thematisch gezielt in Kleingruppen zu thematisieren und dabei Wert und Nutzen kollegialer Supervision zu erproben. Im abschließenden Plenum zeigen wir an einigen Good Practice Beispielen auf, wie dieses Format effektiv und pragmatisch in den Arbeitsalltag hochschuldidaktischer Einrichtungen integriert werden kann und bieten ein Forum für die künftige kollegiale Supervision über die dghd Tagung 2018 hinaus.
        Speakers: Dr. Annette Spiekermann (TU München), Ms. Sonja Rapp (Universität Stuttgart), Mr. Thorsten Braun (Universität Stuttgart), Mrs. Annette Glathe (TU Darmstadt), Ms. Diana Seyfahrt (TU Darmstadt), Dr. Rüdiger Rhein (Leibniz Universität Hannover), Mr. Jens Krey (Leibniz Universität Hannover)
      • 17:00 Hochschuldidaktik in den Fächern: fachspezifische Beratung und bedarfsorientierte Unterstützungsangebote 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.013 (UG) )
        Jede Fakultät hat ihre eigene Didaktik mit der Lehrende Inhalte und fachwissenschaftliche Ansprüche an ihre Studierenden vermitteln. Die Lehrenden befinden sich auf gewohntem Terrain ihres eigenen Faches, sie kennen die Spezifika und Anforderungen, die bei der Sozialisation der nächsten Generation an Fachleuten bedacht werden müssen. So unterschiedlich die Disziplinen untereinander sein mögen, beschäftigen sich viele Lehrende doch mit ähnlichen Fragen, wenn es um die Gestaltung von Lehre geht. Was die Lehrenden in den verschiedenen Disziplinen vereint, sind die Herausforderungen, denen sie in ihrer Lehre begegnen. In dieser Diskurswerkstatt werden Best-Practice Beispiele vorgestellt, die deutlich machen, wie (Fach-)Lehrende in Zusammenarbeit mit Hochschuldidaktiker*innen den Herausforderungen in der Lehre begegnen können. Es wird aufgezeigt, welche bedarfsorientierten Angebote entwickelt wurden, um die Lehrenden bei den jeweiligen Herausforderungen lösungsorientiert zu unterstützen, wie dabei die eigene Disziplin einbezogen und zu einem integrativen Teil der Lösung wurde. Es soll diskutiert werden ob und wie sich die, für die jeweilige Disziplin, zugeschnittenen Angebote etabliert haben. Am Ende der Diskurswerkstatt sollen gemeinsam mit den Teilnehmenden Ideen überlegt werden ob und wie wir Hochschuldidaktiker*innen auf neue zukünftige disziplinspezifische Anliegen reagieren, wie vorhandene Konzepte verstetigt werden und ein Transfer in andere Disziplinen gelingen könnte.
        Speakers: Mrs. Aleksandra Jablonski (Zentrum für Wissenschaftsdidaktik (Ruhr-Universität Bochum)), Kristina Klaus (Fakultät für Biologie und Biotechnologie (Ruhr-Universität Bochum)), Vanessa Vaughn (Ruhr-Universität Bochum), Julia Philipp (Zentrum für Wissenschaftsdidaktik (Ruhr-Universität Bochum)), Stefanie Füchtenhans (Projekt inSTUDIESplus (Ruhr-Universität Bochum))
      • 17:00 Treffpunkt Marktplatz –Bündnispartner/innen erschliessen gemeinsame Lernräume 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.014 (UG) )
        Studierende, Praxisexpert/innen sowie Lehrende und Forschende der Sozialen Arbeit entwickeln in einem partizipativ-demokratischen Projekt unserer Hochschule neue Lehr-, Lern- und Kooperations-möglichkeiten. Die Handlungsfelder Praxis, Hochschule und Forschung werden auf innovative Art cur-ricular miteinander verschränkt, um gemeinsame Räume für Aneignung, Austausch und Generierung von Wissen zu öffnen. Dadurch schaffen wir zukünftig erhöhte Synergien und treiben die Weiterent-wicklung von Profession und Disziplin gemeinsam voran. Wir sehen neue kooperative netzwerkartige Strukturen mit einem hohen Selbstorganisationgrad vor, welche sich dynamisch den Veränderungen anpassen. Digitale Medien ermöglichen und unterstützen diese Formen von Lernen wesentlich.
        In einer ersten Projektphase haben wir mit der Methode «Design Thinking» gemeinsam mit den ver-schiedenen Akteur/innengruppen vielfältige Ideen entwickelt und zu Prototypen verdichtet. Aktuell werden diese Prototyen partizipativ mit allen Akteur/innen getestet. An der Tagung werden wir das agil und experimentell konzipierte Projekt kurz vorstellen und anschliessend aus unterschiedlichen Perspektiven exemplarisch auf drei «Prototypen» fokussieren und die Gelingensbedingungen und Stolpersteine thematisieren und mit den Teilnehmenden diskutieren. 
        1.	Beim Prototyp «Marktplatz» werden partizipative Formen der Entscheidungsfindung, des Wis-sensaustauschs und der Wissensgenerierung mit allen Beteiligten erprobt.
        2.	Im Prototyp «Offene und digitale Lernressourcen» werden neue digitale Wissens-Räume für alle Beteiligten entwickelt.
        3.	Im Prototyp «Kollaboratives Lernen in Projektbündnissen» arbeiten alle drei Ak-teur/innengruppen (Dozierende/Forschende, Praxisexpert/innen und Studierende) gleichbe-rechtigt, zeitgleich und direkt zusammen und organisieren sich selbst im Bündnis.
        Speakers: Prof. Regula Kunz (Hochschule für Soziale Arbeit FHNW), Prof. Stephan Kösel (Hochschule für Soziale Arbeit FHNW), Mrs. Andrea Gerber (Hochschule für Soziale Arbeit FHNW), Mrs. Nina Hatsikas-Schroeder (Hochschule für Soziale Arbeit FHNW)
    • 15:00 - 16:30 Workshops
      • 15:00 „Übers Ziel hinaus?!“ - Herausforderungen und Anwendbarkeit von Peer Learning in den studienrelevanten Schlüsselkompetenzbereichen 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.015 (UG) )
        In unserem interaktiven Workshop möchten wir mit den Teilnehmenden der Frage nachgehen, vor welchen Herausforderungen Peer-Learning unterstützende Formate beim Ausbau von studienrelevanten Schlüsselkompetenz stehen. Folgende Fragen erachten wir dabei als besonders relevant: 
        - Eignen sich Peer-Learning unterstützende Formate generell zum Ausbau von Schlüsselkompetenzen und passen sie zu jedem Lerntyp?
        - Können Studierende die Vorteile von selbstgesteuerten Lernformaten zu Beginn des Studiums einschätzen und entsprechend wertschätzen?
        - Ist das didaktische Konzept des Peer-Learnings in Deutschland kompatibel mit den bestehenden (Hochschul-)Strukturen und Leistungsanforderungen?
        Explizit sollen auch negative Erfahrungen thematisiert und diskutiert werden, um herauszufinden, ob ähnliche Herausforderungen auch an anderen Hochschulen bestehen. Durch interaktive Methoden sollen in einem ersten Schritt Herausforderungen identifiziert werden. Anschließend werden gemeinsame Lösungsstrategien entwickelt, die ein Transferpotential bieten. 
        
        Speakers: Mrs. Stefanie Vogler-Lipp (Zentrum für Interkulturelles Lernen/ Europa-Universität Viadrina), Mrs. Susanne Schwarz (Kompetenzzentrum Lernen & Lehre Digital/ Europa-Universität Viadrina)
      • 15:00 Scholarship of Teaching and Learning (SoTL): Konzept und Karriereweg in der Universität zu Lübeck 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.008 (UG) )
        Seit 2015 gibt es an der Universität eine Gruppe zu Scholarship of Teaching and Learning von 12 Forschenden und Lehrenden aus Medizin, Naturwissenschaft und Informatik, die ihre eigene Lehre beforscht. Im Workshop wollen wir Erfahrungen und Kritikpunkte zu interdisziplinärer versus disziplinärer Hochschuldidaktik im SoTL, und fachspezifische und qualitative Forschungsmethoden diskutieren.
        Dazu werden zwei aktuell laufende Projekte im SoTL vorgestellt: Amir Madany Mamlouk (Bioinformatik) beforscht mittels gamifizierter Lernlandschaften, wie sich Studierendenzentriertheit und Selbstbestimmung auf die intrinsche Motivation seiner Studierenden auswirkt. Maria Noftz (Humanmedizin) evaluiert in ihrem Projekt Sichtweisen und Reflexionen Studierender (Medizin und Gesundheitswissenschaften) zu Lehrmethoden, Inhalten und Atmosphäre zweier Module zu sexueller Gesundheit. Daraus sollen erste Handlungsanweisungen für Lehrende entwickelt werden. Bettina Jansen-Schulz, die die SoTL-Gruppe didaktisch begleitet, stellt das Lübecker SoTL-Konzept und das Konzept der Karriere durch Lehre vor.
        
        Speakers: Dr. Bettina Jansen-Schulz (University of Luebeck), Dr. Maria Noftz (Universität zu Lübeck), Dr. Amir Madany (Universität zu Lübeck)
      • 15:00 Welche Anreize fördern den Einsatz freier Bildungsmaterialien in der Hochschullehre? 1h30' ( Geb. 20.30 SR. -1.009 (UG) )
        Obwohl es inzwischen eine große Vielfalt an digitalen Lehr-/Lernmaterialien gibt, spielen freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources – OER) im Hochschulalltag bisher kaum eine Rolle. Wesentliches Element eines Geschäftsmodells für OER-Repositorien ist es daher, mögliche Nutzungsanreize für eine aktive Beteiligung mitzudenken. Inter- und intraindividuell unterschiedliche Motivlagen machen vielfältige Anreize erforderlich, welche im Rahmen unseres aktuell laufenden Projekts ergründet werden. Zudem setzt eine bedarfsorientierte Erstellung und Verfügbarmachung von Materialien das Wissen über die Anforderungen derjenigen voraus, die diese Materialien einsetzen. Diese wurden in einer Befragung von Hochschulangehörigen evaluiert und erste Empfehlungen abgeleitet. Ein weiteres grundlegendes Problem liegt darin, dass die vielfältigen im Netz verfügbaren Materialien nicht ohne weiteres gefunden werden können. In unserem Projekt wird daher ein ontologiebasiertes Metadatenkonzept für freie Bildungsmaterialien entwickelt, das es ermöglicht die in vorhandenen Lernmaterialbeständen, Repositorien und Referatorien gespeicherten Ressourcen nach vielfältigen Kriterien passgenau zu filtern und durch eine semantische Annotation allgemein (z.B. mit Google)  auffindbar zu machen.
        Speakers: Mr. Martin Mandausch (Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft), Mr. Marc Riar (Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft)
      • 15:00 Studienprogrammentwicklung als kooperativer Prozess – Merkmale von erfolgreichen Begleitungen aus hochschuldidaktischer Perspektive 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.017 (UG) )
        Es gibt mittlerweile vielfältige Erfahrungen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg, die einen Musterprozess, bestimmte Gelingensbedingungen und Herausforderungen in der Begleitung von Prozessen der Studienprogrammentwicklung erkennen lassen. Ziel ist es, gelebte kompetenzorientierte Studienprogramme zu entwickeln, die nicht nur akkreditierungsfähig sind, sondern von Lehrenden im Studiengang als sinnvoll für Lehren und Prüfen erlebt und umgesetzt werden. 
        
        Gesamtziel des Workshops ist es, das Konzept der Studienprogrammentwicklung im Zusammenhang  mit der Rolle und den Anforderungen, die an die Prozessbegleitenden gestellt werden mit den Teilnehmenden zu diskutieren. 
        Dazu wird in das Leitkonzept der kompetenzorientierten Studiengangsentwicklung eingeführt, der Verlauf einer moderierten Studienprogrammentwicklung aus der Perspektive einer internen Hochschuldidaktikerin und einer externen Prozessmoderatorin dargestellt und abschließend sich über erfahrene Praxis der Teilnehmenden ausgetauscht um Anregungen zur  Weiterentwicklung des Konzeptes an der HAW und an anderen Hochschulen zu sammeln.
        
        Speakers: Mrs. Sabine Rasch (HAW Hamburg, Referentin für Curriculumentwicklung), Mrs. Kirsten Petersen (freiberufliche Moderatorin, Dozentin)
      • 15:00 Nachhaltige Verstetigung von Lehr-Lern-Konzepten: Wie Lehrveranstaltungen von ihren EntwicklerInnen losgelöst werden können. 1h30' ( Geb. 20.30 SR 0.016 )
        Durch verschiedenste Maßnahmen gab es in den letzten Jahren einen Zuwachs an  erfolgreichen Lehr-Lern-Konzepten, jedoch stehen und fallen diese oft mit den Personen, welche sie entwickelt haben. Dies gilt insbesondere in interdisziplinären Lehr-Lernszenarien, forschendem Lernen oder Service Learning, wenn didaktisch-methodische Fragestellungen an Wertefragen gekoppelt sind und das dafür nötige didaktische Engagement den üblichen Arbeitsaufwand übersteigt. Da diese Lehr-Lern-Konzepte vor allem an Universitäten häufig von Lehrenden entwickelt werden, deren Verweildauer an der Einrichtung beschränkt, stehen andere vor der Aufgabe gegebenenfalls das Konzept weiter zu führen. An dieser Stelle scheitert die Institutionalisierung von Lehrinnovationen oft. Doch woran scheitert es?
        Ausgehend von den unterschiedlichen Erfahrungen der Dozenten und Teilnehmenden sammeln wir in dem Workshop mit den Teilnehmenden zunächst Gründe für eine scheiternde oder gelingende Verstetigung von Lehr-Lern-Konzepten und diskutieren anschließend mit dem Ziel Handlungsempfehlungen für verschiedene Stakeholder zu formulieren. 
        
        Speakers: Mr. Florian Kainer (TU Clausthal), Mr. Sebastian Schellhammer (Zentrum für Weiterbildung, TU Dresden)
      • 15:00 Workshop: Didaktische Fragestellung im Kontext des Einsatzes von Video basierten Formaten in der Lehre 1h30' ( Geb. 20.30 SR 0.019 )
        Videos werden zunehmend als mediales Element in der Lehre eingesetzt. Untersuchungen zeigen, bereits die Hälfte der Lehrenden setzten regelmäßig Video-Elemente in der Lehre ein. Mit dem Rückgang der technischen Fragestellungen rücken zunehmend didaktische Fragestellungen in den Vordergrund. Im Workshop werden wesentliche didaktische Aspekte dieses Einsatzes diskutiert. Dabei wird von Fragestellungen der Positionierung der präsenten Lehre in diesem Umfeld ausgegangen. Daraus werden Aspekte der konkreten didaktischen Gestaltung der Video-Elemente selbst abgeleitet, um Fragestellungen der Organisationsentwicklung zu diskutieren:
         - Konkurrenz oder Mehrwert: Welche didaktischen Modelle stärken beim Einsatz die präsente Lehre an der Hochschule?
        - Professionell oder selbstgemacht: Welche didaktischen Merkmale müssen Video-Elemente berücksichtigen und welche Implikationen können daraus für den Ressourceneinsatz in der Produktion abgeleitet werden? 
        - Support oder Qualifikation: Welche Kompetenzen sind bei den Lehrenden für einen gelingenden Einsatz von Video-Elementen in der präsenten Lehre notwendig? 
        
        Speakers: Mr. Andreas Sexauer (Karlsruher Institut für Technologie – Zentrum für Mediales Lernen), Mr. Daniel Weichsel (Karlsruher Institut für Technologie - Zentrum für Mediales Lernen), Mrs. Lena Schöneberger (Karlsruher Institut für Technologie – Zentrum für mediales Lernen)
      • 15:00 Das spezielle Potential digitaler Lehre für die sogenannten „Kleinen Fächer“ 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.014 (UG) )
        Wie können speziell „Kleinen Fächer“ von den Möglichkeiten digitaler Lehrformate profitieren? Dieser Frage möchten wir gemeinsam mit Vertretern von kleinen Fächern nachgehen. Dabei werden die Erfahrungen und Evaluationsergebnisse aus dem Projekt iBRIDGE dargestellt, in welchem modellhaft digitale Lehrformate, mit einem Schwerpunkt auf Lehrvideos, für die Geophysik entwickelt und eingesetzt werden, um den typischen Herausforderungen kleiner Fächer zu begegnen. Zu diesen gehören z.B. begrenzte Ressourcen zur Erstellung von Lehrmaterialien oder die geringe Bekanntheit des Studiengangs in der Öffentlichkeit. Maßnahmen sind u.a. 
        - Entwicklung eines interaktiven, videobasierten Onlinekurses
        - Schaffung der Grundlagen (rechtlich, organisatorisch) für den Aufbau eines bundesweiten geophysikalischen Medienpools und Stärkung der Kooperation zwischen den Instituten
        - Gezielte Streuung geeigneter Lehrvideos über öffentliche Kanäle wie iTunes U, YouTube, etc.
        Ziel des Workshops ist es mit Vertretern anderer kleiner Fächer persönlich in Kontakt zu treten und die Übertragbarkeit der Herausforderungen und Lösungsansätze zu diskutieren.
        
        Speakers: Sarah Holstein (Karlsruher Institut für Technologie (KIT)), Mr. David Lohner (Karlsruher Institut für Technologie (KIT))
    • 16:30 - 17:00 Pause
    • 17:00 - 18:30 Symposium
      • 17:00 Kann der Hochschultransfer die Hochschuldidaktik befruchten? 1h30' ( Geb. 10.11 Sitzungssaal Hauptgebäude (R223) )
        Hochschulen transferieren Wissen, Technologien und Ideen in die Praxis – und stoßen dadurch Praxisentwicklungen an. Wirtschaftsunternehmen, öffentliche Einrichtungen wie auch freigemeinnützige Organisationen des sogenannten dritten Sektors transferieren aber auch Wissen, Technologien und Ideen in die Hochschulen hinein – und forcieren so Hochschulentwicklung. 
        
        Forciert durch ein Bund-Länder-Programm geht es vielen Hochschulen darum, nicht nur innovativer im Transfer zu werden, sondern rekursiv auch umgekehrt durch Transfer zu „Innovativen Hochschulen“ zu werden. 
        
        In den Blick genommen werden soll in einem Symposium, anders als sonst üblich, zunächst einmal nicht Transferziele, Transferstrukturen und Transfermanagement, sondern die Grundsätze, „Praxen“ sowie die Haltungen, die es braucht, um gut zu kooperieren. Ähnlichkeiten und Unterschiede zu den Grundsätzen, Praxen und Haltungen der Hochschuldidaktik sind offenkundig…
        
        Dreizehn Vorschläge dazu stehen zu Diskussion:  
        
        A. Grundsätze des Transfers 
        1. Weil an vielen Hochschulen zumeist zuerst an wissenschaftliches Denken gedacht wird, das in praktisches Handeln einmünden soll, und nicht auch umgekehrt, besteht zwischen Wissenschaft und Praxis ein Gefälle. Dieses ist nur durch gleiche Augenhöhe einzuebnen, soll es wirklich zu einem guten Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis kommen.
        2. Das Bild der Einbahnstraße prägt häufig den Hochschultransfer: Hochschulseitig wird gegeben und praxisseitig genommen. Dem ist nicht so: Transfer gelingt nur bei beiderseitigem Geben und Nehmen. 
        3. Der Erfahrungsreichtum der Praktiker und die wissenschaftlichen Fähigkeiten der Hochschulmitglieder dürfen sich nicht in Rückblicken und Seitenblicken erschöpfen. Eine nachhaltige Transferperspektive braucht tiefere Einblicke und bessere Überblicke; vor allem aber gemeinsame Vorausblicke.
        4. Eine ehrliche Fremd- und Selbstkritik macht sowohl in der Praxis wie auch in der Wissenschaft Innovations- wie auch Kompensationspotenziale aus. Deshalb lohnt es, sich einerseits an Spitzenleistungen zu orientieren, andererseits aber auch zu versuchen, jeden mitzunehmen. 
        
        B. Praxen 
        5. Auch Praxispartner leben mittlerweile in der Wissensgesellschaft. Der grundlegende Ansatz des Transfers ist deshalb weniger die Information als vielmehr das Aufeinander-Zugehen und die Ansprache, um Partnerschaften einzugehen. 
        6. Allerdings kann es nicht beim Ansprechen allein bleiben. Partnerschaften, sind sie erst einmal begründet, müssen stetig gepflegt, Partner müssen stetig begleitet werden. 
        7. Wer allerdings glaubt, eine Partnerschaft nach der anderen jeweils sind in der Form eines „Einzels“ bespielen zu können, irrt sich. Praxispartner passen ihnen zugespielte Bälle gern weiter. Deshalb müssen auch Hochschulen es wagen, das Spiel zu öffnen und größere Netzwerke aufzubauen, durch die die Praxispartner auch untereinander kooperieren und „Mannschaften“ bilden können. 
        8. Netzwerke dürfen von Hochschulen nicht neutral moderiert oder gar koordiniert werden. Sie dienen auch dazu, Praxispartnern und der Praxis Brücken in die Hochschulen hinein zu bauen und sie in die – nicht von sich aus einladenden – Hochschulstrukturen hinein zu vermitteln.
        9. All das scheint selbstverständlich zu sein, ist es jedoch allzu häufig nicht. Partneransprache und Partnerschaftspflege, Netzwerk- und Vermittlungsarbeit, die allzu oft von Einzelpersonen verantwortet werden, bedürfen zusätzlich zur wichtigen personellen Komponente einer institutionellen Verbindlichkeit. 
        
        C. Haltungen 
        10. Transfer ist Zusammenarbeit von Hochschulmitgliedern mit externen Partnern. Allerdings arbeiten längst nicht alle Hochschulmitglieder immer gut zusammen. Um wirklich transferieren zu können, muss zunächst daran gearbeitet werden.
        11. Transfer dient der gegenseitigen Unterstützung und Förderung. Dazu sollte auch die Zusammenarbeit zwischen Hochschulmitgliedern führen. Dieses Ziel sollte ehrlicherweise geschärft werden, damit es auch als Transferziel gesetzt werden kann.
        12. Transfer verlangt, dass sich die beteiligten Partner weiterentwickeln. Hochschulmitglieder sind nicht immer offen dafür, sich selbst zu verändern. Das ist jedoch notwendig, soll es von Praxispartnern verlangt werden. 
        13. Transfer hat Stärken und Schwächen, ebenso wie die Lehre und Forschung der Hochschulmitglieder. Mit Qualitätsansprüchen und -mängeln konstruktiv und grundlegend wertschätzend umzugehen, müssen Hochschulmitglieder immer wieder aufs Neue lernen, damit guter Transfer möglich wird.
        Speaker: Peter-Georg Albrecht (Hochschule Magdeburg-Stendal)
    • 17:00 - 18:30 Workshops
      • 17:00 Schreibaufgaben in der Fachlehre – Über ihren Nutzen und wie man sie konkret stellt 1h30' ( Geb. 20.30 SR 0.019 )
        Schreiben ist ein zentrales Denk- und Lerninstrument in jedem Studium. Erst durch das Verschriftlichen werden Gedanken geordnet, systematisiert, reflektiert und weiter entwickelt. Schriftliche Texte sind daher als Prüfungsform an deutschen Hochschulen Standard. In der Lehre dagegen wird das Potenzial des Schreibens kaum genutzt, obwohl empirische Ergebnisse die lernförderliche Wirkung anspruchsvoller und sorgfältig konzipierter Schreibaufgaben in Fachlehrveranstaltungen belegen (vgl. Sommers/Saltz 2005; Anderson et al. 2015). Um diesen Zustand zu ändern, möchten wir im Workshop über Schreibaufgaben informieren und das Thema gemeinsam mit Hochschuldidaktiker/innen und Fachlehrenden bearbeiten. 
        Konkret werden wir nach einem kurzen Einführungsvortrag zu theoretischen und empirischen Hintergründen folgende Arbeitsstationen anbieten: 
        • Station 1: Erfahrungsaustausch zu Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Lehrenden zu Schreibaufgaben, Vorstellung verschiedener Konzepte und möglicher Schwierigkeiten 
        • Station 2: Diskussion von Beispiel-Schreibaufgaben aus verschiedenen Fächern 
        • Station 3: Diskussion von Beispiel-Seminaren mit eingebundenen Schreibaufgaben aus verschiedenen Fächern 
        • Station 4: Erarbeitung eigener Schreibaufgaben mit Feedback 
        
        Speakers: Dr. Katinka Netzer (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Kerrin Riewerts (Universität Bielefeld), Dr. Nadine Stahlberg (TU Hamburg-Harburg), Dr. Nora Hoffmann (Johannes Gutenberg Universität Mainz), Svenja Kaduk (Universität Bielefeld)
      • 17:00 Workshop: Modell für mehr Partizipation – Gestaltung einer Kooperativen Didaktik 1h30' ( Geb. 20.30 SR 0.016 )
        Die Digitalisierung verändert die akademische Bildung. Wichtige Lebens-, Lern- und Arbeitsaktivitäten erfolgen gewohnheitsmäßig mit digitaler Unterstützung. Internetbasierte Portale ermöglichen Studierenden den direkten Zugriff auf Studieninhalte und Learning Communities. Die entstehende Feedback-Kultur basiert auf Teilhabe. Hochschulbildung wird verändert durch frühzeitige Einbeziehung Studierender in die Forschungsarbeit. Die Verfügbarkeit der digitalen Informationen schafft Herausforderungen durch Überflutung und Überwachung. Data Mining oder Machine Learning schaffen ein differenziertes Instrumentarium zur Gestaltung akademischer Lehre. Die Erweiterung der instruktiven um die konstruktivistische Didaktik erlebt mittels der Digitalisierung eine Intensivierung des selbstorganisierten Lernens.
        Ein Ansatz den Herausforderungen der Digitalisierung in der Hochschulbildung zu begegnen, ist die Gestaltung einer kooperativen Didaktik. Die Veränderung der Kooperationsbeziehungen durch die Digitalisierung in Studium und Lehre ist Gegenstand des Workshops.
        Im Workshop werden zwei Bereiche exemplarisch vertiefend diskutiert:
        - die geteilte Autorenschaft von digitalen Lehrmedien an der Hochschule. 
        - die e-Participation als neues Potential der erweiterte Mitwirkung großer Kohorten. 
        
        Speakers: Prof. Gerd Gidion (Karlsruher Institut für Technologie – IBAP, ZML), Mr. Andreas Sexauer (Karlsruhe Institute of Technologie), Mr. Daniel Weichsel (Karlsruher Institut für Technologie - Zentrum für Mediales Lernen)
      • 17:00 „Alles innovativ heute?! Partizipation – Innovation – Mapping“ – Impulse für eine interdisziplinäre, interaktive und praxisorientierte Ausrichtung der Seminarveranstaltungen im BA-/MA-Ergänzungsbereich 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.017 (UG) )
        Das Seminar „Alles innovativ heute?! Partizipation – Innovation – Mapping“ wurde vom Institut für Sachunterricht (ISU) der Universität Duisburg-Essen (UDE) für den Ergänzungsbereich der BA- und MA-Studiengänge aller Fachrichtungen konzipiert, um  auf theoretischer und praktischer Ebene die Teilnahme an Innovations- und Raumgestaltungsprozessen zu ermöglichen, und fördert fünf zentrale Dimensionen:
        • Verzahnung von Lehre und aktueller Forschung am ISU zu Innovativität und Spatial Citizenship.  
        • Aktive Beteiligung der Studierenden im Zuge eines Mapping-Projekts, welches eine kritische und gestalterische Auseinandersetzung mit aktuellen UDE-Bauprojekten ermöglicht.
        • Inneruniversitärer Austausch zwischen dem ISU und Baudezernat.
        • Förderung von Diversität, indem die Auseinandersetzung mit Seminarinhalten aus der disziplinären und lebensweltlichen Perspektive der Studierenden erfolgt.
        • Förderung wissenschaftlichen Arbeitens durch das Verfassen eines an ein Peer-Review-Verfahren gekoppelten Artikel der Studierenden.
        Innerhalb des interaktiven Workshops werden zunächst Seminarelemente in Form eines Mappings praktisch erfahrbar gemacht und anschließend – angereichert durch Input hinsichtlich Methodik, Inhalt und Konzipierung des Seminars – Teilnehmende eingeladen, das Transferpotenzial des Projekts zu diskutieren.
        
        Speakers: Swantje Weis (Researcher/Pdh-Student), Claudia Scharf (Universität Duisburg-Essen)
      • 17:00 Coaching und Hochschule. Kriterien für HochschulCoaching: Ein Entwicklungsrahmen für Praxis und Forschung 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.009 (UG) )
        Dieser Workshop richtet sich an alle, die Coachings für Lehrende und Führungskräfte an Hochschulen konzipieren, organisieren und evaluieren.
        Wir stellen den „Entwicklungsrahmen HochschulCoaching“ vor, in dem Kriterien benannt werden, wie Coaching an Hochschulen konzipiert, implementiert und weiterentwickelt werden kann. Diese Kriterien sind Empfehlungen für gute Praxis und sollen als Rahmen dienen, um innerhalb der Personalentwicklung, der Gleichstellung, der Hochschuldidaktik, der Weiterbildung, der Organisationsentwicklung, dem Qualitätsmanagement, den Beratungsstellen etc. eine standortspezifische Ausgestaltung zu ermöglichen. 
        Der Entwicklungsrahmen ist das Ergebnis eines vielschichtigen Verfahrens, dem ein erster Entwurf des Kompetenzzentrums Hochschuldidaktik für Niedersachsen (kh:n) voraus ging. Aktuell liegt nach Einarbeitung wiederholter Rückmeldeschleifen aus der community HochschulCoaching eine dritte Fassung vor.
        Im Workshop wird der Entwicklungsrahmen vorgestellt und die Handhabbarkeit reflektiert, werden Beispiele aus der Praxis gesammelt und ergänzt sowie Anregungen für die Weiterentwicklung diskutiert.  
        
        Speakers: Dr. Jochen Spielmann (Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen), Mr. Volker Voigt (Komptetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen)
      • 17:00 Flipped goes Blocked : Conference style als Lehrform 1h30' ( Geb. 20.30 SR -1.008 (UG) )
        Lehrveranstaltungen, die über den üblichen 90-minütigen Turnus hinausgehen, stellen andere didaktische Herausforderungen an die Lehrenden. Am Beispiel des Konferenz-Formates wird eine Mini-Konferenz mit Keynotes, Postersession und Workshops vorgestellt. Die Teilnehmenden erfahren innerhalb dieses Konferenzformats, wie sie eine Lehrveranstaltung blocken und Inhalte interaktiv vermitteln können. In der ersten Keynote wird das Konferenzscenario vorgestellt, die Teilnehmenden schlüpfen dann in die Rolle der Lernenden, lernen forschend und partizipieren in der Postersession und in Workshops. Zur Ergebnissicherung werten sie ihre Erfahrungen aus und transferieren sie in ihre eigene Lehrveranstaltung.
        Dadurch, dass die Teilnehmenden selber in die Rolle der Studierenden schlüpfen, erfahren sie, wie mit der Hilfe von interaktivem Mobiliar (Steelcase) Aktivierung der Studierenden und dadurch Steigerung der Motivation und des Lernerfolgs sicher gestellt werden kann.
        In der abschließenden Keynote wir von den Erfahrungen berichtet, Studierenden anzubieten, 5-8h gemeinsam in einem Schreibraum zu verbringen und z.B. assignments hoch diszipliniert zu verfassen.
        
        Speaker: Ms. K. Kathy Meyer-Ross (HTW Dresden)
    • 18:30 - 19:30 Pause
    • 19:30 - 22:00 Conference Dinner mit Buffet und Musik
  • Friday, 2 March 2018
    • 09:15 - 11:15 Impulsforum 11: Verbesserung der Lehrqualität durch die Etablierung neuer Lehrformen und Kooperationen
      Location: Geb. 20.30 SR -1.013 (UG)
      • 09:15 Förderung von kreativem Denken in der Hochschullehre. Erste Ergebnisse einer Evaluationsstudie zur Kombination der Inverted-Classroom-Methode mit dem Einsatz von Tablets in kunstdidaktischen Seminaren 2h0'
        Innerhalb des durch das Fellowship für Innovationen in der digitalen Hochschullehre geförderten Projektes „Innovation durch Kombination“, wurde ein Lehrkonzept erprobt und evaluiert, in dem das Inverted Classroom Modell durch den Einsatz von iPads und fachspezifisch-kreativitätsfördernde Maßnahmen in den Präsenzveranstaltungen ergänzt.
        Dieses wurde durch mehrere Untersuchungen (Pre-Posttest, Beobachtungen, Interviews) begleitet, um den Effekt der Lehrinnovation auf das kreative Denken, die Beteiligung der Studierenden und deren Wahrnehmung des Seminars zu ermitteln.
        
        Der Vortrag skizziert das Lehrkonzept, die eingesetzten digitalen Lernformate und das Untersuchungs-design. Darüber hinaus erste Ergebnisse der Begleitforschung vorgestellt und diskutiert. So zeigen sich beispielsweise in der Beobachtungsstudie bereits erste positive Effekte hinsichtlich des Neugierverhal-tens und der Fokussierung. Ziel ist es, mit dieser ersten explorativen Studien eine Grundlage für wei-tere Forschungen zu etablieren.
        
        Speakers: Prof. Rebekka Schmidt (Kunstdidaktik Universität Paderborn), Ms. Sarah Biemann (Kunstdidaktik Universität Paderborn)
      • 09:15 Kooperation zwischen Lehrenden und Fachwissenschaftlern als Realisierungsmöglichkeit für SoTL 2h0'
        Scholarship of teaching and learning (SoTL) kann einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Lehrqualität an Hochschulen leisten. In der Literatur werden verschiedene Wege aufgezeigt, wie die Hochschuldidaktik positiv auf diese Faktoren einwirken kann. Eine Möglichkeit qualitativ hochwertige (im Sinne von übertragbaren) Ergebnisse zu erzielen bleibt dabei aus unserer Sicht jedoch zu wenig beleuchtet: Die Kooperation von Lehrenden mit empirisch arbeitenden Fachwissenschaftlern anderer Disziplinen.
        Im Beitrag werden anhand eines Praxisbeispiels die Chancen und Probleme einer solchen Organisationsform von SoTL aufgezeigt und diskutiert. Dazu wird zunächst das SoTL Vorhaben vorgestellt um darauf aufbauend strukturelle Merkmale herausarbeiten und diskutieren zu können. Im Kooperationsprojekt wird eine Lehrveranstaltung zur Förderung berufsbezogener Kreativität beforscht. Mit dem Projekt wird durch SoTL ein innovatives Konzept entwickelt, das forschungsbasiert eine zukunftsorientierte und damit nachhaltige Kompetenzentwicklung entlang praktischer Didaktik ermöglicht. Einen besonderen Mehrwert für die Weiterentwicklung der Lehre sehen wir in der Zusammenarbeit von Hochschulen für Angewandte Wissenschaft/Fachhochschulen und Universitäten.
        
        Speakers: Prof. Tobias Seidl (Hochschule der Medien Stuttgart), Dr. Carolin Palmer (Justus-Liebig Universität Gießen)
      • 09:15 Veränderungsprozesse in der Hochschullehre 2h0'
        Die zunehmende Heterogenität (DZHW, 2017) unter den Studie-renden erfordert eine auf diese veränderten Bedürfnisse abge-stimmte Lehre. Die Lehre dahingehend zu verändern ist ein Ziel, des Projekts „Personal Mastery“ an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Am Beispiel der Einführung von Just-in-Time-Teaching und Peer-Instruction wird erprobt, welche Erfahrungen Lehrende, des Studiengangs Technik-Management, bei der Ein-führung neuer Lehrmethoden machen und welchen Fallstricken sie dabei begegnen. 
        Durch die Einführung der Lehrmethoden reflektieren die Lehren-den sowohl Ihren Unterrichtsstil als auch die Unterrichtsinhalte – beides Grundvoraussetzung, dass sich die Rolle des Lehrenden langfristig weiterentwickeln kann.  
        Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Unterstützungsmaßnahmen dahingehend wirken müssen, subjektiv wahrgenommene Zeit-räume für die Methode zu schaffen: Erstens durch vorbeugende Reduzierung technischer Probleme, zweitens durch Hinweise zur didaktischen Reduktion und drittens durch Austauschmaßnah-men, die zumindest den sozialen Druck im Kollegium reduzie-ren. Weitere Reflexionsmöglichkeiten werden geschaffen, um zusätzliche Stabilisierungsmechanismen für den Transformati-onsprozess zu gestalten.
        
        Speaker: Ms. Irena Schreyer (Hochschule Ravensburg-Weingarten)
    • 09:15 - 11:15 Impulsforum 12: Einblicke in E-learning gestützte Lehr-/Lernangebote
      Location: Geb. 20.30 SR -1.011 (UG)
      • 09:15 Forschung und Praxis verbinden: Entwicklung eines didaktischen Designs zur Förderung des selbstregulierten E-Learning im Master of Education 2h0'
        In den lehramtsbezogenen Masterstudiengängen wird seit mehreren Jahren ein E-Learning-Seminar zur Vermittlung psychologischer Grundlagen eingesetzt. Die Anforderungen an das selbstregulierte Lernen der Studierenden sind hoch: Innerhalb von vierzehntägigen Lerneinheiten erarbeiten sie fünf Themenbereiche und verfassen jeweils eine schriftliche Hausaufgabe, auf die eine individuelle Rückmeldung erfolgt. Die Veranstaltung schließt mit einer Klausur am Semesterende.
        
        In den letzten Semestern konnten über Lerntagebuchstudien wichtige Einblicke in das Studierverhalten gewonnen werden: Die Teilnehmer/innen investieren innerhalb des Semesters signifikant weniger Zeit in die Veranstaltung als für die Klausurvorbereitung. Zwar variieren sie ihre Lernstrategien systematisch in Abhängigkeit vom Lernziel, setzen förderliche Lernstrategien insgesamt aber nur selten ein.
        
        Diese Erkenntnisse aus den letzten Semestern werden aktuell für eine grundlegende didaktische Überarbeitung genutzt. Dabei wird neben neuen Aufgabenformaten auch eine neue Lerneinheit zum Thema Selbstregulation entwickelt. Sie hat die Einübung der erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Ziel. Die Neukonzeption der Veranstaltung wird im Impulsreferat vorgestellt und diskutiert.
        
        Speaker: Dr. Natalie Enders (Leibniz Universität Hannover)
      • 09:15 Kooperatives Lernen in Remote-Labs 2h0'
        Remote-Labore ermöglichen den zeit- und ortsunabhängigen individuellen Zugriff per Webinterface auf ein reales Labor. Im Präsenzlabor unterstützt kooperatives Lernen den Wissens- und Kompetenzerwerb. Doch wie erfolgt kooperatives Lernen in Remote-Laboren? Ausschließlich digital? Als Gruppenleistung mit Arbeitsteilung? In einer Online-Umfrage (N=34) befragten wir Studierende der Informatik, die in den Selbstlernphasen mit einem Remote-Labor arbeiteten, zu ihren Arbeitsweisen und Erfahrungen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass nur ein Teil der Studierenden online synchron (66,7% „nie“ oder „selten“) oder asynchron (53,9% „nie“ oder „selten“) kooperativ lernten, sondern überwiegend gemeinsam vor Ort. Was die Gründe hierfür sind, z.B. motivationale oder pragmatische, muss Gegenstand weiterer Untersuchungen sein. Die Arbeitsteilung bezeichneten zwei Drittel der Studierenden als ausgewogen. Je geringer die Studierenden ihren Anteil an der Gruppenarbeit einschätzten, desto schlechter war die Prüfungsleistung (Spearmans Rho = -0,40, p=,02). Eine bessere Anleitung der Gruppenarbeit und die Einbindung kooperativer Tools im Remote-Labor könnten dem entgegenwirken und das kooperative Online-Lernen unterstützen.
        
        Speakers: Dr. Anja Hawlitschek (Hochschule Magdeburg-Stendal), Till Krenz (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
      • 09:15 Sprachsensibles Unterrichten im Fachunterricht: e-Learning Modul für die Kompetenzentwicklung in der Lehramtsausbildung 2h0'
        Den meisten Fachlehrkräften ist die Forderung nach einer durchgängigen Sprachförderung zwar bewusst, sie fühlen sich jedoch nicht ausreichend vorbereitet. Der Frage, welche Kompetenzen Lehrkräfte benötigen und wie diese Kompetenzen durch die Ausgestaltung der universitären Lerngelegenheiten am besten angebahnt werden können, hat sich das DaZKom-Projekt angenommen und sowohl  ein Kompetenzkonstrukt als auch einen Test entwickelt und validiert. 
        Diese Kompetenzdimensionen wurden im Rahmen eines Deutsch-als-Zweitsprache-Seminars in Form eines innovativen Lehrkonzepts umgesetzt. Das Seminar wurde in drei verschiedenen Formaten angeboten: 100% online, 100% face-to-face und hybrid (50% online, 50% face-to-face). An das Seminar wurde ein Begleitforschungsprojekt angebunden, das sich mit folgenden Forschungsfragen beschäftigt hat:
        (1) Inwieweit verändert sich die Kompetenz von Lehramtsstudierenden bezüglich des Umgangs mit mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern über einen Zeitraum von 14 Wochen? 
        (2) Ergeben die unterschiedlichen Seminarformate unterschiedliche Kompetenzzuwächse?
        (3) Wie werden die Seminarformate von den Studierenden in Bezug auf die Seminarinhalte und den selbstberichteten Lernzuwachs wahrgenommen?
        Im Vortrag werden die Studie und die an die Forschungsfragen anknüpfenden Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. 
        
        Speaker: Mrs. Lisa Otto (Ruhr-Universität Bochum)
      • 09:15 Blended Learning in der Softwareschulung. Studierende für neue digitale Anwendungen begeistern. 2h0'
        Neue Lehr-Lernformate in der GIS-Ausbildung (Geoinformationssysteme) an der Leibniz Universität Hannover erprobt und evaluiert das BMBF geförderte Projekt zur Qualitätsoffensive Lehrerbildung (1). Im Fokus stehen die Bereitschaft und Bedenken von Studierenden, komplexe Softwareanwendungen im zukünftigen Berufsalltag zu verwenden.
        Ausgangspunkt bildet die didaktisch strukturierte Konzeptentwicklung der GIS-Softwareschulung als Blended Learning und best-practice-Angebot. Lernstände und –fortschritte wurden mit standardisierten Fragebögen, Lehrevaluationen, Lerntagebüchern und Interviews erfasst. Die gesamte Untersuchung basiert auf der Idee eines zirkulären Untersuchungsprozesses. 
        Um die Diskrepanz zwischen den in der GIS-Ausbildung erlernten Fähigkeiten und den Anforderungen im schulischen Kontext zu überwinden, wurde der gleichzeitige Transfer von Fachwissen und Fachmethodik konzeptionell aufgegriffen und binnendifferenzierend im Blended Learning umgesetzt. 
        Einzelne Aspekte werden im Qualifizierungsprojekt digtaLe (digitales Lehren und Lernen) in andere Lehr-Lernszenarien transferiert bzw. neu kontextualisiert.
        
        (1) Studie im Rahmen des Projekts „Theoria cum praxi. Förderung von Reflektierter Handlungsfähigkeit als Leibniz-Prinzip der Lehrerbildung
        
        Speaker: Dr. Yvonne von Roux (HGD)
    • 09:15 - 11:15 Impulsforum 13: Lehrevaluationen unter die Lupe genommen
      Location: Geb. 20.30 SR 0.016
      • 09:15 Teaching Analysis Poll (TAP) – studentische Rückmeldungen als Datenbasis zur Entwicklung (fach)spezifischer hochschuldidaktischer Fortbildungen 2h0'
        Teaching Analysis Poll (TAP) ist als qualitative Methode der formativen Lehrveranstaltungsevaluation inzwischen weit verbreitet. Durch die offene Form ist TAP gut geeignet, spezifische Stärken und Schwächen einer Lehrveranstaltung aus studentischer Sicht aufzudecken. 
        Offen ist, ob darüber hinaus mit TAP auch fachspezifische Verbesserungspunkte und damit ein fachspezifischer Bildungsbedarf identifiziert werden kann. Um dies zu überprüfen, wurden die in TAPs erhobenen Rückmeldungen aus zwei verschiedenen Fachbereichen verglichen. Dabei wurden lediglich die als kritisch bewerteten Punkte berücksichtigt, da diese den Verbesserungsbedarf aus studentischer Sicht widerspiegeln. 
        Diese Analyse zeigte, dass sich die genannten Kritikpunkte zwischen den Fächern in vielen Kategorien mit mittleren bis hohen Effektstärken signifikant unterscheiden.  Gleichzeitig lässt sich auch anhand der unterschiedlichen Nennungshäufigkeiten in jedem Fachbereich ableiten, welche didaktischen Handlungsmuster die Studierenden in den jeweiligen Studiengängen als besonders wichtig zur Unterstützung ihres Lernprozesses erachten. Die Ergebnisse aus TAP liefern damit eine Datenbasis zur Konzeption fachspezifischer hochschuldidaktischer Fortbildungen.
        
        Speakers: Dr. Birgit Hawelka (Universität Regensburg), Dr. Stephanie Hiltmann (Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsdidaktik, Universität Regensburg)
      • 09:15 Untersuchungen zur Testgüte des Progress Test Psychologie an der Universität Witten/Herdecke 2h0'
        Der Progress Test Psychology (PTP) wurde zur Qualitätssicherung des sechssemestrigen Bachelorstudiums "Psychologie und Psychotherapie" entwickelt und im Dezember 2014 pilo-tiert (Zupanic et al., 2016). Dabei ist ein sorgfältig entworfener Blueprint neben dem Re-viewprozess durch qualifizierte PsychologInnen ein wichtiger Aspekt zur Sicherstellung der Inhaltsvalidität (Plessas, 2017). Im PTP wird das Fachwissen der Studierenden mit jeweils 100 True/False-Items auf Absolvierendenniveau erfasst, die mit Konfidenzgewichtung beant-wortet werden. Ergebnisse aus fünf Testzeitpunkten jeweils zu Beginn des Semesters (Som-mersemester 2015-2017) belegen eine gute bis sehr gute Zuverlässigkeit des Tests mit ei-nem Minimum für PTP 03 (α = 0,83) und einem Maximum für PTP 01 (α = 0,91). In Quer- und Längsschnittsanalysen zeigt sich ein Anstieg der Testwerte über die Semester hinweg und zugleich ein Rückgang der "Weiß nicht"-Antworten. Die Ergebnisse bestätigen die Reliabilität und die Konstruktvalidität des PTP. Das Potenzial des Progress Test Psychologie und seine Nützlichkeit für die Qualitätssicherung des Studiengangs werden deutlich erkennbar.
        Speaker: Dr. Michaela Zupanic (Universität Witten/Herdecke)
      • 09:15 Effektive Lehre aus Sicht der Studierenden: Surveyexperimente in der Hochschulforschung 2h0'
        Zur Förderung der Lehrqualität stehen Hochschulen vor der Aufgabe Lehre stetig zu verbessern, an unterschiedliche Zielgruppen anzupassen und Lehrinnovationen gezielt zu fördern. Dabei ist Lehrqualität ein multidimensionales Konzept. Die Frage welche dieser Dimensionen sich ursächlich auf das Urteil der Studierenden zur Lehrqualität auswirken, ist äußerst relevant für die Praxis, aber empirisch nicht geklärt. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Beitrag die Vorteile von Surveyexperimenten für Forschung und Lehre.
        Erstens zeigen wir anhand erster empirischer Ergebnisse in wie fern Surveyexperimente eingesetzt werden können, um kausale Bewertungsstrukturen studentischer Urteilsbildung sichtbar zu machen. Ein Vergleich zwischen den prinzipiell bedeutsamsten Lehrqualitätsindikatoren und der kursspezifischen Bewertung bietet somit eine direkte und zeitnahe Handlungsempfehlung für Dozierende.
        Zweitens illustrieren wir das Potential von Surveyexperimenten in der Fragebogenentwicklung für die studentische Lehrveranstaltungsevaluation. Die situations- und kontextbezogenen Ergebnisse erlauben es Fragebögen entsprechend der Vorstellung von Studierenden, Dozierenden und der Hochschulleitung zu optimieren sowie auf bedeutsame Indikatoren zugunsten eines „schlanken“  Fragebogendesigns zu reduzieren.
        
        Speakers: Mr. Edgar Treischl (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Ms. Anna-Lena Hönig (Universität Mannheim)
    • 09:15 - 11:15 Impulsforum 14: Perspektiven forschenden Lernens in Lehr-/Lernzusammenhängen
      Location: Geb. 20.30 SR -1.012 (UG)
      • 09:15 Forschendes Lernen an einer Technischen Universität fördern. Errungenschaften, Grenzen und Bedarfe einer didaktischen Qualifizierung wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2h0'
        An Forschendes Lernen werden hohe Erwartungen gerichtet. Gleichzeitig werden Herausforderungen in der Implementierung deutlich. Am Beispiel des Qualifizierungsprogramms zum Forschenden Lernen an der Technischen Universität Hamburg für wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen werden Erfolge, Grenzen und Handlungsbedarfe dargestellt. Die einjährige Weiterbildung besteht aus Workshops, Lehrpraxisprojekten und einer Abschlussveranstaltung, bei Interesse auch aus einer Analyse und Dokumentation der Lehrinnovation. Das Programm wurde mittels Abschlussbefragungen und Leitfragen-gestützten Interviews mit Teilnehmenden der ersten drei Kohorten untersucht. Es zeigt sich, dass sie das Qualifizierungsprogramm akzeptieren, sich allgemein didaktisch kompetent einschätzen und an Lehrweiterentwicklung interessiert sind, allerdings ihre Fertigkeiten und Absichten für forschungsbezogene Lehre mittelmäßig einschätzen. Bemerkenswert ist, dass Teilnehmende ihre Fertigkeiten für forschungsbezogene Lehre und zukünftigen Absichten an Lehrbeforschung und -dokumentation höher einschätzen je umfangreicher die Praxisprojekte sind und persönliche Berufsperspektiven und Institutsunterstützung relevant sind. Um Implementierungsbarrieren zu überwinden, ist es essentiell, individuelle Bedarfe und strukturelle Rahmenbedingungen zu berücksichtigen und den Dialog in der Hochschule zu fördern. 
        Speakers: Dr. Ulrike Bulmann (Zentrum für Lehre und Lernen, Technische Universität Hamburg), Dr. Sara Braun (Zentrum für Lehre und Lernen, Technische Universität Hamburg)
      • 09:15 Scholarship of Teaching & Learning als Königsweg zur Verbindung hochschuldidaktischer Praxis und Forschung!? Erfahrungen und empirische Begleitforschung aus einem Lehr-Lern-Forschungsprojekt 2h0'
        Der Erwerb von Forschungskompetenz gehört zu den zentralen Aufgaben von Studierenden im Rahmen eines universitären Studiums. Die selbstständige Anwendung wissenschaftlicher Methoden und Kenntnisse wird dabei als wesentliches Ziel des Studiums betrachtet. Um eine solche praktische Forschungskompetenz zu entwickeln, scheint es unerlässlich zu sein, dass Studierende Forschung selbsttätig praktizieren. Als hierfür besonders geeignet gilt der Ansatz des Forschenden Lernens.
        Den Prinzipien des Scholarship of Teaching and Learning folgend wurde ein auf vier Semester ausgelegtes Lehr-Lern-Forschungsprojekt des medienbasierten Forschenden Lernens konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Im Rahmen des Impulsforums wird diese Konzeption unter der besonderen Berücksichtigung des neuen Prüfungsformates  sogenannte Videodokumentationen  vorgestellt. Darauf aufbauend werden die Erfahrungen, Probleme und Herausforderungen thematisiert, die bei der Durchführung des Vorhabens gemacht wurden. Ergänzt wird der Vortrag durch Ergebnisse der empirischen Begleitforschung.
        
        Speaker: Mr. Bastian Hodapp (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
      • 09:15 Evaluation forschendes Lernen – zwischen Qualitätsmanagement und Grundlagenforschung 2h0'
        Forschungsorientierung ist an Universitäten en vogue; nicht wenige Projekte des Qualitätspakts Lehre (BMBF) haben genau hier ihren Schwerpunkt und in den letzten Jahren vielfältige Maßnahmen umgesetzt. Die wenigen Evaluationen zu forschungsorientierter Lehre scheinen sich kaum von klassischen Lehrveranstaltungsevaluationen zu unterscheiden. Dies hängt auch mit der Tatsache zusammen, dass innerhalb der hochschuldidaktischen Forschung wenig Wissen darüber zur Verfügung steht, wie forschungsorientierte Lehre bzw. forschendes Lernen angemessen evaluiert werden kann und welche Strategien dafür vorhanden sind. Der Beitrag setzt an dieser Stelle an und fragt im Detail nach der Art und den Inhalten der Evaluation sowie nach den mit der Evaluation als auch mit der forschungsorientierten Lehre verbundenen Zielen. Zur Beantwortung der Frage werden Ergebnisse aus Inhaltsanalysen studiengangsrelevanter Dokumente sowie Interviews mit Akteuren*innen zur forschungsorientierten Lehre herangezogen, um die Durchführungsform und die Ziele von Evaluation zu eruieren. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie die Evaluation forschungsorientierter Lehre aktuell gestaltet wird und wo blinde Flecken auszumachen sind. 
        Speakers: Prof. Mandy Schiefner-Rohs (TU Kaiserslautern), Gianpiero Favella (TU Kaiserslautern), Dr. Eileen Lübcke (HUL)
      • 09:15 Social Networking Software zur Aktivierung und Vernetzung Lehrender in einem Qualifizierungsprogramm zum Forschenden Lernen 2h0'
        Soziale Netzwerke finden im Hochschulkontext bereits Verwendung. In der Hochschuldidaktik liegt der Fokus meist auf Anwendungsszenarien dieser digitalen Werkzeuge in der Lehre. Es liegen jedoch nur wenige Erkenntnisse darüber vor, inwieweit ihr Einsatz in der didaktischen Weiterbildung von Lehrenden zur Interaktion, Vernetzung und Kollaboration beitragen kann. Im Qualifizierungsprogramm Forschendes Lernen der Technischen Universität Hamburg wird seit Dezember 2017 die Social Networking Software HumHub eingesetzt. In einer quantitativen und qualitativen Erhebung wird untersucht, inwieweit HumHub komplexe Gruppen- und Arbeitsprozesse im Qualifizierungsprogramm unterstützen kann. Im Fokus der Erhebung stehen Aspekte wie die Qualität der in HumHub bereitgestellten Struktur, die Akzeptanz im Umgang mit dem Werkzeug sowie die (Medien-)Kompetenzentwicklung der Teilnehmenden. Der Beitrag stellt erste Ergebnisse dazu vor, welche Hürden und Chancen bei der Online-Zusammenarbeit in sozialen Netzwerken auftreten können und welche Empfehlungen sich für aktivierende und motivierende Lern- und Arbeitsprozesse ableiten lassen.
        Speakers: Mrs. Sabine Schermeier (Technische Universität Hamburg), Mrs. Nicole Podleschny (Technische Universität Hamburg), Mrs. Ulrike Bulmann (Technische Universität Hamburg)
    • 09:15 - 11:15 Impulsforum 15: (Weiter)Entwicklung diversity-sensibler und international orienterter Bildungsangebote
      Location: Geb. 20.30 SR -1.017 (UG)
      • 09:15 Lehrkompetenzentwicklung im Kontext der Internationalisierung der Lehre – Erkenntnisse und Fragen aus der Arbeitstagung "Teaching Internationally" 2h0'
        Alle Studierenden sollen an ihrer deutschen Hochschule internationale und interkulturelle Perspektiven entwickeln können und auf Chancen, Risiken und Unsicherheiten in einer globalen Welt vorbereitet werden (HRK). International orientierte Lehre stellt hohe Ansprüche an die Lehrenden. Zur selbstverständlichen Expertise im eigenen Thema kommen Aspekte der  fremden Lehr- und Lernsprache und eine oft kulturell diverse Lernendengruppe hinzu. Was brauchen Lehrende, um lernorientierte Veranstaltungen durchzuführen, die sich an den Bedürfnissen einer internationalen Zielgruppe orientieren und sie international qualifizieren?
        Auf der Fachtagung „Teaching Internationally“, die das Berliner Zentrum für Hochschullehre am 13.2.2018 veranstaltet, bieten ExpertInnen Inputs zu den Themen International Competences Matrix, Interkulturelle Kompetenz, English as a Medium of Instruction sowie Didaktische Implikationen. In einem moderierten Austausch diskutieren teilnehmende HochschuldidaktikerInnen und mit Internationalisierung befasste Personen ihre Erfahrungen, Konzepte, Praxisbeispiele etc. Auf der dghd-Tagung berichten wir von unserer Fachtagung und resümieren die wichtigsten Schlüsselfragen für eine gelingende Lehrkompetenzentwicklung im Kontext der Internationalisierung der Lehre.
        
        Speakers: Ms. Martina Mörth (Berliner Zentrum für Hochschullehre), Dr. Björn Kiehne (Berliner Zentrum für Hochschullehre)
      • 09:15 Diversity-sensible Hochschullehre an der Schnittstelle von Theorie, Forschung & Praxis 2h0'
        Seit einigen Jahren werden in der deutschsprachigen Hochschuldidaktik vermehrt Workshops zu diversitätssensibler Hochschullehre angeboten. Im Rahmen dieses Vortrags werden erste Ergebnisse eines Reviews vorgestellt, der Online-Informationen zu Workshops analysiert. Die Analyse macht ersichtlich, wie solche Workshops beworben werden, welcher Struktur sie folgen, welche Inhalte, Ziele und Methoden gewählt und auf welche Theorien verwiesen wird. Ergänzend werden erste Resultate einer thematisch entsprechenden Literaturübersicht vorgestellt, die den aktuellen wissenschaftlichen Rahmen bildet. Die den Reviews zugrundeliegende Ausgangsfrage aus der hochschuldidaktischen Praxis lautet: Welche Herausforderungen treten bei der Konzeption und Durchführung solcher Workshops auf? Dazu werden einige Hypothesen und Forschungsdesiderata präsentiert. Im Ausblick wird auf eine geplante Interviewstudie verwiesen, die herausarbeiten soll, welche der benannten Herausforderungen generalisierbar sind. Zudem wird aufgezeigt, wie ein komplexeres Forschungsvorhaben gestaltet werden kann, das empirische Befunde zum Thema ebenso avisiert wie ein solides Theoriegebilde. Anregungen von Interessierten und Ideen für die gemeinsame Ausgestaltung eines solchen Forschungsvorhabens sind ausdrücklich erwünscht. 
        Speaker: Dr. Claudia Burger (Goethe-Universität Frankfurt am Main, IKH)
      • 09:15 Die akademische Integration Geflüchteter zwischen Bildungspolitik und Bildungstheorie – Ergebnisse eines Begleitforschungsprojekts an der Hochschule Magdeburg-Stendal 2h0'
        Im Oktober 2015 startete an der Hochschule Magdeburg-Stendal ein vom Land Sachsen-Anhalt finanziertes dreijähriges Pilotprojekt zur „Integration politischer Flüchtlinge mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen (IpFaH)“. Der erste Durchgang wurde vom Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung (ZHH) der Hochschule wissenschaftlich begleitet. 
        Der Beitrag zeigt auf, wie bildungspolitisch motivierte Projektförderung bildungstheoretisch fundiert reflektiert werden kann, um ein Bildungsangebot hochschuldidaktisch (weiter) zu entwickeln. Die zentrale Fragestellung der Begleitforschung lautete, inwieweit die Integration der Zielgruppe in die hiesige akademische Kultur gelingt und welche Rolle dabei die verschiedenen Bausteine des Magdeburger Angebots übernehmen. Primäres Ziel war es, Impulse für seine Weiterentwicklung abzuleiten. Auch sollte untersucht werden, inwieweit das politische Bildungsziel durch das Bildungsangebot praktisch erreicht wird. Hierfür wurden Gruppendiskussionen mit Teilnehmenden geführt und induktiv ausgewertet. Die empirischen Daten sprechen für eine teils gelungene, teils nicht gelungene Integration. Im Impulsforum werden zentrale Befunde der Begleitforschung präsentiert sowie bildungstheoretisch gestützte didaktische und wissenschaftliche Perspektiven dargestellt.
        
        Speakers: Prof. Marianne Merkt (Magdeburg-Stendal University of Applied Sciences), Ms. Katja Eisenächer (Magdeburg-Stendal University of Applied Sciences)
    • 09:15 - 11:15 Impulsforum 16: Einblicke in die Service Learning - Praxis
      Location: Geb.20.30 SR 0.019
      • 09:15 Vergleich von Service Learning und traditionellen Lehrmethoden im Fach Projektmanagement. 2h0'
        Der Beitrag untersucht die Effektivität der Methode Service Learning im Fach Projektmanagement durch Vergleich mit traditionellen Lehrmethoden (Projektarbeit, Vorlesung).  Die dreistufige Mixed-Method- Studie beinhaltet Fragebögen im Prä-/Posttest-Design (Selbstwirksamkeit, subjektiver Lernerfolg, empfundene Nützlichkeit), Beurteilung von Projektanträgen (objektiver Lernerfolg) und problemzentrierte Interviews mit den Studierenden. Die Stichprobe umfasst 133 Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences in drei Studiengruppen. Die Ergebnisse sind erwartungswidrig. Sie zeigen, dass Service Learning den anderen Methoden in Bezug auf Selbstwirksamkeit, subjektivem Lernerfolg und objektivem Lernerfolg nicht überlegen ist. Hinsichtlich der empfunden Nützlichkeit zeigen sich sogar signifikante Unterschiede zu Gunsten der Methode Vorlesung. Problemzentrierte Interviews zeigen, dass Service Learning als eine willkommene Abwechslung von den Studierenden empfunden wird, sie aber keinen Einfluss auf ihr späteres Berufsleben empfinden. Service Learning scheint daher den anderen Methoden in den untersuchten Merkmalen nicht überlegen.
        Speakers: Ms. Maren Schlegler (Frankfurt University of Applied Sciences), Prof. Susanne Koch (Frankfurt University of Applied Sciences)
      • 09:15 Nachhaltigkeit (in) der Lehre als Beitrag zur gesellschaftlichen Nachhaltigkeit - am Beispiel einer Lehrinnovation zu Energieverbundsystemen 2h0'
        Obwohl Nachhaltigkeit in Studium und Lehre sicherlich immer originäres Ziel aller Beteiligten ist, steht u. E. eine nachvollziehbare Operationalisierung von nachhaltiger Hochschullehre aus, die u.a. zur Reflexion der Qualität von Lehre und Studium und damit zu ihrer Verbesserung genutzt werden könnte.
        Der Beitrag möchte einen ersten Entwurf einer solchen Konzeptualisierung zur Diskussion stellen. Die zentrale Idee besteht darin, das Instrument des Constructive Alignment (Biggs & Tang, 2011), das sich für die kohärente Gestaltung von Lehre als fruchtbar erwiesen hat, für die Analyse weiterer Perspektiven (z.B. Studierende, Institution) zu nutzen. Erweitert um erprobte Evaluierungskriterien der deutschen bilateralen Zusammenarbeit zur Einschätzung von Nachhaltigkeit erläutern wir unseren Vorschlag exemplarisch anhand eines Tandemprojekts zu nachhaltigen Energieverbundsystemen.
        
        Speakers: Dr. Ivo van den Berk (Hochschule Emden/Leer), Prof. Nathali Jänicke (Jade Hochschule)
      • 09:15 Qualitative Evaluation als hochschuldidaktische Maßnahme zur Reflexion. Ansätze zur Qualitätsentwicklung von komplexen Lehr-/Lernformaten wie Service Learning 2h0'
        An der Universität Tübingen wird im Projekt „Wissenschaftliche Bildung und gesellschaftliche Verantwortung" fachliches Service Learning bewusst mit Forschungsnahem Lernen verknüpft. Die im Rahmen der Begleitforschung entwickelten qualitativen Evaluationsmaßnahmen verfolgen das Ziel, in Gruppendiskussionen und Einzelinterviews - getrennt nach den Akteursgruppen Lehrende, Studierende und zivilgesellschaftliche Partner - die spezifischen Herausforderungen zur Erreichung der Lernziele und der angestrebten Projektergebnisse zu ermitteln.
        Es zeigt sich, dass das gewählte Evaluationsformat neben Ansätzen zur Qualitätssteigerung der Formate auf koordinatorischer und didaktischer Ebene, bei allen Akteursgruppen als „Nebeneffekt“ eine konstruktiv-kritische Reflexion des eigenen Handelns ermöglicht. Begünstigende Faktoren dafür sind aus unserer Sicht flankierende hochschuldidaktische Maßnahmen und der Fokus im Evaluationssetting, der gezielt auf die Qualitätsverbesserung der Formate gerichtet ist. Dieser „Umweg“ schafft den nötigen Raum, um aus der Distanz heraus das eigene Handeln kritisch betrachten zu können. 
        Im Beitrag möchten wir diskutieren, inwiefern diese ersten Ergebnisse für Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung von komplexen Lehr-/Lernformaten genutzt werden können.
        
        Speakers: Dr. Claudia Schlager (Universität Tübingen), Mrs. Petra Kleinser (Universität Tübingen), Mrs. Franziska Müller (Universität Tübingen), Mrs. Mirjam Groß (Universität Tübingen)
    • 09:15 - 11:15 Impulsforum 17: Übergang Schule – Hochschule: innovative Lehrmodelle aus den Natur-/ Ingenieurwissenschaften
      Location: Geb. 20.30 SR -1.014 (UG)
      • 09:15 Kann das Konzept einer digitalen Studienvor- und –eingangsphase die individuellen Lernprozesse in der Technischen Mechanik verbessern? 2h0'
        Die bekannt hohen Studienabbruchquoten in den ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen lassen sich u.a. auf Leistungsprobleme in den Grundlagenfächern wie z.B. in der Technischen Mechanik – speziell in der Studieneingangsphase - zurückführen.
        Im Rahmen des Verbundforschungsprojektes FUNDAMENT (Förderung des individuellen Lernerfolgs mittels digitaler Medien im Bauingenieurstudium) wurde an der Universität Duisburg-Essen und der Technischen Universität Kaiserslautern ein Förderkonzept entwickelt, mit der Zielsetzung die individuellen Lernprozesse im Bauingenieurstudium – Schwerpunkt: Technische Mechanik - durch den Einsatz digitaler Hochschullehre zu fördern und somit den Studienerfolg zu erhöhen. Das Förderkonzept umfasst digitale Elemente, die sowohl in der Studienvorphase (Online-Self-Assessment und Online-Vorkurs), als auch in der Studieneingangsphase (interaktive online Module) implementiert und in einer Längsschnittstudie evaluiert werden. 
        Von den ersten Erfahrungen der Entwicklung und des Einsatzes der digitalen Elemente wird berichtet. Die ersten Erkenntnisse der Pilotierung in der Studienvorphase sollen dem Plenum als Grundlage einer Diskussion zur Reflexion und kritischen Auseinandersetzung der Thematik dienen, um Weiterentwicklungen vorantreiben zu können.
        
        Speaker: Mr. Marcel Pelz (Universität Duisburg-Essen)
      • 09:15 Hartnäckige Zielverfolgung und flexible Zielanpassung – ein Ansatz zum Verständnis von Problemen im Übergang Schule – Hochschule in Mathematik 2h0'
        Die Studienabbruchquoten in Mathematik sind nach wie vor hoch. In diesem Beitrag wird diskutiert, inwiefern sich die aus der Psychologie stammende Theorie zur hartnäckigen Zielverfolgung und flexiblen Zielanpassung (Brandstädter und Renner, 1990) auf den Übergang Schule – Hochschule übertragen lässt und einen Beitrag leisten kann, um Entscheidungsprozesse in der Übergangsphase zu verstehen. Brandstädter und Renner postuliert zwei Bewältigungsmodi, welche in krisenhaften Situationen, in denen gesteckte Ziele schwer zu erreichen sind, zum Einsatz kommen. Der Modus der assimilativen Persistenz zielt auf das Aktivieren aller Ressourcen zur hartnäckigen Verfolgung der gesteckten Ziele, während der Modus der akkommodativen Flexibilität auf die Anpassung der eigenen Ziele und Wünsche an die gegebenen Bedingungen abzielt.
        Im Kontext der Übergangsproblematik Schule – Hochschule gehen wir davon aus, dass Studierende mit einer Disposition zur hartnäckigen Zielverfolgung weniger gefährdet sind, ihr Studium aufzugeben und die Übergangsphase eher erfolgreich bewältigen können. Interviews mit Studienabbrechern, sowie eine erste quantitative Untersuchung stützen diese These.
        
        Speaker: Mr. Sebastian Geisler (Ruhr-Universität Bochum)
      • 09:15 Welche Herausforderungen und Bewältigungsstrategien berichten Tutor/innen der Ingenieurwissenschaften? – Eine explorative Analyse von Reflexionsberichten 2h0'
        Eine hochwertige Qualifizierung von Tutor/innen wird politisch gefördert (Kröpke, 2014). Zur Verbesserung der Qualifizierung und der tutoriellen sowie bildungspolitischen Rahmenbedingungen ist es erforderlich, Herausforderungen und Bewältigungsansätze der Tutor/innen zu kennen. Dies wurde für Fachtutorien in den Ingenieurwissenschaften bis zu diesem Beitrag nicht untersucht. 
        Basierend auf dem Arbeitspsychologischen Stressmodell (Bamberg, 2006) wurden Reflexionsberichte von 79 Tutor/innen mit Mayrings Inhaltsanalyse (2010) qualitativ und quantitativ auswertet. Im Fokus stehen bedingungsbezogene Stressoren. 
        Gereiht nach abnehmender Häufigkeit beschreiben die Tutor/innen eine eingeschränkte Mitwirkung sowie unterschiedliches Verständnis der Teilnehmer/innen, organisatorische Rahmenbedingungen, Zeitdruck/-mangel und/oder einen didaktisch eingeschränkten Gestaltungsspielraum als schwierig. Bewältigt werden die ersten drei Herausforderungen meist durch (non)verbale Ansprache störender Studierender und (zeitliche) Improvisation. Die letzten beiden versuchen sie oft mit einem Verzicht oder reduzierten Einsatz von Aktivierungsmethoden zu kompensieren. 
        Die Implikationen der Ergebnisse für die Gestaltung der Qualifizierung und Maßnahmen für die Organisationsentwicklung sowie die bildungspolitische Bedeutung der Ergebnisse werden mit den Anwesenden diskutiert. 
        
        Speakers: Ms. Jenny Alice Rohde (Technische Universität Hamburg), Ms. Miriam Block (Technische Universität Hamburg)
      • 09:15 Kompetenzentwicklung im ingenieurwissenschaftlichen Studium durch ein fächerübergreifendes Produktleitbeispiel 2h0'
        Im ingenieurwissenschaftlichen Bereich manifestiert sich bei Studienanfängern häufig eine Heterogenität hinsichtlich ihrer Studierfähigkeit. Durch qualitätsverbessernde Maßnahmen, wie das Projekt „Hochschullehre – innovativ, fachbezogen und kompetenzorientiert“, soll die Lehre mit aktivierendem Lernen durch innovative Lehrformen systematisch verbessert werden. 
        Felduntersuchungen an der Hochschule Ravensburg-Weingarten ergaben, dass es primär die abstrakten Lehrinhalte des Grundstudiums sind, die Studierenden Schwierigkeiten bereiten. 
        Zentrales Element des Forschungsansatzes ist die Vernetzung des Fächerkanons durch das Produktleitbeispiels „Kettensäge“. Es soll durch eigenständige, aktive Konstruktion des Wissens dabei helfen, reflektierendes, praxisnahes und handlungsorientiertes Lernen zu fördern. 
        Unterstützt durch wissenschaftliche Begleitforschung, werden der didaktische Ansatz, sowie das methodische Vorgehen aus mehrperspektivischer Sicht evaluiert. Die verwendeten Lehr- und Lernmaterialien basieren auf aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaften, sowie der Begleitforschung und sind auf die studentische Diversität ausgerichtet. 
        Der Impulsvortrag wird einen Einblick in die systematische Implementierung des Produktleitbeispiels in Lehrinhalte, das zugehörige didaktische Konzept und die aktuellen Ergebnisse der Begleitforschung an der Fakultät Maschinenbau, geben. 
        
        Speaker: Mr. Markus Dumschat (Hochschule Ravensburg-Weingarten; Fakultaet Maschinenbau)
    • 09:15 - 11:15 Impulsforum 18 : Panel zu hochschuldidaktischen Personalentwicklungskonzepten
      Location: Geb. 20.30 SR 0.014
      • 09:15 Multidimensionales Lehr- und Karriere Coaching als innovative Förderung von Lehrkompetenz 2h0'
        Lehrkompetenz hängt wesentlich davon ab, sich persönlicher Stärken bewusst zu werden und 
        Persönlichkeitseigenschaften nicht als gegeben hinzunehmen. Coaching ist ein gutes Instrument, um Lehrkompetenz zu fördern. Wir möchten zeigen, wie ein prozessorientiertes multidimensional aufgebautes Coaching dies unterstützen kann. Multidimensionales Coaching arbeitet mit Gruppencoaching, Einzelcoachings und Peer-Coaching. Die Arbeit wird durch zwei Coaches als Team geleitet. Die Einzelcoachings können z.B. als fachorientierte Beratung, auf der Grundlage psychometrischer Tests oder mit einem Schwerpunkt auf persönlichen Fragestellungen gestaltet werden. Themen sind: die Klärung der beruflichen Rolle, persönliche Herausforderungen im Rahmen der Karriere, Umgang mit Autonomie und Abhängigkeit, die Zugehörigkeit zu benachteiligten Gruppen oder der Umgang mit Kränkungen. So engagieren sich Lehrende mit Begeisterung für ihr Fach, bringen dies jedoch in Lehrsituationen nicht adäquat zum Ausdruck. Im multidimensionalen Coaching konnte gezielt an Selbst- und Fremdbild gearbeitet werden und Anregungen zur persönlichen Weiterentwicklung gegeben werden. Unsere Evaluationen zeigen insgesamt eine sehr hohe Zufriedenheit der Teilnehmenden.
        
        Speakers: Dr. Christa Baldioli (Fortbildungszentrum Hochschullehre der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Dr. Uwe Fahr (Fortbildungszentrum Hochschullehre der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
      • 09:15 Qualifikationsorientierte Personalentwicklung im akademischen Kontext am Beispiel eines hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramms – Individuelle Reflexionen als Element und Datenquelle 2h0'
        Akademische Personalentwicklung im Hochschulkontext ist in der Regel qualifikationsorientiert, d.h. personenbezogen. Als guter Indikator für das Entwicklungspotential von Personen konnte in der empirischen (Personalentwicklungs-)forschung die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren, ermittelt werden. Im akademischen Kontext wird u.a. in der Hochschuldidaktik das Reflektieren der eigenen aktuellen Lehrpraxis eingesetzt, um die Veränderung von Lehrkonzeptionen hin zu einer Orientierung der Lehre auf die Lernaktivitäten und Lernprozesse der Studierenden anzuregen. Im Rahmen des Zertifikatsprogramms des Baden-Württembergischen Hochschuldidaktikzentrums schreiben die Teilnehmenden zwei Reflexionen mit nahezu identischen Leitfragen, die neben ihrer Lernfunktion auch Daten für eine Veränderungsmessung der Lehrkonzeptionen bieten. In den Reflexionen von 145 Zertifikatsabsolvent_innen an 8 Universitäten zeigen sich im Längsschnitt Veränderungen der Lehrkonzeptionen in der gewünschten Richtung (Studierendenorientierung), die in Stärke (und Richtung) an den 8 Universitäten (bzw. Hochschuldidaktischen Arbeitsstellen) signifikant verschieden ausfallen. Im Beitrag werden Erklärungsansätze für die unterschiedliche Entwicklung erörtert und die Analyse in den Rahmen integrierter Personalentwicklung im Hochschulbereich gestellt.
        Speakers: Dr. Anke Diez (PEBA KIT), Dr. Sabine Lehmann-Grube (Psychologie Universität Augsburg)
      • 09:15 Vom Praktiker zum Didaktiker. Interne Fortbildung als Instrument pädagogischer Organisationsentwicklung 2h0'
        Die geschickte Verzahnung von beruflicher und akademischer Bildung stellt das Fundament eines erfolgreichen Hochschulkonzeptes und strukturiert die Curriculumsentwicklung. Gleichzeitig stellt der geforderte Theorie-Praxis-Transfer für die Organisationsentwicklung eine besondere Herausforderung dar. Lehrbefähigt ist nämlich nur, wer ausreichend Praxiserfahrung mitbringt. Wer aber über die notwendige Praxiserfahrung verfügt, hat im seltensten Fall eine fundierte (kompetenzorientierte) hochschuldidaktische Vorausbildung durchlaufen. Nicht selten suchen Hochschulen dann (erfolglos) nach den berühmten "Eier-legenden-Wollmilchsäuen". Dieses Dilemma verschärft sich zusehends vor dem Hintergrund drohenden Fachkräftemangels vieler Branchen. Besonders hoch ist der Bedarf dort, wo ganz neue akademische Berufsbilder entstehen, sodass Fachkräfte direkt aus der Praxis in die Hochschule geholt werden müssen. Dies jedoch kann dauerhaft akademische Lehre gefährden. Der Wissenschaftsrat empfiehlt daher Maßnahmen zur Personalentwicklung direkt an den Hochschulen.(WR, 5637-16) In diesem Beitrag wird vorgestellt, wie anhand strukturierter und formalisierter interner Fortbildungen Personalentwicklung gelingen kann. Aufgezeigt werden dafür notwendige Parameter und mögliche Instrumente. Diskutiert werden soll die Praktikabilität im Verständnis einer Hochschule als selbstlernendes System.
        Speaker: Mrs. Anke Schröder (EUFH Europäische Fachhochschule, Hochschulmanagerin MA Sc. Fachbereich der Angewandten Gesundheitswissenschaften)
      • 09:15 Pädagogisch, methodisch-didaktische Kompetenz von Hochschullehrenden und deren Erfassung durch Videographie 2h0'
        Hochschuldidaktische Weiterbildungsprogramme zielen auf die Weiterentwicklung der pädagogischen, methodisch-didaktischen Kompetenzen und des dafür grundlegenden Wissens und Könnens als die beiden zentralen Kompetenzkomponenten (vgl. Weinert 2001, Baumert & Kunter 2006). Das im Rahmen der Begleitforschung zum Qualitätspakt Lehre, BMBF geförderte Projekt „Kompetenzentwicklung und Lerntransfer in der Hochschullehre“ (Förderkennzeichen 01PB14014) untersucht, inwieweit hochschuldidaktische Weiterbildungsprogramme eine Erweiterung von Wissen und Können bei Lehrenden erreichen. Grundlage für solche Veränderungsmessungen sind valide Messinstrumente, die die in den verschiedenen Weiterbildungsprogrammen adressierten Wissens- und Könnensbereiche erfassen. Bislang liegen im Bereich der Hochschuldidaktik keine Instrumente vor, um dieses Wissen und Können strukturiert entlang eines Kompetenzmodells zu erheben. Der Beitrag fokussiert erstens ein im Projekt auf Basis vorliegender Modelle (vgl. Baumert & Kunter 2006, Trautwein & Merkt 2013, Marx et al. 2014) entwickeltes Kompetenzmodell für Hochschullehre. Zweitens präsentiert er das auf dieser Grundlage erarbeitete Analyseinstrument zur Erfassung pädagogischen, methodisch-didaktischen Könnens und demonstriert die darauf basierende Auswertung von videographierten Lehrlerninteraktionen.
        Speakers: Prof. Stefanie Hartz (TU Braunschweig, Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Weiterbildung und Medien/Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen), Ms. Caroline Kurtz (TU Braunschweig, Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Weiterbildung und Medien)
    • 09:15 - 11:15 Impulsforum 19: Einblicke in innovative Praxisformate in Lehr-Lern-Kontexten
      Location: Geb. 20.30 SR -1.025 (UG)
      • 09:15 Online study tool development – Ein Modul für Studierende im Master Biology an der Universität Ulm 2h0'
        Der Fachbereich Biologie der Universität Ulm entwickelt das Modul „online-study-tool-development“, welches aufgrund seiner umfassenden inhaltlichen Ausrichtung mit acht Semesterwochenstunden und 12 Leistungspunkten in das Curriculum im Masterstudiengang Biology eingebettet ist. Das Modul vermittelt einerseits sowohl fachliche als auch nichtfachliche Inhalte und Kompetenzen und kombiniert andererseits innovative digitale Lernformen und Studiertechniken. Es entsteht ein interaktives Online-Lernangebot, welches wiederum fachliche Inhalte und generelle Informationen für Studienbeginner im Bachelor Biologie und im Master Biology bereitstellt. Das Modul verteilt sich auf zwei Semester und wird in verschiedenen Lehr-/Lernformaten absolviert (u.a. Seminar, Projektarbeit, Exkursion), wobei der Fokus explizit auf dem eigenverantwortlichen Arbeiten der Studierenden liegt. Das derzeitige UULM PRO MINT & MED Projekt ermöglicht die Leitung und Durchführung des Moduls maßgeblich durch die Studienlotsin Biologie, dies erfolgt in enger Kooperation mit den Bereichen Hochschuldidaktik und E-Learning für den technischen und didaktischen Support. Im Vortrag werden ausgewählte Elemente des Konzeptes vorgestellt und mit den Teilnehmer*innen diskutiert.
        Speakers: Stefanie Wagner (Universität Ulm, Zentrum für Lehrentwicklung, Bereich Hochschuldidaktik), Dr. Andrea Wirmer (Universität Ulm, Studienkommission Biologie)
      • 09:15 „NORICUM“: Ein Rollenspiel zur Entwicklung eines neuen Gesundheitssystems für ein Phantasieland 2h0'
        Hintergrund und Lehr/Lernziele.  Gesundheitspolitik steht bei der Gestaltung des Gesundheitssystems im Dauerstreit zwischen mächtigen Interessensgruppen. Wie können solche Bedingungen Studierenden unmittelbar erfahrbar gemacht werden?
        Lehrkonzept. Ein Rollenspiel zur politischen Aushandlung der Finanzverfassung und Organisation der Leistungserbringer im fiktiven Staat „Noricum“ verbindet Theorie-lastige Wissensaneignung und praktische Erfahrung politisch-gesellschaftlicher Einflussnahmen im Gesundheitswesen. 
        In der aus drei Phasen (Konzeptphase, Verhandlungsphase , Auswertungsphase)  bestehenden Lehrveranstaltung nehmen Studierende die Rollen zentraler Akteure eines Gesundheitssystems ein,  analysieren selbständig die Probleme, planen die Durchsetzung von eigenen Interessen und erlassen schließlich Gesetze und schließen Verträge. 
        Erfahrungen. Der Wettbewerb um Interessensdurchsetzung führt häufig zu einer selbstmotivierten Auseinandersetzung mit ansonsten ungeliebten abstrakten Lehrinhalten. Zum Teil wurden erstaunlich innovative Konzepte vereinbart, Interessensausgleiche gefunden, die von einer guten Durchdringung der „Interessensverflechtungen“ zeugen, in manchen  Bereiche wurden einfach die Verhältnisse des eigenen, bekannten Gesundheitssystems unreflektiert kopiert. 
        Die entwickelten Gesundheitssysteme geben gute Hinweise, wo es in Lehrveranstaltungen oder im Gesamtcurriculum Defizite bzw. Verbesserungspotential gibt. 
        
        Speaker: Prof. Florian Buchner (Fh Kärnten)
      • 09:15 Kontaktstudium „Leadership for Syria“: Implementierung eines Open Space als Teil eines Blended Learning Szenarios zur Stärkung der Dimensionen Transfer und Teilnehmer*innenaktivierung 2h0' ( )
        Im Sinne einer gesellschafts- und bildungsspolitischen Aufgabe stehen nicht-traditionelle Zielgruppen im Fokus wissenschaftlicher Weiterbildungsangebote von Hochschulen, die lebenslanges Lernen als eine ihrer Aufgaben im Kontext von Lehre und Forschung begreifen. Diese Zielgruppen, die ein hohes Maß an Heterogenität der Bildungshintergründe und Biographieverläufe aufweisen, erfordern innovative Angebotskonzepte. Für ein einjähriges berufsbegleitendes Studium für vom DAAD-geförderte syrische Stipendiaten wurde als Element eines Blended Learning Szenarios ein Open Space entwickelt. Ziel eines Open Space ist es, die Kreativität und Produktivität von informellen Kaffeepausen herkömmlicher Veranstaltungen auf die Gesamtzeit der Veranstaltung zu übertragen. Der Open Space ist eigentlich als Konferenzmethode gedacht und ermöglicht die Bearbeitung von vielen verschiedenen teilnehmerrelevanten Themen. Im Rahmen des Vortrags wird die Einbindung des Open Space in das Blended Learning Konzept vorgestellt:
        •	Welche Modifikationen am Open Space Konzept sind notwendig, um eine sinnvolle Vor- und Nachbereitung der Präsenzveranstaltung im virtuellen Raum zu gewährleisten?
        •	Welchen Beitrag leistet der Open Space hinsichtlich der Aktivierung und Motivation sowie zur Entwicklung eines Transferwissens zur Erweiterung der individuellen Handlungskompetenz der Teilnehmenden?
        
        Speakers: Mr. Daniel Weichsel (Karlsruher Institut für Technologie - Zentrum für Mediales Lernen), Dr. Ulrich Wacker (Universität Konstanz - Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung)
      • 09:15 Forschungsseminar als Lehr-Lernmethode im Bachelorstudium 2h0'
        Innerhalb des modularisierten Bachelorstudiums ist es eine curriculare Herausforderung, bei Studierenden wissenschaftspropädeutische u. -methodische Fertigkeiten solide auszubilden. Das Implementieren eines Forschungsseminars innerhalb des Bachelorstudiums könnte der Ort sein, an dem sich im Rahmen eines gemeinsam geplanten und real durchgeführten Forschungsprojektes sowohl  wissenschaftstheoretische als auch forschungsmethodische Kompetenzen im peer-to-peer Verfahren nachhaltig ausbilden und vertiefen lassen. Anhand eines empirisch begleiteten Forschungsseminars mit 17 Studierenden (N=17) im 5. Semester am Fachbereich der Angewandten Gesundheitswissenschaften der EUFH Campus Rostock im Wintersemester 2016/17 wird dargestellt, wie ein gemeinsames Forschungsprojekt didaktisch vorbereitet, methodisch angeleitet und begleitet werden kann und welche Effekte sich daraus sowohl für Studierende als auch für Lehrende ergeben. Es wird auf die Veränderung der Lehrendenrolle im Kontext kompetenzorientierter Lehre eingegangen werden wie auch auf die Notwendigkeit systemischer Hochschulorganisation.
        Speaker: Prof. Michaela Breckenfelder (EUFH Fachbereich der Angewandten Gesundheitswissenschaften am Campus Rostock)
    • 11:30 - 12:30 Keynote
      Location: Geb. 11.40, Tulla-Hörsaal
      • 11:30 Steuerung von Qualität und Qualität der Steuerung: Zum Verhältnis von Hochschuldidaktik und Hochschulsteuerung aus organisationstheoretischer Perspektive 1h0'
        Vor drei Dekaden begann unter der Überschrift „New Public Management“ eine Welle von Reformen, die auf einen Wandel von Zielen und Formen der Leistungserbringung im öffentlichen Sektor abzielten. Mit neuen Modellen der Steuerung sollte eine Etablierung von wirksamen Strukturen der Verantwortlichkeit (accountability) einhergehen sowie Prinzipien und Instrumente des Managements, wie sie aus dem privatwirtschaftlichen Bereich bekannt waren, zur Anwendung kommen. Allerdings ist das Steuerungskonzept, das mit dem Begriff der „Managerialisierung“ von Hochschulen assoziiert wird, keineswegs einheitlich und widerspruchsfrei. Hingegen finden sich in konzeptionellen wie auch empirisch orientierten Arbeiten der neueren Organisationsforschung hinreichend Argumente, die zu einer differenzierteren Betrachtung von Steuerungskonzepten Anlass geben. Daraus ergeben sich Chancen auf eine neue Sichtweise des Verhältnisses von Hochschuldidaktik und Hochschulgovernance. Der Diskurs zur Wirkung und Wirksamkeit des institutionalisierten Qualitätsmanagements belegt beispielsweise, wie sich verschiedene Steuerungsideen auf die Praxis der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung auswirken – indem sie einander ergänzen, aber oft genug in Widerspruch zueinander stehen. Die Aufklärung der Spannungsverhältnisse zwischen verschiedenen Steuerungsideen verspricht daher, ein wenig mehr Klarheit in die praktische, aber auch die politische Arbeit der Hochschuldidaktik bringen zu können.
        Speaker: Prof. Tobias Scheytt (Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg)
    • 12:30 - 13:00 Abschluss und Verabschiedung
      Location: Geb. 11.40, Tulla-Hörsaal